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Der neue Lebensretter am Rodinger Rathaus: Defibrillator installiert

19.02.2024 | Stand 19.02.2024, 17:00 Uhr

„Er ist ganz einfach zu bedienen, niemand muss Angst haben, ihn im Notfall zu benutzen“: Bürgermeisterin Alexandra Riedl und Geschäftsleiter Josef Kaml vor dem neuen öffentlich zugänglichen Defibrillator am Personaleingang des Rodinger Rathauses. Foto: Oliver Hausladen

„Wir wollen die größtmögliche Sicherheit schaffen, wenn ein Notfall am Herz eintreten sollte“, erläutert Bürgermeisterin Alexandra Riedl, warum nun ein Defibrillator am Personaleingang des Rodinger Rathauses installiert worden ist. Der potenzielle Lebensretter ist an jedem Tag 24 Stunden lang für die Öffentlichkeit zugänglich, sagt die Rathaus-Chefin.

Riedl betont, dass das Gerät sehr einfach in der Handhabung sei – niemand müsse Angst haben, etwas falsch zu machen. „Der Defibrillator sagt einem genau, was zu tun ist, wenn man ihm rausgeholt hat“, erläutert die Bürgermeisterin. Bei Erster Hilfe gelte es ohnehin, sofort etwas zu tun, betont sie.

Wer das Gerät benötigt, kann es jederzeit nutzen, erklärt Riedl, eine Anmeldung bei der Stadtverwaltung sei nicht nötig. Nur wenn der Defibrillator genutzt worden ist, sollte eine Meldung erfolgen, „weil wir ihn ja dann auch wieder aufladen und gegebenenfalls warten müssen“, erläutert die Rathaus-Chefin.

Suche nach Standort

Mit dem Gerät am Rathaus und den weiteren Defibrillatoren beim Stockschützen-Heim am Esper und in der Dreifachturnhalle sieht sie den Innenstadtbereich Rodings nun sehr gut gewappnet, falls Notfälle am Herzen auftreten sollten.

Geschäftsleiter Josef Kaml erläuterte, dass der neue Defibrillator über ein spezielles Förderprogramm für Kommunen angeschafft wurde. Über das Landratsamt ging der Antrag an die Regierung. 1620 Euro kamen aus der Förderung, bei Gesamtkosten in Höhe von 3540 Euro. „Wir wollten wenn dann auch ein sehr gutes Gerät haben, das einfach in der Handhabung ist“, erläutert Kaml. Geliefert wurde der Defibrillator von einer Firma in Furth im Wald, die Zusammenarbeit sei sehr gut gewesen, lässt Kaml wissen.

Ursprünglich war der Gedanke gewesen, den neuen Defibrillator am Haupteingang des Rathauses anzubringen, das habe sich im Bezug auf die Stromversorgung aber als nicht durchführbar erwiesen, sagen Riedl und Kaml. Mit dem Standort am Personaleingang sei nun aber eine gute Lösung gefunden worden, sind sich die beiden einig.

Regelmäßige Schulungen

Damit auch das Personal im Rathaus im Umgang mit dem Defibrillator sowie in Erster Hilfe allgemein geschult ist, finden regelmäßig Kurse statt, berichtet Kaml. Der letzte im September und Oktober, der in Zusammenhang mit dem Bayerischen Roten Kreuz durchgeführt worden ist, sei sehr gut besucht gewesen, freut sich der Geschäftsleiter.“

Damit auch die Bürger im Rathaus wissen, wer ihnen im Notfall helfen kann, wurden „Ersthelfer“-Schilder bei den entsprechenden Namen angebracht. „In diesem Bereich sind wir gut aufgestellt“, sind sich Riedl und Kaml sicher.

Was ist ein Defibrillator?



Medizinisches Spezialgerät: Ein Defibrillator, auch Schockgeber, oder im Fachjargon und als Handelsname Defi, ist ein medizinisches Gerät zur Defibrillation und unter Umständen zur Kardioversion.

Gezielte Stromstöße: Es kann durch gezielte Stromstöße Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern und Kammerflattern (Fibrillation) oder ventrikuläre Tachykardien, Vorhofflimmern und Vorhofflattern beenden (Kardioversion).

Verwendungsorte: Defibrillatoren werden auf Intensivstationen, in Operationssälen, in Notaufnahmen sowie in Fahrzeugen des Rettungsdienstes bereitgehalten.

An öffentlichen Gebäuden: Seit den 1990er Jahren werden die Geräte in Form automatisierter externer Defibrillatoren auch zunehmend in öffentlich zugänglichen Gebäuden wie Bahnhöfen, Flughäfen und an anderen Orten für eine Anwendung durch medizinische Laien bereitgestellt.
Kein Ersatz für Herz-Lungen-Wiederbelebung: Ein Defibrillator verbessert die Chancen einer erfolgreichen Herz-Lungen-Wiederbelebung, kann sie aber nicht ersetzen.