Bauprojekt
Kinderkrippe in Treffelstein ist offiziell eingeweiht worden

17.06.2024 | Stand 17.06.2024, 19:00 Uhr |
Christa Bucher

In der Kinderkrippe „Kleine Funkelsterne“ segnete Pfarrer Albert Hölzl nicht nur die Räumlichkeiten, sondern vor allem auch das Personal, das hier täglich zu tun haben wird. Foto: Christa Bucher

Es war ein großer Tag für die Gemeinde Treffelstein: Am Sonntag ist die neue Kinderkrippe offiziell eingeweiht worden. Dass die mehr als gelungen ist, zeige allein ein Blick in die Räumlichkeiten, die die Buben und Mädchen Tag für Tag mit Leben erfüllen, sagte Bürgermeister Helmut Heumann.

Dabei machte er aber keinen Hehl daraus, dass es sich hier um ein finanzielles Großprojekt handelte. Rund 1126000 Euro hat die kleine Gemeinde in ihre Zukunft investiert.

Was Heumann dabei besonders freut: Der gesamte Gemeinderat sei von Anfang an voll hinter dem Vorhaben gestanden. Als kluger Schachzug habe sich erwiesen, schon im Herbst 2022 mit den Arbeiten zu beginnen. Der milde Winter tat das Seinige dazu und so konnte im September vergangenen Jahres der Krippenbetrieb starten. Der Bürgermeister hob in seiner Rede auch den großen Einsatz des Personals, der Bauarbeiter, besonders des Bauleiters Alois Spießl, und seines Verwaltungschefs Johann Braun hervor. „Gemeinsam haben wir das von vielen nicht für möglich gehaltene Eröffnungsziel geschafft“, sagte er.

Geld aus Berlin fehlt

Trotz aller Freude – einen Wermutstropfen gab es: die fehlende Förderung aus Berlin. „Was helfen Fördertöpfe, wenn keine Mittel eingestellt werden?“, fragte Heumann. Dieser Umstand und die damals explodierenden Preise für Heizung und Sanitär führten dazu, dass der Eigenanteil der Gemeinde von veranschlagten 220000 Euro auf annähernd 700000 Euro angestiegen ist. „Schade“, sagte Heumann, bedankte sich dafür aber umso mehr beim Freistaat, dass er seine Förderzusage einhalte.

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Kinderhausleiterin Katja Margraf und Krippenleiterin Marion Bindl verrieten dann, wie Kinder und Personal ihr neues Domizil finden. „Wir fühlen uns richtig wohl“, sagten sie, gestanden aber auch, dass die Bauphase nicht leicht gewesen sei. „Die Kinder fanden es aber trotzdem spannend.“ Der Start im September habe dann reibungslos geklappt.

Der Dank der zwei Leiterinnen galt der Gemeinde, die dem Kinderhaus (fast) alle Wünsche erfülle. Überhaupt laufe die Zusammenarbeit sehr harmonisch ab. Kinder, Erzieherinnen und Mitarbeiterinnen seien stolz, ein Teil dieses Projekts gewesen zu sein. „Wir haben hier einen Wohlfühlort geschaffen“, lautete ihr Resümee.

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Elisabeth Aumann-Bierl vom Architekturbüro Aumann und Bauernfeind machte aus ihrem Herzen keine Mördergrube. Der Krippenneubau sei für sie eine Art Herzensprojekt gewesen. Und das sei mehr als gelungen, sagte Aumann-Bierl und erläuterte, was alles gemacht wurde.

Auch Bundestagsabgeordnete Martina Engelhardt-Kopf zeigte sich vom neuen Kinderhaus beeindruckt. Die Gemeinde habe damit beste Voraussetzungen für die Kinderbetreuung geschaffen. „Damit habt ihr den Grundstein für die Zukunft gelegt“, sagte sie. Und ihr Landtagskollege Dr. Gerhard Hopp hätte sich gar keinen schöneren Termin vorstellen können. Auch er ist davon überzeugt, dass Treffelstein mit dem Kinderhaus beste Rahmenbedingungen geschaffen hat.

Finanzieller Kraftakt

Und das, obwohl es ein finanzieller Kraftakt war, wollte Karl Holmeier herausstellen. Der Bundestagsabgeordnete a.D. war in Vertretung des Landrats gekommen. Er lobte die Gemeinde, dass sie trotz fehlender Bundesmittel den Mut gehabt habe, zu investieren. Es sei die richtige Entscheidung gewesen, sagte er.

Pfarrer Albert Hölzl oblag es, den Segen Gottes für die Kinder, das Personal und alle, die in der Kinderkrippe und im Kindergarten ein- und ausgehen, herabzurufen. Sie seien es, die die Räume mit Leben erfüllen. „Eigentlich müssten hier und heute die Kinder sitzen, weil die Räumlichkeiten für sie geschaffen wurden“, meinte Hölzl. Doch das wäre für diese wahrscheinlich mehr als langweilig. Aus diesem Grund wolle er die Einweihung der Kinderkrippe „kleine Funkelsterne“ kindgerecht nachfeiern.

Am Nachmittag konnten die neuen Räumlichkeiten dann von der Bevölkerung besichtigt werden.