Hotel Waldschlößl
Marianne und Sepp Maurer feiern Goldene Hochzeit und spenden 7665 Euro für krebskranke Kinder

28.06.2023 | Stand 14.09.2023, 22:27 Uhr

Marianne und Sepp Maurer feierte ihre goldene Hochzeit und überreichten im Anschluss eine großzügige Spende an Irgmard Bräu (Mitte) von der Bettina-Bräu-Stifung. Foto: Diana Binder

„Man muss fest zammhalten!“ Das ist das Geheimnis einer glücklichen Ehe. Und wer könnte es besser wissen, als Marianne und Sepp Maurer? Die beiden Senior-Chefs vom Hotel Waldschlößl auf der Höllhöhe konnten vor kurzem ihr goldenes Ehejubiläum feiern.

50 Jahre sind sie nun verheiratet, und so richtig fest gestritten haben sie in all den Jahren eigentlich nie, sagen sie. Absolut einig waren sich die beiden auch darüber, dass sie zu ihrem Ehrentag keine Geschenke wollten, sondern lieber Spenden für krebskranke Kinder. So übergaben sie am Wochenende 7665 Euro an Irmgard Bräu für die Bettina-Bräu-Stiftung.

Sonne strahlt mit Jubelpaar um die Wette


Es war eine goldene Hochzeit, wie sie im Buche steht: Auf den Tag genau nach 50 Jahren traten Marianne und Sepp Maurer am 26. Mai noch einmal in Neurandsberg vor den Traualtar. Die Sonne strahlte mit dem Jubelpaar und allen Gästen um die Wette. Familie, Freunde, Angestellte und natürlich die beiden Söhne Sepp und Ludwig, die diesen Tag für ihre Eltern ausgerichtet hatten, waren gekommen, um das besondere Ereignis zu feiern.

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Nach dem Gottesdienst mit Pater Martin, gesanglich gestaltet von den Stoiber Deandln, ging’s mit der Kutsche hinunter auf den Hof nach Schergengrub. Hier ist Marianne Maurer aufgewachsen – und hier hat sie auch ihren Sepp kennengelernt in ganz jungen Jahren. „Er hat mir schon immer gefallen“, erinnert sie sich gern. „Aber er war natürlich mit seinem Motorrad, seinem Cowboy-Hut und dem flotten Rollkragenpullover gefragt bei den Deandln.“ Schließlich aber gab es nur ein „Deandl“, für das sich Sepp Maurer interessierte, irgendwann hat es gefunkt zwischen ihnen und sie sagten „Ja“ zueinander – ein Versprechen, das auch 50 Jahre später noch gilt.

Vom Gasthaus mit Pension zum 4-Sterne-Wellnesshotel



Natürlich waren die Zeiten nicht immer einfach, vor allem waren sie sehr arbeitsreich. Aber die beiden haben sich immer gegenseitig wertgeschätzt und geachtet und können nun mit Stolz auf ihr „Waldschlößl“ blicken, das sie aus eigener Kraft, mit ganz viel Fleiß von einem Gasthaus mit Pension zum modernen 4-Sterne-Wellnesshotel aufgebaut haben. „Wir freuen uns sehr, dass es nach uns weiter geht, auf der Höllhöhe und in Schergengrub. Das ist wahrlich nicht selbstverständlich“, sagt Marianne Maurer an ihre beiden Söhne gerichtet, die das Lebenswerk ihrer Eltern weiterführen und stetig erweitern.

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Auf dem Hof in Schergengrub, den Sohn Ludwig mit seiner Frau Stephanie übernommen und zu einem kuliniarischen Hotspot in Deutschland gemacht hat, wurde dann entsprechend gefeiert. Es gab ein Buffet mit kulinarischen Köstlichkeiten, aber auch beste Unterhaltung durch die „Original Bayrisch-Böhmischen“. Sogar ein Brautstehlen nach altem Brauch durfte nicht fehlen. „Also des war bestimmt die scheenste goldene Hochzeit, die ich je erlebt hab“, zog Sepp Maurer senior Bilanz. Dankbar für diesen wundervollen Tag wollten die beiden aber selbst etwas Gutes tun. Schon im Vorfeld hatten sie von ihren Gästen erbeten, keine großen Geschenke zu machen, sondern lieber für den guten Zweck zu spenden. Es sind 7665 Euro zusammengekommen, die am Sonntag an Irmgard Bräu überreicht wurden.

Die Gründerin der Bettina-Bräu-Stiftung nahm das Geld herzlich gerne, aber „auch total sprachlos“ entgegen. „Damit können wir wieder vielen Kindern und ihren Eltern helfen. Vielen, vielen Dank“, sagte Bräu, die selbst ihre damals sechsjährige und an Leukämie erkrankte Tochter verloren hatte. Seitdem hat sie es sich zur Lebensaufgabe gemacht, krebskranken Kindern zu helfen. So unterstützt die selbstlos tätige Stiftung Forschungsprojekte oder hilft bei der Finanzierung von Elternwohnungen nahe der Kinderklinik.

„Mein allergrößter Wunsch ist, dass kein Kind mehr an Krebs sterben muss, weil die Medizin und die Forschung so weit ist, wirklich helfen zu können“, erklärte Bräu. Bis dahin sei es natürlich noch ein weiter Weg – aber mit Spenden wie der vom Ehepaar Maurer sei ein weiterer Schritt gemacht.