Neue Rektorin
Stefanie Brunner wurde in ihr Amt als Leiterin der Grundschule Cham eingeführt

20.02.2024 | Stand 20.02.2024, 20:00 Uhr
Claudia Peinelt

Bürgermeister Martin Stoiber überreichte zur Amtseinführung an Stefanie Brunner ein Graf Luckner-Packerl. Fotos: Claudia Peinelt

Kinderlachen, gute Gespräche, viele Gäste und Lehrer – und mittendrin eine zwar nervöse, aber gut gelaunte Stefanie Brunner: Am Dienstagnachmittag wurde sie offiziell in ihr Amt als Schulleiterin an der Grundschule Cham eingeführt, in der sie bereits seit 1. August 2023 wirkt.

Die Mensa hatte sich in einen bunten, festlichen Raum verwandelt. Auch Schulamtsdirektor Andreas Lindinger war gekommen. „Die Position als Schulleiterin ist eine wichtige und anspruchsvolle Rolle im Bildungsbereich. Als Schulleiterin tragen Sie die Verantwortung für die Leitung einer Schule, die Förderung des Lernens und die Entwicklung von Schülern und Lehrern“, sagte er zu Brunner.

Offene Kommunikation

Die in Zwiesel geborene Rektorin war nach einigen anderen Stationen stellvertretende Schulleiterin in Roding, bis sie 2023 mit der Leitung der Grundschule Cham beauftragt wurde. Als deutliche Stärke der Niederbayerin nannte Lindinger deren offene und klare Kommunikation mit allen am Schulleben beteiligten Personen. Eine Schulleiterin solle eine klare pädagogische Vision für die Schule entwickeln und umsetzen, um den Bildungserfolg zu maximieren. Ebenso sei die Kommunikation mit Lehrern, Schülern, Eltern und der Gemeinschaft entscheidend. Dies alles treffe auf Brunner zu, so der Schulamtsdirektor. „Die Bildungslandschaft ändert sich ständig. Schulleiterinnen müssen sich kontinuierlich weiterbilden, um auf dem neuesten Stand zu bleiben und die Schule erfolgreich zu führen. Die Bereitschaft zur Weiterentwicklung haben Sie in Ihrer bisherigen Laufbahn bewiesen.“

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Dass die Schulleiterin für ihre Stöckelschuhe, ihre bunte Kleidung und ihre laute Stimme bekannt ist, zeigten die Schüler in kurzen Sätzen auf. Sie bereiteten ihrer „Frau Brunner“ einige Überraschungen. Lieder hatten sie mit ihren Lehrerinnen eingeübt, und kleine akrobatische Brückenbauer waren zu sehen.

Viele neue Ideen, neue Ziele und sehr viel frischen Wind habe Brunner in den vergangenen 200 Tagen ihrer Zeit als Schulleiterin bereits in die Schule gebracht, so Konrektorin Regina Stöhr. Die Kinder stünden bei Brunner an erster Stelle, und sie selbst stehe voll hinter ihren Lehrerkollegen.

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Bürgermeister Martin Stoiber freute sich, dass er und sein Kollege, Vize Walter Dendorfer, zur Feierstunde eingeladen waren. Lachend gratulierte er Brunner zu ihren ersten 200 Tagen an der Schule, und das ganz ohne „Abnutzungserscheinungen“. Wie Stoiber feststellte, merke man sehr wohl, dass neuer Wind an der Grundschule wehe. Es seien bereits neue Akzente gesetzt worden. Er lege sehr viel Wert auf die Schulen im Stadtgebiet, betonte der Bürgermeister. Stadt und Schule wollten die Grundschule auf neue bauliche Wege führen. Das Areal Grundschule werde sich neu und weiterentwickeln. „Es wird einiges auf die Grundschule und Sie Frau Brunner zukommen“, sagte das Stadtoberhaupt. Es werde eine neue, bunte und moderne Grundschule entstehen. An die 25 Millionen Euro würden darin investiert.

Dank an die Familie

Brunner dankte für alle lobenden Worte. Als sie die Zusage als Schulleiterin an der Grundschule Cham bekam, habe es unterschiedliche Reaktionen in ihrem Umfeld gegeben, erzählte sie. Ein Teil habe sich mit ihr gefreut, habe ihr Mut für das neue Amt zugesprochen. Ein anderer Teil habe sich eher negativ geäußert. „Ich habe mich oft gefragt, aus welchen Erfahrungen heraus diese Aussagen resultierten, denn die Menschen, die diese Äußerungen trafen, haben sich weder die Mühe gemacht, mich als Person kennenzulernen, noch meine familiäre Struktur, die mein Mann, meine Kinder und ich uns gemeinsam geformt haben“, meinte sie. Sie dankte ihrer Familie, die immer hinter ihr stehe.

Mit einem Videoclip lud sie die Schulfamilie und die Gäste zu einem halben Jahr Rückschau in der Grundschule ein. „Es gäbe nichts Schlimmeres für mich, als innerhalb der Schule gesellschaftlich isoliert in meinem kleinen, kahlen Bürostübchen dahinzuvegetieren. Ich will ein Teil des Ganzen sein, der innerhalb dieses Ganzen eine feste Aufgabe erfüllt“, unterstrich Brunner.