Marienheimverein
Neue Vorstellungen beim Kindergartenneubau in Eschlkam erfordern Beratungen

30.06.2023 | Stand 14.09.2023, 22:17 Uhr

Was mit dem Marienheim letztendlich wird, muss vom Gemeinderat noch geklärt werden. Foto: Schillbach

Der Marienheimversammlung ging ein Gottesdienst in der Pfarrkirche voraus, bei dem der sieben verstorbenen Patienten der ambulanten Pflegestation gedacht wurde. Nach dem Gottesdienst versammelten sich die Mitglieder zur Jahresversammlung im Pfarrheim. Vorsitzender Pfarrer Josef Pöschl hieß alle willkommen, besonders Bürgermeister Florian Adam.

Kindergartenleiterin und Schriftführerin Stefanie Fenzl berichtete, dass im Kindergartenjahr 2022/2023 insgesamt 119 Kinder die Einrichtung besuchen. Sie erläuterte das schwierige Thema Warteliste und die Aufnahmekriterien.

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Für 13 Kinder konnte der Wunschkindergartenplatz vormittags nicht erfüllt werden. Da die Eltern der Korridorkinder (Kinder die im Juli/August/September sechs Jahre alt werden) bis Mitte April Zeit hatten zu entscheiden, ob ihre Kinder die Schule besuchen oder nicht und außerdem die Genehmigung der vierten Vormittagsgruppe durch das Landratsamt erst Ende Mai mündlich erteilt wurde, konnten die Zu- und Absagen erst kurz vor Pfingsten an die Eltern verschickt werden. Alle Beteiligten seien für die Zukunft um eine Lösung sehr bemüht.

Pfleger an Belastungsgrenze

Der nächste Tagesordnungspunkt war der Bericht der Ambulanten Krankenpflege durch Teamleiterin Daniela Stoiber. Von der Pflegestation Marienheim werden rund 70 Personen von sieben Pflegekräften versorgt. Das Angebot umfasst die ambulante Pflege, die Tagespflege sowie die Urlaubs- und Verhinderungspflege.

Daniela Stoiber führte aus, dass der hauswirtschaftliche Bereich immer mehr nachgefragt wird. Gleichzeitig ist aber nicht mehr Personal verfügbar, sie hob hervor, dass durch den großen Zusammenhalt im Team die Arbeit zu schaffen sei, man aber schon an die Belastbarkeitsgrenzen komme. Auf Nachfrage sagte sie, dass beim Kooperationspartner Vinzentiusverein Furth im Wald die gleiche Situation herrsche. Auch dort sei das Personal knapp.

Es folgte der Kassenbericht von Franz Seidl, der Auskunft über die Einnahmen und Ausgaben gab. Die Kasse wurde geprüft von Bettina Penzkofer und Margit Peinkofer. Die Entlastung der Vorstandschaft wurde von der Mitgliederversammlung per Handzeichen erteilt.

Pfarrer Pöschl übergab das Wort an Bürgermeister Florian Adam und dankte gleichzeitig für die gute Zusammenarbeit und die Übernahme des Kindergartendefizits. Bürgermeister Adam dankte Pfarrer Pöschl und der Kindergartenleitung für die gute Zusammenarbeit.

Florian Adam erläuterte ausführlich den Stand der Planungen des Kindergartenneubaus. Die Marktgemeinde habe eine Machbarkeitsstudie erstellen lassen und nun verschiedene Planungsvarianten vorliegen. Vier dieser Varianten wurden geplant mit dem jetzigen Standort des Kindergartens, eine Variante mit einem Grundstück am Ahornweg, das der Marktgemeinde bereits gehört. Damit am jetzigen Standort, der nach Aussage des Bürgermeisters der beste Platz für den Kindergarten sei, weiter geplant werden könne, müsse die Marktgemeinde Eschlkam Eigentümerin der Grundstücke sein.

Rege Diskussion

Hierüber ergab sich im Anschluss eine rege Diskussion der anwesenden Mitglieder, denn der Marienheimverein hatte bereits in der Jahresversammlung 2022 beschlossen, die Grundstücke an die Marktgemeinde zu verkaufen. Dem Verein wurde im Frühjahr von der Marktgemeinde ein Angebot bezüglich des Grundstückskaufs gemacht, mit dem sich die Vereinsvorstandschaft einverstanden erklärte.

Da der Bürgermeister nun in die Jahresversammlung andere Vorstellungen mitgebracht hat, ergibt sich für den Verein eine veränderte Situation, die erst noch mit dem Caritasverband der Diözese Regensburg und dem Finanzamt abgeklärt werden müssen.

Pfarrer Pöschl berichtete noch kurz über die Umstellung des Einzugs der Mitgliedsbeiträge auf SEPA-Lastschrift. Hierzu waren alle Mitglieder angeschrieben worden. Von den 255 angeschriebenen Personen haben sich inzwischen rund 210 zurückgemeldet, wovon ein großer Teil diese Möglichkeit nutzen möchte. Aber auch die Barzahlung oder Überweisung des Beitrages ist weiterhin möglich.

kbi