Zum 70. Jubiläum
Bad Kötzting feiert das erste Kurparkfestival: Welche Attraktionen die Besucher erwartet

14.07.2023 | Stand 14.09.2023, 21:21 Uhr

Markus Hofmann hat das Musikprogramm erstellt – und wird auch selbst auftreten. Foto: Campisi

Die Pfingstrittstadt wagt einen Neuanfang: Am Samstag, 22. Juli, wird das erste Kurparkfestival gefeiert. Mit drei Musikbühnen, Unterhaltungsprogramm und einem breiten kulinarischen Angebot soll der Kurpark in ein Festivalgelände verwandelt werden. Auf rund acht Hektar soll damit auch das 70. Jubiläum der Stadterhebung gebührend gefeiert werden.

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Das Kurparkfestival löst damit das traditionelle Bürgerfest ab, das seit rund 40 Jahren gefeiert wurde. Bürgermeister Markus Hofmann sagt, „wir haben da eine Veränderung gebraucht – das Bürgerfest war irgendwann nicht mehr das Zugpferd. Und der Kurpark ist ja auch unser Aushängeschild“. Statt der Innenstadt sollen die Bad Kötztinger in diesem Jahr deswegen im Kurpark zusammenkommen. Eines bleibt aber unverändert: „Es ist ein Fest von den Bürgern für die Bürger“, sagt Hofmann.

Verschiedene Musikstile auf drei Bühnen



Von 10 bis 23 Uhr ist im Kurpark Unterhaltungsprogramm und Musik geboten. Und weil sich die Bad Kötztinger nicht über einen Kamm scheren lassen, wird es drei Bühnen mit unterschiedlichen Musikstilen geben. Auf der Bühne am Theatron sind Schlager- und Popmusik-Hörer genau richtig. Nach der offiziellen Eröffnung um 10 Uhr mit dem Spielmannszug Bad Kötzting, werden hier unter anderem Schmidbauer Luggi und das Katy Göllner Trio auftreten. Auch der Bürgermeister selbst wird hier als MarKuss für die Bad Kötztinger singen. Rock und Country-Fans werden dagegen am Sonnenhügel fündig. Ab 10.30 Uhr spielen hier unter anderem Some-1-Else, SoulFood und Duo Gentle. Am Kurpark-Pavillon wird ab 10 Uhr Bayerisch-Volkstümliche Musik gespielt – zum Beispiel von den Godlmusikanten oder dem Trio Handbetrieb. Rund 10000 Euro habe sich die Stadt das Musikprogramm kosten lassen.

Aftershow-Party im Burggraben



Für Action und Unterhaltung sorgen die Vereine und Organisationen aus Bad Kötzting und der Region. Bootfahren beim Kräutergarten, Torwandschießen neben dem Rosengarten und Teleskope am Planetenweg sind nur einige der Attraktionen, die die Gruppen vorbereitet haben. Auch an eine After-Show-Party wurde gedacht: Von 21 bis 3 Uhr morgens treten die Brückenbeats im Burggraben der Kirchburg auf. Für die Jüngsten wird es neben einer Hüpfburg unter anderem auch Kinderschminken und eine Kneipp-Allee für Kinder geben. Um 23 Uhr endet das Festival mit einer Feuer- und Licht-Show am Theatron.

Auch für das leibliche Wohl der Feiernden werden viele sorgen. Stärken können sich die Gäste zum Beispiel mit Wildburgern, Curry-Wurst, Hot-Dogs oder Gyros. Auch Naschkatzen sollten hier auf ihre Kosten kommen. Alkoholische Getränke gibt es zum Beispiel in der Blaulichtbar oder bei der Bierverkostung mit Craftbeer-Sorten.

Einnahmen gehen an Vereine



Insgesamt rund 30 Gruppen werden am 22. Juli im Kurpark vertreten sein. Auch aus den Gemeinden, die mit der Gebietsreform eingegliedert wurden, unterstützen mehrere Vereine. Zum Beispiel die Bürgergemeinschaft vom Ortsteil Liebenstein, die Freiwillige Feuerwehr Gehstorf oder der Schützenverein Almenrausch aus Haus. Beim Bürgerfest waren traditionell nur Vereine aus den Ortsteilen vor der Gebietsreform beteiligt. Für Hoffmann sei diese Veränderung ein besonderer Grund zur Freude: „Jetzt sind wir komplett, weil alle mitmachen und nicht nur die, die wegen der Tradition dabei waren“.

Und noch etwas ist anders als beim Bürgerfest: Die Einnahmen aus dem Kurparkfestival gehen nicht mehr an die Stadt, die das Geld zur Verschönerung des Stadtbildes verwendete. Die Einnahmen, die die Vereine an ihren Ständen machen, dürfen sie behalten. „Die Vereine machen viel für unsere Jugend und das muss auch belohnt werden“, sagt Hofmann.

Besucher dürfen am Festivaltag gerne zusätzlich zu den vorhandenen Sitzgelegenheiten Decken und Klappstühle mitzubringen. Statt findet das Kurparkfestival aber bei jeder Witterung. Denn mit überdachten Bühnen, Vereinszelten und dem Kurparkpavillon soll für genug Überdachung gesorgt sein. Hofmann sagt, „wir wissen noch nicht, was uns hier erwartet. Wir müssen jetzt einfach abwarten und Erfahrung sammeln“. Wenn das Kurparkfestival ein Erfolg wird, solle es aber auch in den kommenden Jahren wiederholt werden.