Problemmüll, Asbest, Schutt und Sperrmüll
Der Landkreis erhöht die Müllgebühren für selbst angelieferte Abfälle

26.02.2024 | Stand 26.02.2024, 16:56 Uhr

Der Chamer Kreistag hat die Gebührensatzung zum 1. April entsprechend geändert. Foto: Jan Woitas/dpa

Die Kreiswerke haben eine ganze Reihe von Argumenten geliefert, die nun die Entsorgung von selbst angelieferten Abfällen kräftig verteuern. Der Kreistag hat die Gebührensatzung zum 1. April entsprechend geändert. Betroffen sind asbesthaltige Stoffe, Bauschutt, Sperrmüll und Problemmüll mit Steigerungsquoten von teilweise mehr als 30 Prozent.

Die Kreiswerke führen neben einem Gerichtsurteil, das aktuelle Preise fordert und keine mehrjährigen Kalkulationen als Begründung Kostensteigerungen beim Personal, beim Transport und durch die Klimaabgabe (Maut) an. Durch die CO2-Bepreisung steige auch die Verbrennungsgebühr von 137 auf 178,50 Euro im Jahr 2027. Bei Problemabfällen sogar um 106 Prozent auf 44,71 Euro pro Tonne im Bereich der Annahmepauschale.

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Alle Vertragspartner der Kreiswerke, so die Begründung, hätten kurzfristig die Preise erhöht oder entsprechende Anträge gestellt

Die neuen Preise:

Zum 1. April gelten folgende Preise (in Klammern die alten Preise):


Für asbesthaltige Baustoffe und Erdreich pro Tonne 195 Euro (180); für Kleinmengen bis 200 Kilo 45 Euro (41);

Für Asbestzementrohre 315 Euro pro Tonne (290);

Für Kleinmengen Bauschutt, der auf die Deponie gebracht werden kann, pro Kubikmeter 45 Euro (38); für Anlieferungen unter 0,5 Kubikmetern pro zehn Liter 2 Euro (1,50);

Für Sperrmüll, der auf den Wertstoffhof gebracht wird 4,50 Euro pro Kubikmeter (3,50); Bei Abholung des Sperrmülls wird eine Anfahrpauschalte von 80 Euro fällig (40) und die Tonne Sperrmüll kostet 160 Euro (115);

Bei Problemmüll wird nach Abfallart entschieden:

Für Farben und Lacke je Kilo 1 Euro (0,70) bei einer Freimenge von fünf Kilo;

Für lösemittelhaltige Stoffe 2 Euro pro Kilo (0,70), Freimenge: 3 Kilo;

Für Pflanzenschutzmittel 2 Euro pro Kilo (1,30), Freimenge 1 Kilo;

Für Spraydosen mit schädlichem Restinhalt: 1 Euro pro Stück (0,50) bei einer Freimenge von 3 Stück.

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