Klimawandel
BeyondSnow arbeitet an Lösungen für den Wintertourismus: Anpassungsstrategie für den Arber

16.05.2024 | Stand 16.05.2024, 8:00 Uhr

Im letzten Winter hatte der Große Arber eine Saison von über 120 Tagen. Foto: Maria Frisch

Das über das EU-Programm Interreg Alpenraum geförderte Projekt BeyondSnow integriert alpenweit 13 Partner. Einer dieser Partner ist der European Campus Rottal-Inn der Technischen Hochschule Deggendorf. Ziel von BeyondSnow ist, neue Lösungen für die zukünftigen Herausforderungen kleiner und mittlerer Wintertourismus-Destinationen zu finden. Der jüngste Workshop dazu fand am Montag in Lam statt.

Eine der zehn Pilotregionen im Alpenraum ist die Region rund um das Skigebiet des Großen Arbers. Die TH Deggendorf betreut diese Pilotregion mit Analysen und Veranstaltungen für eine gemeinschaftliche Entwicklung einer Klima-Anpassungsstrategie.

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Die Gesprächspartner rückten bisher insbesondere folgende Handlungsfelder in den Mittelpunkt: Eine Verbesserung des Besuchermanagements an „starken“ Ski-Tagen, die weitere Optimierung der Infrastrukturen und der Beschneiung am Großen Arber, neue Lösungen für eine nachhaltige Mobilität, attraktive Alternativangebote in schneearmen Zeiten sowie die Saisonverlängerung durch neue innovative Urlaubs-Angebote.

Das Kernelement des Projekts BeyondSnow sind die aktivierenden Workshops in der Pilotregion am Großen Arber. Hier wird die regionale Klima-Anpassungsstrategie gemeinsam mit regionalen Interessensgruppen in den nächsten Wochen aus der Taufe gehoben. Touristische Akteure sind eingeladen, in Kooperation mit der Tourismusdestination Bayerischer Wald Maßnahmen für die Zukunft des Wintertourismus zu entwickeln.

Beim Workshop in Lam wurden bisherige Analyseergebnisse vorgestellt und mit den Teilnehmern die Weichen für die zukünftige Entwicklung im Hinblick auf den Winter-Tourismus gestellt: Wo liegen unsere Stärken und Potenziale? Welche Handlungsfelder und Maßnahmen stehen im Mittelpunkt für eine zukunftsfähige Entwicklung des Wintertourismus?

Neben individuellen Gesprächen mit regionalen Touristikern ist ein abschließender Workshop im Herbst 2024 geplant. Eine Einbindung weiterer wichtiger Akteure ist möglich. Interessierte sind eingeladen, sich zu melden.

kli