Gemeinderat in Arnschwang
Vorrangflächen für PV-Anlangen beschlossen – Auch der Zustand der Bürgersteige war Thema

30.10.2023 | Stand 30.10.2023, 11:00 Uhr

Die Vorrangflächen für PV-Anlagen (Symbolbild) sollen ein Zeichen an die Bayernwerke sein. Foto: dpa/Jan Woitas

Am vergangenen Donnerstag fand die siebte Sitzung des Gemeinderates Arnschwang statt. Drei Gemeinderäte waren entschuldigt. Erster Tagesordnungspunkt war die Genehmigung der Niederschrift der öffentlichen Sitzung vom 7. August. Diese wurde einstimmig erteilt.
Bürgermeister Multerer gab zwei Beschlüsse aus der nichtöffentlichen Sitzung, deren Geheimhaltung weggefallen war, bekannt. Der Gemeinderat Arnschwang hat dem Ofenstudio Eidenschink den Auftrag für einen Kaminofen für den Waldkindergarten erteilt. Den Auftrag für die Sanitärarbeiten im Waldkindergarten erhielt die Firma B+S, Runding.

Umrüstung auf LED



Ein weiterer Tagesordnungspunkt war der Antrag der DJK Arnschwang auf Vorfinanzierung und Kostenübernahme für die LED-Umrüstung der Beleuchtung der beiden Fußballplätze und der Stockbahnen sowie für die Bewässerungsanlage der beiden Fußballplätze. Manfred Eberl und Martin Bücherl erläuterten die Vorhaben als Vertreter der DJK. Die bestehenden Flutlichtanlagen am Sportgelände (Eisstock und Nebenspielplatz) sollen auf eine energiesparende und moderne LED-Technik umgestellt werden. Außerdem soll auf dem Hauptspielfeld eine Flutlichtanlage errichtet werden. Als zweite Maßnahme soll die bestehende Bewässerungsanlage am Hauptspielfeld erneuert und auf dem Nebenspielfeld eine neue Bewässerungsanlage installiert werden. Beide Maßnahmen werden vom BLSV mit 55 Prozent bezuschusst. Zehn Prozent beträgt der Pflichtanteil des Vereins. Dieser rechnet auch mit einer weiteren Bezuschussung von Seiten des Bundes in Höhe von 25 Prozent.

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In der darauffolgenden Diskussion wurden unterschiedliche Standpunkte deutlich. Der hohe Wasserverbrauch, die Häufigkeit der Nutzung, sowie die generelle finanzielle Unterstützung des Sportvereins durch die Gemeinde, aber auch die Förderung der Jugendarbeit wurden angesprochen. Trotz teilweise sehr konträrer Meinungen sprach sich das Gremium einstimmig dafür aus, die beiden Maßnahmen der DJK Arnschwang vorzufinanzieren und die anfallenden Restkosten zu übernehmen.

Anschließend stellte der zweite Bürgermeister Weichs den Antrag auf Entlastung der Jahresrechnung. In der Sitzung vom 25. Mai wurde dem Rat der Rechenschaftsbericht zur Jahresrechnung vorgelegt. Diese wurde einstimmig entlastet.

Die Bestimmung von Vorrangflächen für Freiflächen-PV-Anlagen war der nächste Punkt der Tagesordnung. Bei der Sitzung im August war dies bereits Thema. Bürgermeister Multerer erläuterte nochmals die Zonierung anhand eines Lageplanes.

Zeichen an das Bayernwerk

Die Zonierung sei ein Zeichen an das Bayernwerk, damit diese besser planen könne. Die zonierte Fläche liegt zwischen der Bahnlinie und den Gemeindegrenzen zu Furth im Wald und Weiding. Der Rest der Gemeinde ist nicht ausgeschlossen. Mit 9:3 stimmte der Gemeinderat den Vorrangflächen zu.

Beim letzten Punkt der öffentlichen Sitzung sprach Hubert Lauerer den schlechten Zustand der Schulsportanlagen an. Es bedarf hier einer größeren Maßnahme. Matthias Weichs bemängelte den ungepflegten Zustand der Bürgersteige, speziell in der Chamer- und Further Straße. Auf Nachfrage von Roman Korschofsky wurde bekannt-gegeben, dass es einen Fußweg zum Industriegebiet gibt. Er befindet sich vor dem ersten Haus in Warmleiten.

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Die Seniorenbeauftragte Franziska Ketterl berichtet von der ZAB-Gruppe. Sie werde sehr gut angenommen. Allerdings habe sie gemeinsam mit Maria Münch festgestellt, dass viele Betroffene und deren Angehörige oftmals überfordert wären, wenn es um die Themen Pflege ginge.

Um diese Aufgaben bewältigen zu können, möchten Ketterl und Münch einen gemeindeinternen Helferkreis aufbauen. Bürgermeister Multerer sagte vonseiten der Gemeinde jede mögliche Unterstützung zu.

In diesem Zusammenhang verwies der Rathauschef auf ein Buch, das demnächst erscheinen wird. Maria Münch hat mit Unterstützung von Franziska Ketterl ein Buch geschrieben, in dem sie aus ihrem Leben als Pflegekraft erzählt.