Mit Video und Interview
Die DJK Vilzing gab einen Sommerempfang zum Auftakt in die neue Regionalliga-Saison

16.06.2024 | Stand 16.06.2024, 19:00 Uhr |
Thomas Mühlbauer

Die DJK Vilzing lud zum Start in die neue Regionalliga-Saison zum ersten Mal zu einem Sommerempfang. Fotos: Simon Tschannerl

Am Freitagabend fand der erste Sommerempfang des Regionalligisten der DJK Vilzing im Autohaus Breu in Cham statt. Durch das Programm führte der Geschäftskundenbetreuer der DJK Stefan Schmidbauer. Sein Gruß galt dem Geschäftsführer des Autohauses Thomas Breu mit seinem Team.



In einem kurzen Rückblick sagte Schmidbauer, dass die DJK eine Saison gespielt habe, die die ganze Region stolz gemacht hat. Allerdings kann dies nur gelingen, wenn man zahlreiche gute Partner an seiner Seite hat.

Eine sensationelle Saison

Vilzings Vorsitzender Klaus Kernbichl sagte, dass die DJK ein bodenständiger Verein bleiben werde. „Die abgelaufene Saison war einfach sensationell“, sagte Kernbichl. Mit dem Tor des Monats Juli von Max Putz und dem späteren Platz drei beim Tor des Jahres wurde die DJK in der ganzen Republik bekannt. Kernbichl wünschte sich wieder eine erfolgreiche Saison mit vielen erfolgreichen Spielen am Huthgarten.

Im Lauf der Veranstaltung folgte eine erste Fragerunde mit Trainer Josef Eibl, der von Schmidbauer zwei Themen genannt bekam.

Vilzings Sportlicher Leiter Sepp Beller sagte, dass so ein hochklassiger Fußball, wie er in Vilzing gespielt wird, nur mit entsprechenden Sponsoren an der Seite möglich ist. Deshalb dankte er allen, die die DJK dabei unterstützen. Chams Bürgermeister Martin Stoiber sagte, dass er sich sehr darüber freue, dass in der Stadt Cham so hochklassiger Fußball gespielt wird. Stoiber fügte an, dass sich die DJK den Erfolg in den vergangenen Jahren hart erarbeitet habe. Er wünsche sich, dass die Mannschaft erneut so erfolgreich spielt wie in der abgelaufenen Saison.

Roland Dachauer und Sepp Beller stellten gemeinsam die bisher bekannten Neuzugänge der DJK Vilzing vor. Das sind: Luis Bezjak (U21 Jahn Regensburg), Levente Raki (U 19), Simon Sedlaczek (SV Donaustauf), Erol Özbay (SC Luhe-Wildenau), Jonas Goß (SV Schalding-Heining), Jonas Blümel (SpVgg Hankofen-Hailing)

Noch tätig auf Transfermarkt

Abschließend dankte Dachauer den Sponsoren: „Wir haben mittlerweile über 100 Partner an unserer Seite. Bei der DJK Vilzing sei man unglaublich stolz auf die vergangene Saison, in der einmalige Fußballfeste gefeiert wurden. Allerdings machte der Abteilungsleiter auch deutlich, dass es keinesfalls die Erwartungshaltung für die Saison 2024/2025 sein kann, dass die DJK den zweiten Platz bestätigt oder gar toppt. Ziel sei der Klassenerhalt.

Aktuell stehen der DJK 17 Feldspieler zur Verfügung. Jonas Blüml und Lukas Schröder werden bis zur Winterpause fehlen. Beide haben sich einen Kreuzbandriss zugezogen. „Wir haben qualitativ bereits eine sehr gute Mannschaft. Ich denke, wir sind absolut konkurrenzfähig“, sagte Dachauer.

Allerdings werden die Vilzinger laut Dachauer „auf jeden Fall in den nächsten Wochen noch auf dem Transfermarkt“ tätig sein. Ziel für die DJK sei, die ein oder andere große Mannschaft am Huthgarten zu ärgern. Zum Abschluss des Sommerempfanges stellte Jim-Patrick Müller das Projekt Team Bananenflanke vor. Dazu wurden Bälle mit der Unterschrift der Spieler angeboten, die gegen eine Spende erworben werden konnten.

Interview mit Josef Eibl und Sepp Beller



Wie sehr freuen Sie sich auf den Trainingsauftakt am Montag ?
Josef Eibl: Die Vorfreude ist groß, wir haben lange Pause gehabt mit vier Wochen zur Regeneration.

Es gibt bisher acht Ab- und sieben Neuzugänge. Wie sehr reizt es Sie, mit der neuen Mannschaft zu arbeiten?
Josef Eibl: Das reizt sehr. Wenn man ehrlich ist, verlässt uns mit Christian Kufner genau ein Stammspieler. Andere wichtige Kräfte verlassen uns auch. Die tun uns sportlich und menschlich weh, aber es waren keine Stammspieler. Wir bekommen junge, hungrige Spieler dazu.

Der Meister der Regionalliga Bayern steigt direkt auf, wie schwer wird es für die DJK, den Klassenerhalt zu schaffen?
Josef Eibl: Wir werden in den ersten Wochen der Vorbereitung sehen, wie sich die Neuzugänge machen, wie wir uns als Mannschaft zusammenfinden. Wenn die DJK in der Saison 2025/26 Regionalliga spielt, war es eine erfolgreiche Saison. Nach dem zweiten Platz sind die Erwartungen gestiegen.

Wer wird das Rennen um die Meisterschaft machen?
Ich sehe Mannschaften wie Würzburg oder auch Schweinfurt ganz vorne. Schweinfurt hat sich gut verstärkt. Und auch mit den zweiten Mannschaften ist zu rechnen, aber einen klaren Favoriten sehe ich aktuell nicht.

Hinter Ihnen liegen arbeitsreiche Wochen. Wie sehr freuen Sie sich auf den Trainingsstart?
Sepp Beller: Wir hatten zwei schwere Verletzungen. Lukas Schröder und Jonas Blümel haben sich das Kreuzband gerissen. Das heißt, dass wir auf dem Transfermarkt noch einmal tätig werden. Wir wollen noch einen Spieler verpflichten. Dann sind wir bis zur Winterpause durch.

Wie schwer ist es, so kurzfristig noch Ersatz zu finden?
Sepp Beller: Normalerweise beginnen wir im Oktober und November damit, Kontakte zu knüpfen und potenzielle Neuzugänge zu kontaktieren. Wir haben einen großen Pool, bekommen immer wieder Tipps.

Die DJK geht mit einer jungen Mannschaft an den Start. Wie schnell kann sie sich entwickeln?
Sepp Beller: Wir haben ganz junge Spieler verpflichtet, die in ihrem Verein Leistungsträger waren. Man darf nicht vergessen, wir haben aus unserer Stammmannschaft mit Marco Pledl und Christian Kufner nur zwei Spieler verloren. Alle anderen sind noch da. Die müssen jetzt vorneweg marschieren. Die Jungen werden ins kalte Wasser geworfen und müssen sich jetzt freischwimmen.

Am 7. Juli kommt Zweitligaaufsteiger Regensburg nach Vilzing. Wie sehr freuen Sie sich auf dieses Spiel?
Sepp Beller: Man kann nicht jedes Jahr gegen einen Zweitligisten spielen. Und dann noch Jahn Regensburg aus der unmittelbaren Umgebung. Ich hoffe auf viele Zuschauer. Die Spieler und das Umfeld freuen sich auf dieses Highlight.