Gemeinderat
9,8-Millionen-Euro-Zahlenwerk vorgestellt: Runding hat 2024 einen Rekordhaushalt

27.02.2024 | Stand 27.02.2024, 18:30 Uhr

In der Gemeinderatssitzung wurde der Haushalt 2024 vorgestellt. Foto: Monika Skolimowska/dpa

Es war mit 45 Minuten mal wieder eine der kürzeren öffentlichen Sitzungen des Rundinger Gemeinderats. Bürgermeister Franz Kopp und Kämmerer Andreas Baumgartner stellten den Haushalt vor.

„Nachdem die Kreisumlage um rund 386000 Euro auf knapp 1,6 Millionen Euro steigt und wir 2024 keine Schlüsselzuweisung erhalten, fehlen im Haushalt gegenüber dem Vorjahr bereits rund 630 000 Euro“, bedauerte Baumgartner und bezeichnete den Etat 2024 von rund 9,6 Millionen Euro als Rekordhaushalt.

Die Neuverschuldung von 1,2 Millionen Euro sei zum Teil für die Vorfinanzierung von Fördermitteln, die 2024 nicht eingehen werden (Kita, Seta, Gemeindestraße Langwitz-Roßbach), erforderlich.

2025 wird schwieriges Jahr

Der Kämmerer sagte, er sehe auch 2025 als ein schwieriges Jahr. Erst für 2026 rechne Bürgermeister Franz Kopp mit einer Entspannung wegen der dann möglichen sinkenden Kreisumlage und der Schlüsselzuweisung. Der Schuldenstand der Kommune werde sich Ende 2024 auf 1440932 Euro belaufen, das entspricht pro Einwohner 624 Euro.

Stand jetzt habe Runding 2346 Einwohner, die auf 2097 Hektar leben. Die Länge der zu unterhaltenden Gemeindestraßen nach dem Straßenbestandsverzeichnis betrage 38 Kilometer.

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Der Verwaltungshaushalt schließt laut Kämmerer mit 4669078 Euro, der Vermögensetat mit 4940202 Euro ab. Der Höchstbetrag der Kassenkredite werde auf 400000 Euro festgesetzt.

Präsentiert wurden auch die Ergebnisse aus der Elternbefragung, die über den Bedarf der 2026 anstehenden Ganztagsbetreuung informierten. Die Resultate stellte Bürgermeister Kopp anhand der Präsentation des Landratsamts vor. Von 25 persönlichen Anschreiben an Eltern von Schulanfängern 2026/27 wurden 13 Fragebögen zurückgesandt. Die Auswertung ergab, dass sieben Kinder keine, ein Kind flexible, zwei Kinder an zwei bis vier Tagen und drei Kinder von Montag bis Freitag Betreuungsbedarf haben. Von denen, die Betreuungsbedarf haben, wünschen sich drei Betreuung bis 14 Uhr, zwei bis 16 Uhr und für ein Kind bis 17 Uhr. Dabei braucht eines der Kinder, die bis 14 Uhr betreut werden sollen, Betreuung von Montag bis Freitag, die anderen beiden an zwei bis vier Tagen. Zwei von drei Kindern, die bis 16 Uhr oder länger betreut werden sollen, benötigen die Betreuung von Montag bis Freitag; ein Kind braucht flexibel an einzelnen Betreuung.

Runding sei nicht die erste Gemeinde, in der auch nach möglichem Betreungsbedarf in den Ferienzeiten nachgefragt wird, so Kopp. Das werde für viele Eltern, die beide einer Arbeit nachgehen, zu einem großen Problem. Der Bürgermeister sagte, er wolle erst mit den Eltern reden und dann nach einer Lösung suchen.

Der Bauausschuss hat der Bebauung einer Teilfläche des Grundstücks Fl.Nr. 125 an der Eybergstraße zugestimmt. Um Baurecht zu schaffen, soll die Ortsabrundungssatzung für „Schmidacker“ um diese Fläche erweitert werden. Das Ingenieurbüro Brandl und Preischl soll mit der weiteren Planung beauftragt werden.

Bezüglich der Wasserversorgung bei der Druckerhöhung hat das Büro Brandl + Preischl ein Angebot vorgelegt, arbeitet aber bereits mit Hochdruck an den Berechnungen, die sechs Monate in Anspruch nehmen werden. Dann kann ausgeschrieben und umgesetzt werden. „Wir rechnen mit der Inbetriebnahme im Frühjahr 2025“, so Kopp.

Förderbescheid im April

In Sachen Kita/Seta in der Haidsteiner Straße wurden die geforderten Unterlagen der Regierung vorgelegt. Der Rückbau könne ausgeschrieben und vergeben werden, da er nicht förderfähig sei, so Kopp. Mit dem Förderbescheid sei im April zu rechnen. Wegen der Gemeindestraße Langwitz-Roßbach finde am 6. März um 18 Uhr eine Anliegerversammlung im Rathaus statt. Die Firma Rädlinger und das Büro Brandl + Preischl informieren über Baustart, Ablauf, Sperrungen und Umleitungen.

fsh