Budenstadt vor Klosterkirche
Lichterketten und Schneefall sorgen für Winterwunderland beim Adventsmarkt in Neukirchen

06.12.2023 | Stand 06.12.2023, 8:00 Uhr

Sankt Nikolaus mit seinem Gefolge besuchte den Neukirchner Adventsmarkt Fotos: Helga Brandl

Pünktlich zum 21. Neukirchner Adventsmarkt rieselten am Freitag dicke Schneeflocken vom Himmel und verzauberten, gepaart mit glitzernden Lichterketten, den Kirchenvorplatz in eine romantische Winterwunderwelt. Der Duft von frischen Waffeln, Popcorn, Gyros, Pizza und Bosna-Bratwürsten, von Glühwein und Tannenharz lag in der Luft, und weckte bei den Besuchern weihnachtliche Gefühle.

Es gab Plätzchen und Christstollen, Honig, Feuerzangenbowle und natürlich weitere Bayerwald-Schmankerln und heiße Getränke, die insbesondere von innen wärmten. Eingepackt in wärmende Jacken, mit Mützen und Schals war die Kälte gut zu ertragen. Nach Herzenslust schlenderten die Besucher durch die stimmungsvoll illuminierte Budenstadt und verweilten in behaglicher Atmosphäre an den adventlich geschmückten Ständen. Die Pfarrkirche Mariä Geburt verströmte in ihrem Innerern behagliche Wärme und lud zum stillen Gebet ein.



Zur Eröffnung entbot Bürgermeister Markus Müller im Namen der Marktgemeinde allen Kindern und Erwachsenen ein herzliches Grüß Gott und dankte dem neuen Pfarrer Augustinus für sein Einverständnis, den Adventsmarkt vor der Wallfahrtskirche stattfinden zu lassen. Sein Dank galt aber auch allen Standbetreibern und Mitgliedern der Vereine für ihre Arbeit und das vielfältige Angebot sowie Maria Fischer für die Organisation, Elektromeister Hans Kerscher und dem Bauhof für die großartige Unterstützung. In seinem Grußwort unterstrich Pfarrer Augustinus Kozdra die Bedeutung der Adventszeit als eine Zeit der Erwartung, die dazu anregt, darüber nachzudenken, wie wir mit Zeit umgehen. Zeit ist ein Geschenk. Es ist ja vor allem Zeit, die uns für den anderen – für unseren Nächsten – fehlt. Zeit für andere finden, ihnen geduldig zuhören, mit ihnen etwas unternehmen, das ist ein wunderbares Weihnachtsgeschenk. Sein Wunsch an die Besucher: besinnliche Stunden auf dem Weihnachtsmarkt und eine friedvolle Adventszeit.

Der diesjährige Adventsmarkt wurde im Wallfahrtsort für Hunderte von Gästen zu einem inspirierenden Erlebnis mit stilvollen Dekorations-, Geschenk- und Genießer-Ideen. Geschmückte Holzbuden begrenzten im Karree aufgestellt das weitläufige Terrain am Kirchenvorplatz. Verkaufsstände sowie Pavillons mit süßen und pikanten Delikatessen verwandelten den Platz in ein weihnachtliches Traumland. Es funkelte und glitzerte, wobei eine vielfältige Warenpalette zum Erwerb lockte. Ebenso wurden Fair-Trade-Waren aus dem Eine-Welt-Laden angeboten. Um der abendlichen Kälte ein Schnippchen zu schlagen, verweilten einige Besucher in der Nähe mehrerer Feuerstellen.

Sehnlichst erwarteten die Kinder den Nikolaus (Simon Keml), den das Läuten der Kirchenglocken ankündigte. Zielsicher schritt der stattliche „Himmelsbote“ in Begleitung von Knecht Ruprecht und dreier Engeln durch die große Menschenmenge, und war im Nu von den ungeduldig wartenden Mädchen und Buben umringt. Mit gemischten Gefühlen verharrten die Kleinsten auf Papas Arm, während die Größeren auf Tuchfühlung mit dem „hohen Gast“ gingen und sich an vorderster Front postierten, um seiner Geschichte aus dem Goldenen Buch zu lauschen. Unter Mithilfe der Engel verteilte der Nikolaus die begehrten Geschenke an die Kids.

Eine Kleinbesetzung des Blasorchesters Furth im Wald stimmte auf die Adventszeit mit weihnachtlichen Melodien ein. Zahlreiche Waren wechselten die Besitzer, ehe sich der Adventsmarkt zu späterer Stunde im Dunkel der Nacht auflöste.

kbr