Vorreiterin in Roding
Langjährige Vize-Bürgermeisterin und CSU-Vorsitzende Gisela Westermeier feiert 85. Geburtstag

23.02.2024 | Stand 23.02.2024, 8:00 Uhr

Sie wünscht sich zu ihrem heutigen 85. Geburtstag vor allem Gesundheit und „dass es mit Roding weiter aufwärts geht“: die langjährige CSU-Vorsitzende und 2. Bürgermeisterin Gisela Wes-termeier. Foto: Oliver Hausladen

Sie war als Rodinger CSU-Ortsvorsitzende und 2. Bürgermeisterin eine Vorreiterin für Frauen in der Lokalpolitik: Gisela Westermeier feiert am heutigen Freitag ihren 85. Geburtstag. Das Geschehen in der Politik hat sie auch weiterhin im Blick, sagt sie, und freut sich, dass es im Gegensatz zu früher mittlerweile normal ist, dass Frauen in der Lokalpolitik Verantwortung übernehmen, unter anderem mit drei amtierenden Bürgermeisterinnen im Altlandkreis Roding.

Die Entwicklung Rodings sei sehr beachtlich, findet Westermeier, und ebenso, wie sich der Anteil an Frauen im Stadtrat entwickelt habe. Seit 55 Jahren lebt die gebürtige Münchnerin schon mit ihrem Ehemann Hans in der Kleinstadt in der Oberpfalz. Hier hätten sie damals „bei den sehr netten Menschen in Roding“ schnell Anschluss gefunden, auch beruflich habe alles gepasst: Ihr Gatte arbeitete in der Kartoffelbrennerei der Genossenschaft in der Schorndorfer Straße, sie kümmerte sich um die Buchhaltung und arbeitete später auch als Sekretärin im Abgeordnetenbüro von Markus Sackmann.

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Dass sie im Jahr 1984 den Vorsitz des Rodinger CSU-Ortsverbandes übernahm, war zu jener Zeit eine große Besonderheit: Westermeier war die erste Frau in der Oberpfalz überhaupt, die an der Spitze einer städtischen CSU stand. Zuvor hatte sie bereits als Vorsitzende der Rodinger Frauenunion ehrenamtlich Verantwortung übernommen. Vor ihrer Zeit in Roding war sie politisch nicht engagiert, sie habe aber damals ein Zeichen setzen wollen, dass auch Frauen politisch Verantwortung übernehmen können und wollen.

1990 zog sie dann erstmals auch in den Rodinger Stadtrat ein, es folgten zwei Legislaturperioden als zweite Bürgermeisterin, nachdem Rathaus-Chef Franz Reichold sie gefragt hatte, ob sie den Posten übernehmen würde.

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Westermeier war trotz ihrer Führungspositionen immer bekannt dafür, sich nicht in den Vordergrund zu stellen, sondern ihre zahlreichen Aufgaben gewissenhaft und ruhig zu erledigen. Sie habe einiges bewegen können und zahlreiche Menschen kennengelernt, blickt sie zufrieden zurück, auch wenn es eine arbeitsreiche Zeit gewesen sei.

Sehr wichtig war und ist für sie die Städtepartnerschaft Rodings mit dem 18. Bezirk Budapest, zu einigen Ungarn seien echte Freundschaften entstanden. Für ihren Einsatz ist Westermeier mit der Bürgermedaille der Stadt geehrt worden.

Politisch aktiv ist Westermeier schon seit einigen Jahren nicht mehr, jedoch interessiert sie sich immer noch sehr für das Geschehen, das sie aufmerksam verfolgt. Vor allem über die Stadtpolitik ist sie nach wie vor sehr gut informiert.

Ihren 85. Geburtstag feiert die Jubilarin im Kreise von guten Freunden sowie Mitgliedern von Vereinen, bei denen sie Mitglied ist. Was sie sich wünscht? „Dass es mit Roding weiterhin aufwärts geht und persönlich vor allem Gesundheit für mich und meinen Mann.“