Mit Video und Bildern
Bezirksliga-Aufstieg nach Sieg gegen Haidenaab: Die ganze SpVgg Willmering-Waffenbrunn hüpfte

09.06.2024 | Stand 09.06.2024, 16:21 Uhr
Thomas Mühlbauer

„Hüpf WiWa Hüpf“ stand auf den Aufsteiger-Shirts der SpVgg Willmering-Waffenbrunn – eine Aufforderung, die sich Mannschaft, Verantwortliche und Fans nicht zweimal sagen lassen mussten. Fotos: Simon Tschannerl

Die SpVgg Willmering-Waffenbrunn hat es geschafft. Dank eines 2:0 (2:0)-Erfolges am Freitagabend gegen den ASV Haidenaab steigt die Süsser-Elf erstmals in die Bezirksliga auf. Der Erfolg vor 692 Zuschauern auf dem Sportgelände der DJK Dürnsricht kam nur selten in Gefahr, zu überlegen präsentierte sich der Chamer Kreisligavizemeister.



In der 6. Minute ging die WiWa schon in Führung. Ederer flankte zu Hyseni, der am zweiten Pfosten nur wenig Mühe hatte, die Kugel zum 1:0 über die Linie zu drücken. Die SpVgg kontrollierte die Partie.

In der 20. Minute brachte Haidenaabs Dötterl mit dem Mute der Verzweiflung aus 35 Metern einen Freistoß in Richtung Tor, doch die Kugel ging weit über den Kasten. Auf der Gegenseite war Ederer kaum zu stoppen und brachte eine gefährliche Flanke nach der anderen in Tornähe. In der 21. Minute kam Göttlinger per Kopf zum Abschluss, doch er brachte keinen Druck mehr hinter den Ball, so dass ASV-Keeper Reiß, der im Laufe der Partie zum besten Haidenaaber Spieler avancierte, klären konnte.

Lange Verletzungs-Unterbrechung



In der 37. Minute bot sich für die WiWa die Chance aufs 2:0, als Hyseni mehrere Gegenspieler ausspielte und Göttlinger bediente, der die Kugel übers Tor jagte. In der 43. Minute verletzte sich Haidenaabs Özkan bei einem Zweikampf an der Bande so schwer, dass die Partie für mehrere Minuten unterbrochen werden musste.

Lesen Sie auch: „Ganz besonderes Gefühl“: Popstar Leony freut sich auf ihr Heimspiel in Cham

In der 7. Minute der Nachspielzeit kombinierte sich die SpVgg durch die Hintermannschaft des ASV, schließlich hatte Göttlinger freie Bahn und traf zum 2:0 in den Winkel.

Nach dem Seitenwechsel wurde der ASV Haidenaab etwas mutiger. So zwang Steeger mit einem Distanzschuss Bindl zur ersten Parade (50.). In der 57. Minute bot sich für Hyseni per Freistoß die Chance auf das 3:0, doch abermals war Reiß zur Stelle. In der 62. Minute hielt der Anhang der SpVgg den Atem an, als nach einem Abwehrfehler Steeger frei auf Bindl zulaufen konnte, doch dem ASV- Stürmer versagten die Nerven. In der 65. Minute hätte die WiWa auf 3:0 stellen können, doch Fischer schoss drüber. In den Folgeminuten vergab die WiWa eine Vielzahl an Kontermöglichkeiten, doch der ASV war an diesem Abend so harmlos, dass der Erfolg der SpVgg nicht noch einmal ernsthaft in Gefahr geriet.

Heidenaabs Keeper war bester Mann



In der 85. Minute lief Hyseni alleine auf den ASV-Keeper zu, der einmal mehr Sieger blieb. So blieb es beim hochverdienten 2:0 (2:0)-Erfolg der SpVgg Willmering-Waffenbrunn gegen den ASV Haidenaab. Nach Spielschluss kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Doch nicht nur die SpVgg feierte am Platz, auch die Mannschaft des SV Diendorf, die die Partie mitverfolgt hatte, kam dazu. Denn durch den Erfolg der WiWa steigt der SV Diendorf in die Kreisliga auf. Schließlich wurden auch die Aufstiegs-T-Shirts ausgepackt auf denen zu lesen war „Hüpf WiWa Hüpf.“
„Das ist ohne Worte. Wir haben 90 Minuten das Spiel bestimmt. Der Erfolg war sehr verdient. Wir haben auch sehr viele Chancen ausgelassen, vor allem in der zweiten Hälfte. Aber ich denke, vier Wochen nach dem regulären Saisonende haben noch einmal alle alles investiert. Jetzt haben wir es endlich geschafft nach vielen Jahren“ sagte Sportlicher Leiter Martin Göttlinger.

Bezirksliga Nord oder Bezirksliga Süd?



Viel wurde schon über die Zusammenstellung der beiden Bezirksligen diskutiert, denn durch den Erfolg der SpVgg Wi-Wa gibt es deutlich mehr Mannschaften, die geografisch in den Süden eingruppiert werden müssten als in den Norden. So wird es wohl wieder einen Härtefall geben. Hierzu hat Göttlinger eine klare Meinung: „Die Vorschläge liegen auf dem Tisch. Im Endeffekt müssen wir es so nehmen, wie es ist.“ Doch eines darf nicht passieren: „Das Schlimmste wäre, wenn man die Chamer Vereine auseinanderreißt. Das wäre katastrophal.“