Katastrophenschutzleiter
Große Ehre: Tobias Muhr vom BRK in Cham nahm das Verdienstkreuz am Bande entgegen

01.03.2024 | Stand 01.03.2024, 19:00 Uhr

Finanz- und Heimatminister Albert Füracker überreichte den Bundesverdienstorden an Tobias Muhr. Foto: StMFH/Christian Blaschka

Finanz- und Heimatminister sowie MdL Albert Füracker überreichte am Freitag das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an den Chamer BRK-Katastrophenschutzleiter Tobias Muhr. Füracker gratulierte bei der Übergabe in Nürnberg am Freitag zu der vom Bundespräsidenten verliehenen hohen Auszeichnung für hervorragende Leistungen für das Gemeinwohl.

„Sie werden als Experte im Bereich des Katastrophenschutzes hoch geschätzt und haben sich bei der Pandemiebekämpfung in außergewöhnlicher Weise um das Gemeinwohl verdient gemacht“, wandte sich Füracker in seiner Rede an den Chamer.

Tobias Muhr sei seit 20 Jahren ein hoch engagiertes Mitglied der Bereitschaft Cham I des Kreisverbandes Cham des Bayerischen Roten Kreuzes. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als Rettungssanitäter habe er sich vertieft mit den Gefahren von chemischen, biologischen, radioaktiven sowie nuklearen Stoffen auseinandergesetzt und sei schnell zum absoluten Fachexperten auf diesem Gebiet geworden.

An vorderster Front agiert

2010 absolvierte er die Ausbildung zum Einsatzleiter im Katastrophenschutz für den Rettungs- und Sanitätsdienst. Seit 2011 berät er als Landesfachdienstleiter die Führungsgruppe des Katastrophenschutzes des Freistaates Bayern.

Bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie sei Muhr von Beginn an stets an vorderster Front dabei gewesen und habe sich auch dort über die bayerische Landesgrenze hinweg schnell einen Ruf als kompetenter Ansprechpartner und Organisator gemacht. Wertvolle Erfahrungen hierfür konnte der Geehrte bereits als Seuchenspezialist für die Bundesregierung bei der Bekämpfung der Ebola-Epidemie in Westafrika in den Jahren 2014 und 2015 sammeln.

Lesen Sie hier: Der Rettungsdienst im Landkreis Cham ist fit für 2024 – hat aber auch Sorgen

„Herr Muhr hat sich seit Frühjahr 2020 umfassend und mit viel Engagement im Krisenstab des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege, in der Stabsarbeit des BRK auf sämtlichen Verbandsebenen sowie in den Beratungsgremien des Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration eingebracht“, sagte Füracker weiter. Auch habe er den Gesundheitsämtern stets mit Rat und Tat zur Seite gestanden. „Tobias Muhr war jederzeit bereit, selber anzupacken, wo immer seine Hilfe benötigt wurde“, so der Minister weiter.

Darüber hinaus habe er mit großem organisatorischen Geschick die Pandemiebekämpfung unterstützt. Viel beachtet worden sei ein eigens von ihm ausgearbeitetes Teststellenkonzept. Zudem habe er maßgeblich an der Konzeption von Sonderkrankenhäusern zur Pandemiebewältigung mitgewirkt.

Landesweit gewirkt

Weiterhin habe Muhr ein landesweites Konzept zur Planung, Errichtung und zum Betrieb von Impfzentren und mobilen Impfteams durch die Hilfsorganisationen in Bayern erarbeitet.

„Seit 20 Jahren haben Sie, sehr geehrter Herr Muhr, mit vorbildlichem Engagement und großer fachlicher Kompetenz im Bereich des Katastrophenschutzes wichtige Beiträge zum Wohl der Allgemeinheit geleistet“, würdigte der Finanz- und Heimatminister das Engagement des Chamers. Als Anerkennung für dessen große Verdienste um das Gemeinwohl, während der Corona-Pandemie und darüber hinaus, überreichte der Politiker ihm im Namen des Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz am Bande.