Jugend musiziert
Beifall für die Crème de la Crème: Preisträger traten im Konzerthaus Blaibach auf

29.06.2023 | Stand 14.09.2023, 22:22 Uhr |

Musizierende und Urkunden-Empfänger mit Musikschulleiter Andreas Stögmüller, Landratsvertreterin Johanna Etti (v. l.) , Bürgermeisterin Monika Bergmann und Fördervereinschef Hartmut Holzinger (hi., 4. bzw. 5. v. l.) Foto: Stögmüller

Es muss ein besonderes Erlebnis gewesen sein für die Schülerinnen und Schüler der Landkreismusikschule Cham, die am Sonntagnachmittag in diesem beeindruckenden „Musentempel“ auftreten durften.

Zumal tags zuvor sogar der bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kultur, Markus Blume, dem Konzerthaus die Ehre erwiesen und großzügige finanzielle Unterstützung durch den Freistaat Bayern angekündigt hatte.
Das Konzert der Landkreismusikschule Cham begann mit Klängen aus der Oper „Il Turco in Italia“ von Gioachino Rossini, in einem Arrangement für zwei Klarinetten. Helena Wagenschwanz musizierte dabei fein, facettenreich und virtuos mit ihrem Lehrer Marcus Müller. Dies war sozusagen die Ouvertüre zum Konzert, da im Nachgang die freundliche Begrüßung durch Bürgermeisterin und Gastgeberin Monika Bergmann und die stellvertretende Landrätin Johanna Etti stattfand.
Die jüngsten Teilnehmer beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ aus der Klasse von Wiebke Luft zeigten anschließend ihr Können am Klavier. Schon mit viel Routine flitzen die Finger über die Tasten und das Publikum gab begeisterten Applaus.
Die fortgeschritteneren Musiker spielten schöne Charakterstücke auf der Querflöte (Maria Speigl mit Eduard Ablyakimov-Maier am Klavier), auf dem Marimbaphon (Sebastian Bauer mit dem Stück „Bonfires“) oder Carina Knott auf dem Klavier mit dem „Kobold“ von Edvard Grieg. Jonas Brunner zeigte sein Können auf der Geige mit dem barocken „Allegro in G-Dur“ von Joseph-Hector Fiocco. Die schnellen Sechzehntel liefen dabei wie am Schnürchen.

Begeistertes Klatschen für junge Pianistin



Vor der Pause bot Marie Ferstl, auch eine Preisträgerin des Wettbewerbs „Jugend musiziert“, eine Sonatine von Friedrich Kuhlau dar. Das Publikum klatschte bei diesem Vortrag sogar zwischen den Sätzen voller Begeisterung und ganz zu Recht, denn die junge Pianistin aus der Klasse von Luis Berra war ganz eins mit dem wunderbaren Konzertflügel.
In der Pause wurden die Konzertbesucher vom Förderverein der Landkreismusikschule Cham mit kühlen Getränken versorgt, und danach ging es abwechslungsreich weiter. Der Kopfsatz eines Violinkonzerts, vorgetragen von Elena Hierl mit Klavierbegleitung von Ewa Podwika, war der Einstieg in die zweite Hälfte des Programms. Raffael Hahn spielte ein Rudimental Snaredrum Solo mit dem Titel „Draggin´ The Seven“ und das Stück „Yellow After The Rain“ von Mitchel Peters auf dem Marimbaphon.

Einen weiteren Klavierbeitrag brachte Markus Kasparbauer zu Gehör, der im Januar auch am Wettbewerb „Jugend musiziert“ teilgenommen hatte. Jazzige Klänge kamen von Ludwig Lankes mit der eindrucksvollen Solotranskription von Michel Petrucciani des Welthits „Besame Mucho“ von Consuelo Velazquez.
Bruno Winter spielte einen Ragtime auf dem Xylophon, und Franziska Bauer ihr Prüfungsstück auf dem Klavier, mit dem sie am Samstag die Aufnahmeprüfung in die Frühförderklasse geschafft hatte. Der Moderator Siegi Mühlbauer konnte noch zwei weiteren Schülern, Emil Sponfeldner und Jakob Lausser, zu diesem Erfolg gratulieren.

Nächstes Jahr in der Förderklasse



Kurz vor Ende des Konzerts erfolgte die Urkundenübergabe der Freiwilligen Leistungsprüfungen D1 und D2 durch stellvertretende Landrätin Johanna Etti, Andreas Stögmüller, Leiter der Landkreismusikschule, und Hartmut Holzinger, Vorsitzender des Fördervereins. Sichtlich stolz waren die Schülerinnen und Schüler auf ihre Leistungen. Für einige von ihnen bedeutet das den Eintritt in die Förderklasse im nächsten Schuljahr.
Den Abschluss des herausragenden Konzerts boten Markus Kasparbauer am Klavier mit dem 1. Satz einer Sonate von Ludwig van Beethoven und Maria Speigl (Querflöte) mit der „Pie In The Face Polka“ von Henri Mancini.
Das Konzert zeigte eindrucksvoll, mit welcher Begeisterung die jungen Musiker bei der Sache sind. Wie viel Anstrengung dahintersteckt, mag man gar nicht erahnen. Deshalb: Hut ab für diesen Ehrgeiz und die Ausdauer!