Pfingsten in Bad Kötzting
Rossmarkt und Zugleistungswettbewerb: Ein Wochenende für die Pferdefreunde

13.05.2024 | Stand 13.05.2024, 19:00 Uhr

Der Wettbewerb der Zweispänner verspricht steht‘s besondere Spannung. Foto: Isabell Dachs

Mit zwei Veranstaltungen haben sich die Mitglieder der Kaltblut- und Haflingerzüchtervereinigung am kommenden Pfingstwochenende wieder Großes vorgenommen, so dass Pferdebegeisterte voll auf ihre Kosten kommen.

In bewährter Weise wird der Rossmarkt den Auftakt zu den Feierlichkeiten in Bad Kötzting geben. Am Pfingstsamstag beginnt ab 8 Uhr der Auftrieb der Pferde auf der Wiese gegenüber dem Volksfestplatz. Ab 9 Uhr werden die Tiere einzeln im Ring vorgestellt und kommentiert. Auch dürfen sich die Zuschauer auf Schaueinlagen freuen.

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Grundsätzlich sind alle gesunden Pferde zugelassen, die aus einem seuchenfreien Stall kommen. Eine bunte Mischung an Rassen ist erwünscht. Die Pferde sollen an der Hand, unter dem Sattel oder vor der Kutsche vorgestellt werden. Die Präsentation der Tiere wird im Vordergrund stehen, es werden aber auch Verkaufspferde angeboten werden. Die Beschicker werden gebeten, den vorher ausgefüllten Meldezettel mitzubringen und ihre Pferde am Pfingstsamstag von 8 bis 8.30 Uhr im Veranstaltungsbüro anzumelden. Die Meldung kann auch vorab online erfolgen, der Meldezettel ist erhältlich unter www.pferdezüchtervereinigung-bayrwald.com unter Pfingsten 2024. Der Veranstalter weist darauf hin, dass spätere Anmeldungen aus organisatorischen Gründen nicht mehr angenommen werden können. Den ganzen Pfingstsonntag über wird dann der Zugleistungswettbewerb ebenfalls auf der Amberger-Insel stattfinden. Ab 9 Uhr treten dort die Fuhrleute mit ihren starken Pferden im Ein- und Zweispänner gegeneinander an. Bereits seit 1975 ist diese Veranstaltung ein Zuschauermagnet und Tausende von Besuchern fiebern mit, wenn die vierbeinigen Athleten um den Sieg kämpfen. Ziel ist es, einen mit Gewichten beladenen Schlitten in einer vorgeschriebenen Zeit über eine Distanz von 40 Metern zu ziehen. Das Gewicht wird nach jedem erfolgreichen Durchgang erhöht, wobei sich das zu ziehende Gewicht auf das Körpergewicht des Pferdes bezieht. Wer die 40 Meter in der vorgegebenen Zeit nicht durchzogen hat, scheidet aus. Sieger ist, wer im letzten Durchgang die weiteste Zugstrecke in zurückgelegt hat. In Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt Cham haben die Rosserer heuer einige Änderungen im Sinne des Tierschutzes erarbeitet. So wird die Zeit für den Zug ab dem dritten Durchgang nur mehr 30 Sekunden betragen. Veranstalter und der anwesende Amtstierarzt werden ein großes Augenmerk darauf haben, dass das Reglement strikt eingehalten wird. Bei der Veranstaltung dürfen Fuhrleute ihr/e Tier/e lediglich mit der Stimme antreiben, so dass die Pferde das zu ziehende Gewicht nur aus freiem Willen bewegen.

Je nach Bodenbeschaffenheit werden von Einzelgespannen über eineinhalb Tonnen Gewicht bewegt. Selbst aus dem Oberland, Baden-Württemberg, Österreich, Tschechien und den neuen Bundesländern reisen Teilnehmer an. In drei Einzelklassen bis 750 kg, bis 850 kg und über 850 kg Eigengewicht, treten die Wettbewerber gegeneinander an. Die Königsdisziplin wird dann die der Zweispännerklasse sein, wobei sich der Veranstalter aber vorbehält, diese bei schlechter Witterung ausfallen zu lassen.

kid