Partnerstadt
Domažlice plant Beitrag bei der Landesgartenschau in Furth im Wald – Verschiedene Angebote möglich

25.05.2024 | Stand 25.05.2024, 11:00 Uhr |

Stanislav Antoš, Bürgermeister von Domažlice, und sein Further Kollege Sandro Bauer suchen nach gemeinsamen Auftrittsmöglichkeiten bei der Landesgartenschau im kommenden Jahr. Daran sind auch LGS- Prokuristin Tina Heigl, Geschäftsführer Robert Sitzmann, Veranstaltungsplanerin Sandra Kleemann und Jana Svobodová von der Stadtverwaltung Domažlice interessiert. Foto: Heidi Wolf, Landesgartenschau Furth 2025

Die tschechische Partnerstadt Domažlice will sich mit einem eigenen Beitrag auf der Landesgartenschau (LGS) im nächsten Jahr präsentieren. Wie das Programm genau aussieht, wird in den in den nächsten Wochen geklärt.

Diese Zusage gab Bürgermeister Stanislav Antoš kürzlich in einem Gespräch mit seinem Further Kollegen Sandro Bauer sowie LGS-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern, die ihr Anliegen so formulierten: „Wir wollen gute Gastgeber auch für unsere tschechischen Nachbarn sein. Wenn sie ebenfalls zu diesem einzigartigen Sommerfest kommen, wird es eine runde Sache!“

Stanislav Antoš stellte bei dem Termin im LGS-Büro Jana Svobodová vor, die in der Stadtverwaltung Domažlice die Zusammenarbeit für die Landesgartenschau Furth im Wald 2025 koordiniert. Sie hält dabei engen Kontakt zu Kamil Jindřich, den Vorsitzenden des Komitees für Partnerschaft, der das Projekt Landesgartenschau auch schon im Stadtrat von Domažlice vorgestellt hat.

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Zusätzliche Details vor allem über die Baumaßnahmen, die Furth im Wald nachhaltig verändern werden, schilderten Bürgermeister Sandro Bauer und LGS-Geschäftsführer Robert Sitzmann mit einer Power-Point-Präsentation.

Theaterprojekt unter freiem Himmel



Prokuristin Tina Heigl warb für das kulturpädagogische Theaterprojekt unter freiem Himmel, das der Schauspieler Christian Erdt – ein gebürtiger Further – während des Festivals mit Jugendlichen von beiden Seiten der Grenze verwirklichen möchte. Es soll dabei um den Aufstieg und den Niedergang der Glasindustrie im bayerisch-böhmischen Kulturraum und die Auswirkungen auf die umliegende Natur- und Kulturlandschaft gehen.

Geplant ist ein offener, mobiler Bühnenraum aus Glas, der nach ökologischen Gesichtspunkten gebaut wird, für alle zugänglich ist und in dem sich Natur und Mensch widerspiegeln. Als Standort des „gläsernen Theaters“ ist die freie Wiese am Chamb vorgesehen. „Für dieses Projekt brauchen wir große Unterstützung, und es wäre schön, wenn Sie sich daran beteiligen würden“, sagte Tina Heigl.

Teile des tschechischen Programms stehen schon fest



Sandra Kleemann, im LGS-Team für das Veranstaltungsprogramm verantwortlich, berichtete von ihrer Zusammenarbeit mit dem Centrum Bavaria Bohemia in Schönsee. Zwei Wochenenden und ein Donnerstag mit tschechischem Programm stünden bereits fest, unter anderem mit der Kafka Band und dem Wandertheater der Brüder Petr und Matěj Forman.

Kleemann bot Antoš und Svobodová Auftrittsmöglichkeiten auf der großen Bühne an, am Chor- und Bläsertag sowie an den verschiedenen Mottotagen von „Sagenhaft viel mitmachen“ an den Montagen bis „Sagenhaft viel Kultur“ an den Wochenenden. Für 137 Tage buntes Kulturprogramm werde in einem gedruckten Heft mit einer derzeit geplanten Auflage von 150.000 Exemplaren geworben, sagte Sandra Kleemann.

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Sie möchte auch bei der „Schule im Grünen“ zweigleisig fahren: Schulklassen aus Tschechien, die Unterricht buchen, und tschechische oder tschechisch-sprachige Referenten oder Experten, die interaktiven Unterricht auf der Landesgartenschau anbieten.

Partnerschaftsgarten und gemeinsames Wochenende



Bürgermeister Sandro Bauer freute sich, dass Domažlice während des großen Sommerfestes als Partnerstadt sichtbar sein will. Das könne auch ein Partnerschaftsgarten in einer Größe bis zu hundert Quadratmetern sein, der dauerhaft bestehen bleibe. „Und ein gemeinsames Wochenende, das Furth und Domažlice gemeinsam gestalten“, lockte Bauer. Einzige Einschränkung von Stanislav Antoš: „Es darf nicht im August sein, denn da haben wir unser Chodenfest!“