Wegen Landesgartenschau
Further Drachenstichfest muss umziehen: Verwaltung prüft derzeit zwei Standorte

18.09.2023 | Stand 18.09.2023, 6:01 Uhr

Gute Laune im Bierzelt: In den Jahren 2024 und 2025 geht das am Volksfestplatz nicht. Foto: Frimberger

Die Landesgartenschau 2025 (LGS) wirft einen langen Schatten. Für die kommenden zwei Jahre auch auf das Further Drachenstichfest (Landkreis Cham). Weil der Volksfestplatz für die LGS gebraucht wird, muss ein anderer Standort gefunden werden. Im Stadtrat berichtete Bürgermeister Sandro Bauer vom Stand der Dinge.



„Nach dem Drachenstich ist vor dem Drachenstich“, sagte Stadtrat Oskar Mühlbauer und verband die Feststellung mit der Frage an Bauer, wie und wo das Volksfest in den kommenden zwei Jahren abgehalten werden soll.

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„Ich bin derzeit auf der Suche nach einer Lösung“, antwortete der Rathauschef. Der Termin während der Drachenstichfestwochen soll dabei auf jeden fall bestehen bleiben. „Es wurden auch schon Gespräche mit den Schaustellern geführt.“ Klar, denn sollte man das Fest in den Jahren 2024 und 2025 nicht durchführen, „wird es schwer“, weil sich die Buden- und Fahrgeschäftsbetreiber dann andere Standorte suchen und in den Folgejahren möglicherweise nicht mehr zur Verfügung stehen würden. Gespräche wurden laut Bauer auch schon mit der Brauerei und dem Caterer geführt. Eine Ausschreibung des Festzeltes soll es in den kommenden beiden Jahren nicht unbedingt geben. „Wir suchen zeitnah nach einer funktionierenden Lösung. Schließlich brauchen Caterer und Brauerei Planungssicherheit.“ Derzeit werden zwei Standorte geprüft. Sobald es etwas zu berichten gibt, soll der Stadtrat informiert werden. Nur so viel ist laut Bauer sicher: Auch in den kommenden Jahren wird es ein Volksfest geben, „und natürlich werden wir auch einen Drachenstich 2025 haben.“

„Sonst sind wir raus.“



Stadträtin Jennifer Dietl wiederholte ihre Frage der zurückliegenden Sitzung, ob mit Hinblick auf notwendige Sanierungsmaßnahmen des Hallenbades bei der Sportstättenförderung des Bundes Interesse bekundet wurde. „Sonst sind wir raus.“ Konnte die Frage zunächst nicht beantwortet werden, informierte Bauer im Nachgang, dass die Förderstelle seitens der Stadtwerke kontaktiert wurde.

Nach dem Sachstand in Sachen Amtsgerichts-Sanierung erkundigte sich Stadtrat Günter Stelzer. Bauamtsleiter Alois Stoiber sagte, man habe inzwischen eine einvernehmliche Lösung mit dem Denkmalschutz gefunden – unter anderem waren vier Balken im Treppenaufgang der geplanten Bibliothek ein Streitpunkt.

Gute Kompromisse gefunden



„Wir haben gute Kompromisse gefunden, der fertige Bauantrag liegt jetzt beim Landratsamt.“ Auf Stelzers Nachfrage, ob es dann in diesem Jahr mit dem geplanten Baubeginn im Jahr 2024 nichts mehr werde, antwortete Stoiber: „Das Landratsamt hat alles, wir warten nur noch auf Zustimmung, dann kann die Stadt starten.“ Stadtrat Karl Macharowsky erkundigte sich, ob bereits Fördermittel beantragt worden seien. Bauer: „Wenn alles genehmigt ist, dann reichen wir die Förderung ein.“ Das sei so besprochen.