Popstar
Leony trägt sich in das Goldene Buch der Stadt Cham ein und ist stolz auf ihre Heimat

16.06.2024 | Stand 16.06.2024, 22:37 Uhr |
Ferdinand Schönberger

Empfang im Rathaus: Sängerin Leony mit Hund Marlie, ihren Eltern Daniela und Ronald Burger (außen), ihren Omas Marlies und Resi sowie Bürgermeister Martin Stoiber Fotos: Ferdinand Schönberger

„We’re on fire tonight“ – Wir sind impulsiv, kraftvoll, singt Leony im offiziellen UEFA-Song zur Fußball-Europameisterschaft, zusammen mit dem italienischen Dance-Trio Meduza und der US-Band OneRepublic. Das Lied passt nicht nur perfekt zur EM, sondern auch für die Sängerin selbst, deren Name mit „die Starke“ übersetzt wird.



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Am Tag nach dem Eröffnungsspiel trat Leony am Abend beim „Bayern3-Fresh-Festival“ auf dem Volksfestplatz in Cham auf. Vorher hatte die Stadt schon am frühen Samstagnachmittag zum Empfang mit Eintrag in das Goldene Buch geladen.

Karriere ging es stetig bergauf



Bürgermeister Martin Stoiber mit Amtskette hieß dazu im Kleinen Sitzungssaal des Rathauses zusammen mit dem Stadtrat und den Ehrenbürgern Leo Hackenspiel und Manfred Zollner die aus Chammünster stammende Künstlerin mit bürgerlichem Namen Leonie Burger, deren Eltern Daniela und Ronald, ihre Omas Resi und Marlies sowie die Bandmitglieder willkommen. Stoiber erinnerte daran, dass sich Leony schon 2014 zusammen mit ihren Freunden als Unknown Passengers in das erste, seit 1928 existierende Goldene Buch der Stadt eintragen durfte. Anlass war, dass das Trio bei der RTL-Castingshow „Rising Star“ gewonnen hatte.

Mit Leonys Karriere ging es seither stetig bergauf: ein Vertrag bei Sony Music in Australien, ein erster in Schweden veröffentlichter Song, zusehends gefragte Sängerin, die mehrere Instrumente spielt und die Charts stürmt, eine Songwriterin auch für andere Künstler, 2023 Jurorin bei DSDS und über eine Milliarde Streams. Sie habe sich, so Stoiber, damit ihren Kindertraum erfüllen können. Mit ihrer Familie als Anker sei sie hartnäckig, bodenständig, heimatverbunden und lebe ihren Traum, auch wenn sie in einer ganz anderen Liga spiele, in der man die Natürlichkeit verlieren könne. Zum Erreichten könne man nur gratulieren, bei all dem Stress dauerhaften Erfolg und Gesundheit wünschen sowie stolz sein, was mit diesem besonderen Moment gewürdigt werde.

Leony lebt in Berlin, doch Cham bleibt Heimat



Leony dankte allen für ihr Kommen und freute sich über die Einladung. Auch wenn sie seit ein paar Jahren in Berlin wohnt, bleibe Cham ihre Heimat mit Familie und Freunden. Sie sei auch stolz auf ihre Herkunft und finde es schön, dazu beizutragen, dass man woanders in höchsten Tönen von der bayerischen Kultur spreche. Für sie sei es etwas Besonderes, zum ersten Mal als Leony (mit Ypsilon, wie sie sich sich seit einigen Jahren nennt) in Cham aufzutreten, worauf sie gespannt und ein bisschen aufgeregt sei.

Dann bat Stoiber sie um einen weiteren Eintrag in das Goldene Buch der Stadt, was schon eine Besonderheit darstelle. Darin hätten sich Politiker und Persönlichkeiten der Gesellschaft verewigt, so 1976 die Bundestagspräsidentin Annemarie Renger als erste Frau. Seit 2022 werde eine Neuauflage verwendet, in die Leony die Worte schrieb: „Liebe Stadt Cham! Vielen Dank für die andauernde Unterstützung und dass ich mich zum zweiten Mal in das Goldene Buch der Stadt eintragen darf. Ich bin stolz, aus Cham zu sein und komme immer wieder mit sehr viel Freude in den Ort zurück.“

Danach gab sie gerne Autogramme, so auch an eine Reihe junger Fans. Sie, Töchter jener Bediensteten der Stadt, welche die Feier vorbereitet hatten, wollten unbedingt ihr Idol kennenlernen.

Im Gespräch erzählte Leony: „Ich glaube, ich habe schon gesungen, als ich noch gar nicht sprechen konnte. Zu Hause war ich immer von Musik umgeben.“ Als Kind habe sie in alle Freundebücher geschrieben: „Wenn ich groß bin, werde ich Sängerin.“ Es sei das Schönste, jeden Tag mit seinen besten Freunden Musik machen zu dürfen.

Altbürgermeister Hackenspiel fasste das Ereignis in seiner ihm eigenen Art mit einem abgeänderten Bibelspruch zusammen: „Und du, Cham, bist keineswegs die geringste unter den Künstlerstädten, denn aus dir wird hervorgehen: Leony.“