Jagdrevier Rittsteig
„Sauerei“: Unbekannte entsorgten im Landkreis Cham Reste von zwei Wildschweinen

25.02.2024 | Stand 25.02.2024, 17:09 Uhr

Der Tatort bei Neurittsteig: Knochen, Laufstücke und Schwarten von zwei Wildschweinen hatte ein unbekannter Täter einfach in den Wald geworfen. Foto: Heitzer

Nahe einer Staatsstraße im Jagdrevier Rittsteig im Landkreis Cham stieß eine Spaziergängerin am Freitag auf Reste von zwei Wildschweinen, die einfach in den Wald geworfen worden waren.



Revierpächter Walter Heitzer barg die beiden Schwarten, Knochen und Teile der Läufe und entsorgte sie ordnungsgemäß in der von ihm betriebenen Konfiskat-Sammelstelle der BJV-Kreisgruppe Bad Kötzting. Der Revierpächter versteht nicht, wer Konfiskat von Schwarzwild, durch das die Afrikanische Schweinepest (ASP) eingeschleppt werden könnte, einfach in den Wald wirft, obwohl es kostenlos bei zwei Sammelstellen abgeliefert werden kann.

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Heitzer ist sich sicher, dass die beiden Wildschweine nicht in seinem Revier erlegt wurden. Die Herkunft der Knochen, Läufe und Schwarten ist jedoch nicht nachweisbar. Er informierte umgehend am Freitag die Veterinärbehörde und die Untere Jagdbehörde am Landratsamt Cham über den Fund, der die Gefahr birgt, dass von der Afrikanischen Schweinepest betroffenes Schwarzwild erlegt und vermutlich ohne Untersuchung auf Belastung durch Cäsium 134 und ohne tierärztliche Kontrolle auf Trichinen verwertet wurde. „Wir Jäger dürfen dann diese Sauerei wieder beseitigen“, sagt Heitzer, obwohl aufgrund der festgesellten Reifenspuren die Wildschweinreste mit einem Auto in sein Revier gebracht wurden.

Einerseits werde ein Riesenaufwand betrieben, um frühzeitig die Gefahr einer ASP-Einschleppung zu vermeiden, andererseits tauche dann eine solche Schlamperei auf, die noch dazu völlig unnötig sei, weil eine geordnete und kostenlose Entsorgung in einer der beiden Konfiskat-Sammelstellen der BJV-Kreisgruppe Bad Kötzting möglich wäre.

kad