Furth im Wald
Waldjugendspiele: 1035 Schüler erleben den Wald am Voithenberg spielerisch

20.06.2023 | Stand 14.09.2023, 22:56 Uhr
Josef Fischer

Hier mussten Holzstapel geschlichtet werden. Fotos: Sepp Fischer

Zapfen werfen oder Ster schlichten sind nur zwei der sechs Stationen der Waldjugendspiele, die bis einschließlich Donnerstag auf dem Voithenberg stattfinden. 49 Klassen mit 1035 Schülern sind angemeldet.

Dienstagvormittag um 10 Uhr. Am Eingang zum Waldlehrpfad ist es ganz ruhig und dies, obwohl schon 16 Klassen aus dem Landkreis im Wald unterwegs sind. Forstdirektor Arthur Bauer erinnerte im Beisein von Bürgermeister Sandro Bauer, Johann Braun vom Naturpark, Koordinatorin Jule Ganz, Andrea Schneider sowie Peter Wirrer von der Gutsverwaltung, dass die Waldjugendspiele seit 16 Jahren auf dem Voithenberg stattfinden. Dieser sei ein wunderschöner Spielort und er danke der Gutsverwaltung für deren Entgegenkommen.

Seit 50 Jahren in Bayern



Die Waldpädagogik sei ganz wichtig für die Kinder, und die Waldjugendspiele seien die schönste Gelegenheit, den Wald spielerisch zu erleben. Arthur Bauer erinnerte daran, dass es diese seit bereits über 50 Jahren in Bayern gebe. Erfreulich sei es, dass man immer wieder viele positive Meldungen von den Kindern bekommt. Sogar im Erwachsenenalter denke mancher an die Waldjugendspiele zurück.

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Sein besonderer Dank galt Jule Ganz, die diese Waldjugendspiele bestens vorbereitet hat. Sie sei mit Feuereifer an die Vorbereitungen herangegangen. Unter den 49 Klassen befinden sich auch zwei aus Tschechien. Sie wurden mit deutschen Klassen gemischt.

Sein Dank galt auch Hans Braun vom Naturpark, der die Waldjugendspiele immer bestens unterstütze. „Als Amt können wir die Waldjugendspiele nicht alleine stemmen“, bemerkte Arthur Bauer vom AELF Cham, Bereich Forsten. Dankbar sei man auch für die Hilfe der Kollegen aus dem Bereich Landwirtschaft und den Kollegen vom AELF Schwandorf. Nur Unterstützung sei auch die Bergwacht-Bereitschaft mit dabei. Darüber hinaus seien auch zwei tschechische Förster im Parcours unterwegs.

„Wald kennt keine Grenzen“



Bürgermeister Sandro Bauer betonte, dass er in dreifacher Funktion anwesend sei. Zum einen überbringe er die Grüße von Landrat Franz Löffler, zum anderen als Bürgermeister, und als Stiftungsratsvorsitzender. Sein besonderer Dank galt Jule Ganz für die Organisation.

Die Schüler würden aber nicht nur die Schönheiten der Natur kennenlernen, sondern auch die Probleme wie Hagelschaden oder Borkenkäfer. Der Wald befinde sich derzeit klimatisch in einem Umbau. Sein Dank galt dem Freistaat Bayern für die tatkräftige Unterstützung durch die öffentliche Hand. Er wünsche viele begeisterte Kinderaugen, und dass sie viel Wissen mit nach Hause nehmen. Schön sei, dass auch tschechische Schüler dabei sein können. Es zeige sich wieder einmal, dass der Wald keine Grenzen kenne.

Hans Braun vom Naturpark betonte, dass man mit den Waldjugendspielen die Kinder der dritten Klassen an die Natur heranführen könne. Sie sollen was für's Leben mitnehmen und erkennen, dass der Wald für das ganze Leben wichtig sei.

Nach den Ansprachen begaben sich alle auf den Parcours, der durch die Voithenberg’schen Wälder führt. Dort hatten die Kinder an sechs Stationen diverse Aufgaben zu meistern, unter anderem Tannenzapfen werfen, Blätter erkennen oder Holz stapeln. Betreut wurden die Buben und Mädchen an den einzelnen Stationen von insgesamt 36 Standbetreuern an den drei Tagen. Dazu gab es auch noch 55 Forstpaten. Die Themen dieses Jahres waren „Was unsere Wälder nachhaltig leisten...“, „Eiche – Buche“ und „Buchdrucker und Kupferstecher – Borkenkäfer“. Alle Kinder freuten sich über das neue Wissen und vor allem über die schulische Freizeit in der Natur. Nebenbei wurde auch das Gemeinschaftsgefühl gestärkt.

xfi