Aufführung in Rötz
Leonhard Hofstetter beschirmt das diesjährige Märchen der Schwarzenburg-Festspiele

28.05.2024 | Stand 28.05.2024, 8:00 Uhr

Per Handschlag begrüßte Hans-Jürgen Porsch (l.) den diesjährigen Schrimherrn Leonhard Hofstetter (r.). Fotos: Günther Hofmann

„Herr Leo, Sie sind ein Musterbeispiel für einen Ureinwohner!“ Das sagte Frau Settergren, alias Steffi Porsch, zu Leonhard Hofstetter anlässlich des Schirmherrnbittens für das diesjährige Märchen „Pippi in Taka-Tuka-Land“.

Am Sonntagabend traf sich die Spielerschar der Schwarzenburg-Festspiele zu einem besonderen Anlass auf der Burg. Der Schirmherr sollte offiziell in sein Amt eingeführt werden. Dafür hatte man sich in diesem Jahr an Leonhard Hofstetter gewandt. Schwarzwihrbergs Vereinsvorsitzender Hans-Jürgen Porsch sagte bei seiner Begrüßung: „Jedes Jahr brauchen wir einen Schirmherrn!“ Natürlich auch in diesem Jahr wieder. Außerdem führte er noch aus, dass der Verkauf für das Märchen überragend läuft.

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Aber Hofstetter wurde nicht einfach so gefragt, ob er das wichtige Amt übernehmen will. Steffi Porsch hatte sich wieder hingesetzt und extra ein Stück geschrieben. Dabei spielte sie die Lehrerin und die Schauspieler des Stückes präsentieren sich als Schüler. Und die trieben es ziemlich bunt, allen voran Hansi und der Polizist – der Bulle von Rötz. Auch Regisseur Bernhard Hübl ließ es sich nicht nehmen, bei dem Spaß mitzumachen.

Leo ist ein Ureinwohner

Und Hansi stellte auch fest, dass alle Einwohner auf Taka-Tuka eine „Uhr“ haben. Die Lehrerin konnte es aber gleich aufklären, dass es sich um Ureinwohner handelt. Dann bat sie Hofstetter mit ins „Klassenzimmer!“ „Sodala, dieser fesche Herr ist jetzt unser Musterbeispiel. Nennen wir ihn Leo. Kinderlein, sagt schön ‚Grüß Gott‘ zu unserem Herrn Leo!“ – „Grüß Gott Herr Leo“, ertönte es. Herr Leo war dann das Musterbeispiel für die Erklärung eines Ureinwohners.

„Auf jedem Fleckchen Erde, wo Menschen leben, gibt es Menschen, die schon länger da sind als alle anderen. Und so werden wir im Taka-Tuka-Land auf diese sogenannten Ureinwohner treffen, aber auch bei uns am Schwarzwihrberg gibt es Menschen, die schon ganz lange da sind, länger als wir Alle. Und so ein Schwarzwihrberg-Ureinwohner ist unser Herr Leo. Ein anderes Wort für Ureinwohner ist Eingeborener oder Einheimischer. Ein Ureinwohner ist tief verwurzelt mit dem Ort, wo er lebt. Er ist ‚immer schon‘ da, und verlässt diesen Heimatort nur äußerst ungern und deswegen selten“, erklärte die Lehrerin.

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Dann fiel den Kindern in der Klasse einiges ein, was sie schon alles von Herrn Leo gelernt haben, auch schon früher beim Guttensteiner. Und auch über den zukünftigen Schirmherrn hatten sie so einiges auf Lager. Und damit der Herr Leo vielleicht auch ein gutes Wetter machen kann, wurde ihm von Hans-Jürgen Porsch ein praktisches Utensil überreicht, den Schirm-Herrn-Schirm.

Seit fast 30 Jahren dabei

Hofstetter war ziemlich perplex und blieb auch dann gleich noch beim einem Fremdwort: „Chapeau – das bedeutet Hut ab!“ Es ehre ihn ganz besonders beim 16. Märchen die Schirmherrschaft übernehmen zu dürfen. „Ich habe auch schon einen Bittgang gemacht!“ Und er werde alle Kräfte sammeln. Dazu gehört natürlich die ganze Familie.

Wenn er sich die lange Liste von Schirmherrinnen und Schirmherrn anschaut und welche Mandatsträger schon da waren dann sei er „The normal one“, sagte Hofstetter mit einem Lächeln. Er bedankte sich beim „Erfolgsgaranten“ Bernhard Hübl. Wenn er sich so umschaut, sehe er, dass aus smarten Bübchen so richtige Kerl geworden sind. Es sind ja doch schon fast 30 Jahre, dass er bei den Festspielen dabei ist.

Zum Schluss meinte er noch, dass das Wetter beim Schirmherrnbitten das richtige Omen für das Märchen ist und er sagt auf jeden Fall „Ja“ auf die Bitte des Vereins. Auch den Bergwirt Harald Grauvogl holte Hofstetter noch zu sich: Der kleine Junge von früher hat Flügel bekommen!“ „Hunger Herr“ hat früher der Bauer zum Guttensteiner gesagt und darum lud Hofstetter alle ein zu einer Bayerischen Brotzeit, die Harald Grauvogl hergerichtet hatte.

Zusammenarbeit seit 1996

Bevor es so weit war, richtete Hübl noch das Wort an den Schirmherrn. Eine kurze Zeitreise ins Jahr 1996. Dort begann die Zusammenarbeit mit Hofstetter und darum ist es ein besonderes Schirmherrbitten. „Durch dich wurden die Festspiele weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und du hattest und hast immer noch eine große Verbundenheit zu den Festspielen. Auch dein Vater war bereits Schirmherr beim Guttensteiner. Auf eine gute Saison!“

Zusammen mit seiner Frau Evi eröffnete der Schirmherr 2024 dann in der Berghütte das Buffet und es wurde auf eine hoffentlich wieder grandiose Saison bei den Schwarzenburg-Festspielen angestoßen.

whg