Rossmarkt in Bad Kötzting
Fotos: Rosserer trotzten dem Dauerregen und präsentierten Süddeutsche Kaltblüter und Ponys

19.05.2024 | Stand 20.05.2024, 7:04 Uhr
Isabell Dachs

Stefan Schedlbauer (rechts) brillierte zusammen mit Sandro Sturm in der Ungarischen Post. Foto: Isabell Dachs

Im dritten Jahr veranstaltetet die Kaltblut- und Haflingerzüchtervereinigung Bayerischer Wald in diesem Jahr den Rossmarkt am Pfingstsamstag, nachdem sie ihn vom Reit- und Fahrverein übernommen hatte.



Allerdings hielt der andauernde Regen die Zuschauer etwas ab, und auch der Auftrieb der Pferde zog sich dadurch etwas in die Länge. Mit knapp 60 Tieren gab es aber dann auf der Amberger Wiese doch genügend zu bestaunen, und das schlechte Wetter tat der guten Laune keinen Abbruch.

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Den Anfang im Präsentationsring machte Michael Mühlbauer aus Zeltendorf mit seinem Rappgespann und dem Ehrenvorsitzenden der Rosserer, Willi Schedlbauer, in der Kutsche. Ihm folgte Schirmherr Markus Hofmann, der zusammen mit dem Pfingstbrautpaar Eva Maria Schreiner und Andreas Kolbeck nebst Begleitern Felix Pfeffer und Andreas Oexler in einer Ehrenkutsche von Michael und Fritz Bummer vorfuhr.

Mehr Informationen und Themen finden Sie hier: Pfingsten in Bad Kötzting

Das Stadtoberhaupt hatte die Schirmherrschaft für diese Traditionsveranstaltung wieder gerne übernommen und überreichte eine Spende.

Unter dem Sattel und in der Kutsche



Die aufgetriebenen Pferde und Ponys wurden an der Hand, unter dem Sattel und in der Kutsche im Ring vorgestellt, Hans Hofmann hatte die Rolle des Ansagers übernommen. In der Hauptsache wurden Süddeutsche Kaltblüter gezeigt, ist doch der Bayerische Wald neben dem Oberland Zuchtgebiet dieser Pferde. Ob im Gespann oder unter dem Sattel, präsentiert wurde in jedem Fall die Vielseitigkeit der Tiere, die eng mit dem österreichischen Noriker verwandt sind. Mit einem Sechserzug Rappen und Brauner waren Jaqueline und Rudolf Seidl für den Markt und trotz des schlechten Wetters extra aus Unterzettling mit der Wagonette „auf der Achs“ herkutschiert, um ihre Tiere zeigen zu können.

Publikumslieblinge waren die Ponys



Publikumslieblinge bei der Schau waren auch ganz klar die Ponys, vor allem, als der erst einjährige Franz Vogl das Pony „Rosi“ zusammen mit seinem Bruder Alois an der Hand vorführte. Der Wirt von Denkzell, Stefan Schedlbauer, zeigte seine Süddeutschen Kaltblüter zuerst im Vierspänner in der Kutsche, der zwölfjährige Florian Schedlbauer präsentierte sich danach als bereits versierter Fahrer im Zweispänner. Vater Stefan brillierte später nochmal zusammen mit Sandro Sturm in der Ungarischen Post. Besonderheit bei dieser ist es, dass der „Reiter“ auf zwei Pferden gleichzeitig steht, was vor allem auf den inzwischen nassen Pferden nicht ganz einfach war.

Das Further Ritterpaar Eva Baier und Ludwig Fleischmann war mit Rittertrainer Willi Späth ebenfalls zu Gast am Rossmarkt und wurde von der Familie Lamecker kutschiert. Viele Pferdebesitzer sind treue Beschicker des Marktes und Jahr für Jahr auf dem Pferdemarkt anzutreffen, beispielsweise die Familie Preisser aus Lederdorn, oder die Süddeutschen Kaltblüter aus dem Stall von Josef Schedlbauer in Bad Kötzting und Hans Ettl aus Denkzell. Gehandelt wird nur noch selten, aber alle zeigen voller Stolz ihre prächtig herausgebrachten Tiere.

Amazonen zeigten ihr Können, wie Kerstin Kufner, die den Deckhengst „Samu“ der Familie Wittmann vorstellte, oder Cora Pöllmann mit ihrem Tinker. Auch die Familie Witscher, Holzrücker aus Eibenstock im sächsischen Erzgebirgskreis, die seit vielen Jahren ihre Pferde an Pfingsten nach Bad Kötzting bringt, war mit ihren schweren Kaltblütern am Rossmarkt vertreten. Mit seinen schweren Warmblütern zeigte Manfred Fritz aus Geiselhöring außerdem gekonnt das Fahren im Viererzug.