Gedenkfeier und Kirchenzug
150. Jubiläumsfest: Über 40 Vereine gaben Feuerwehr Ränkam am Wochenende die Ehre

16.06.2024 | Stand 16.06.2024, 18:30 Uhr |

Die Honoratioren und Ehrengäste hatten sich zum feierlichen Gottesdienst im Bereich vor dem Feuerwehrgerätehaus versammelt. Fotos: fhe

Nach dem glänzenden Festauftakt am Freitag, der gleich ein volles Zelt und beste Stimmung beschert hatte, brachten der Samstag und Sonntag die nächsten bemerkenswerten Höhepunkte des Gründungsfestes zum 150-jährigen der FFW Ränkam.

Dabei standen immer Schirmherr Josef Dirscherl, Festmutter Elisabeth Fellner, Festbraut Veronika Schreiner und Ehrenfestmutter Gisela Roßmann im Vordergrund, die dem Jubiläumsfest einen besonderen Glanz verleihen. Nicht zu vergessen auch die Festdamen, -mädchen und -jungen, die sichtlich ihre Freude hatten.

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Die Festleiter Klaus Brandl, Thomas Christl und Alexander Christl hatten alles bestens im Griff und führten professionell durch das Programm. Eines zeichnet sich bereits jetzt ab: Dieses Fest wird unvergessen bleiben und trägt zur Förderung der Dorfgemeinschaft bei.

Die Festlichkeiten am Samstag hatten mit einem feierlichen Totengedenken beim Kriegerdenkmal begonnen, an dem sich auch der Patenverein FFW Arnschwang und der Ehrenpatenverein FFW Lixenried beteiligten. Es war dem Festverein hoch anzurechnen, dass er sein Jubiläum dazu nützte, in Würde und Ehrfurcht derer zu gedenken, die vor 150 Jahren die FFW Ränkam gegründet haben und in diesen 150 Jahren von uns gegangen sind.

Segen für das Trauerband

Monsignore Pfarrer Georg Englmeier bemerkte, dass die Leute nicht vergessen sind, die über viele Generationen aktiv und passiv in der Gemeinschaft mitgearbeitet haben. Ihm war es auch vorbehalten, das von Therese Brandl getragene Trauerband der Stadt Furth im Wald zu segnen, das dann Bürgermeister Sandro Bauer an die Ränkamer Feuerwehrfahne heftete. Das Stadtoberhaupt bemerkte, dass so ein Fest eine gute Gelegenheit ist, sich derer zu erinnern, die sich über Generationen hinweg im Verein und damit im Ehrenamt verdient gemacht haben. Die Feuerwehr nannte er die größte Ehrenamtsbewegung.

Festleiter Klaus Brandl dankte den toten Kameraden für ihre Opfer, für den Mut und für all das Ungenannte, das sie für die Gemeinschaft getan und geleistet haben. Deren Taten und Leistungen seien nicht umsonst gewesen. Deren Arbeit habe Früchte getragen und bilde die Grundlage für das, was die FFW Ränkam heute ausmacht und darstellt.

Kommandant Matthias Schötz legte einen Kranz nieder. Musikalisch gestaltet wurde die Gedenkfeier von der Feuerwehrkapelle. Ferner wurden drei Böllerschüsse abgegeben.

Danach zogen die Vereine in das Festzelt, wo die Partyband Kasplattnrocker die Stimmung im Verlauf des Abends zum Kochen brachte. Festleiter Klaus Brandl zeigte sich bei der Begrüßung erfreut, „dass auch am zweiten Tag die Hütte voll ist“. Er nahm die namentliche Begrüßung vor und verwies darauf, dass Ehrenfestmutter Gisela Roßmann ihr Festgefolge vom 125.Gründungsfest eingeladen hatte, darunter auch Schirmherrn Hans Dirscherl. Einer der Höhepunkte an diesem Abend war eine Polonaise durch das Festzelt.

Früh aufstehen hieß es am Sonntag für den Festverein, denn bereits um 6 Uhr war der Weckruf angesagt. Und danach ging es Schlag auf Schlag, denn es wurden die Honoratioren, Patenvereine und Ehrengäste eingeholt. Um 9.30 Uhr stellten sich die über 40 Vereine zum feierlichen Kirchenzug auf, begleitet von acht Kapellen. Der Festgottesdienst, der von Pfarrer Daniel Schmid zelebriert wurde, ging beim Feuerwehr-Gerätehaus über die Bühne und wurde gestaltet von der Feuerwehrkapelle und dem Kirchenchor.

Wehr immer zur Stelle

Der Geistliche bemerkte, dass die Feuerwehr in schwierigen Situationen immer zur Stelle ist. Er befasste sich mit diversen Knoten, die bei der Feuerwehr angewandt werden und stellte dabei jeweils die Verbindung zu Gott und zum Feuerwehrdienst her. Nach dem Gottesdienst erhielten die Fahnenbänder der Festbraut Elisabeth Fellner und der Festbraut Veronika Schreiner den kirchlichen Segen, ehe diese an die Fahne der FFW Ränkam geheftet wurden. Anschließend erhielt auch noch der neue Gerätehausanbau seinen Segen.

Bezirkstagspräsident und Landrat Franz Löffler brachte in seiner Funktion als Ehrenschirmherr seine Freude über den Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft zum Ausdruck. Allen würde hier Heimat noch etwas Großes bedeuten. Hier funktioniere der Zusammenhalt in der Gesellschaft. Ein gutes Beispiel dafür sei auch die Feuerwehr, die Verantwortung übernimmt. „Wir stehen hinter den Feuerwehren“ bekundete er.

„Das ist unsere Heimat“, bemerkte Bürgermeister Sandro Bauer stolz beim Anblick der versammelten Besucher und Gäste. Bei der halben Million Euro für den Anbau des Gerätehauses seien nicht mit eingerechnet die Eigenleistung des Vereins bei Arbeitsstunden oder die finanzielle Beteiligung. Bauer dankte der Feuerwehr für die Übernahme von Verantwortung in der Gesellschaft und wünschte bei Einsätzen immer ein gutes Zurückkommen.

Kreisbrandrat Mike Stahl bescheinigte den Feuerwehren, den Schutz in ihren Gemeinden zu übernehmen. Er sei sich sich sicher, dass die Bevölkerung den Einsatz der Wehren auch noch in vielen Jahren benötigt, „denn Apps werden nicht löschen“. Ein großes Kompliment sprach er Leuten aus, die immer wieder bereit sind, solche Feste zu organisieren, und dabei richtete sich insbesondere sein Dank an den Festausschuss und die Festleiter. Mit der Bayernhymne klang das Geschehen nach dem Gottesdienst aus.

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