Handwerk
Wettbewerb im Landkreis Cham: Schüler bauten ihre Idee und heimsten Preise ein

25.02.2024 | Stand 25.02.2024, 18:30 Uhr

Die Besten freuten sich mit den Ehrengästen über ihren Erfolg. Fotos: Karl Pfeilschifter

„Liebe Schülerinnen und Schüler, ihr habt beste Beschäftigungschancen. Attraktive und hochwertige Arbeitsplätze sind in der Region vorhanden. Nutzt eure Chancen hier im Landkreis gemäß dem Motto „Beste Aussichten, Landkreis Cham!“ Dies betonte stellvertretender Landrat Markus Müller in der vollen Aula der Johann-Brunner-Mittelschule in Cham.



Dort fand die Aktion „Handwerk – bau deine Idee“, gemeinsam veranstaltet vom Schulamt, vom Aktionskreis Lebens- und Wirtschaftsraum Landkreis Cham, von der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz und der Kreishandwerkerschaft mit der Ehrung der Sieger einen würdigen Abschluss.

Jury hatte es nicht leicht

Zum 25. Mal fand in den vergangenen Wochen diese Aktion der Mittelschulen im Landkreis statt. Über 148 Schüler aus sieben Mittelschulen beteiligten sich heuer mit ihren selbst gefertigten Werkstücken daran und stellten die Jury vor keine leichte Aufgabe. In zwei Sitzungen ermittelte das Gremium die Preisträger, die am Freitag prämiert wurden. Sie konnten sich über Geldpreise von 50 bis 300 Euro freuen.

Die Abschlussveranstaltung in der überfüllten Aula der Johann-Brunner-Mittelschule in Cham eröffnete traditionell die Schülerband stagefever mit ihrem Lehrer und Bandleader Martin Knockel. Auch der Praxisbereich Soziales der Schule präsentierte sich in bester Weise und sorgte für hervorragende Bewirtung mit einem Büfett.

Landratsstellvertreter Markus Müller nannte den Wettbewerb das beste Beispiel für die gute Nachwuchsförderung im Handwerk und er sei ein Vorbild für die anderen MINT-Regionen in ganz Bayern. „Unsere Mittelschulen sind hier wieder einmal Vorreiter bei der Berufsorientierung“, betonte der Redner und brach eine Lanze für das innovative Handwerk als einen der größten Ausbilder.

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Im Landkreis gebe es knapp 2600 Betriebe mit etwa 13000 Beschäftigten im Handwerk und rund 1000 Auszubildenden. Auch im Handwerk präge die Digitalisierung die Zukunft. Müller betonte, dass dieser bayernweit einmalige Wettbewerb die handwerklichen Fähigkeiten der Mittelschüler im Werkunterricht fördere. Die Mittelschulen hätten durch diesen Wettbewerb eine Aufwertung erfahren.

Weiter erinnerte der Landratsstellvertreter an die modernste Berufsschule Bayerns in Cham und das Baukompetenzzentrum in Furth im Wald. „Der Landkreis Cham ist ein Top-Wirtschaftsstandort“, betonte er, was er mit Zahlen verdeutlichte. Mit dem Dank an die Fachlehrer der Mittelschulen wünschte Müller allen Teilnehmern, dass sie ihren Wunschberuf im Handwerk finden und ihre Fähigkeiten im Berufsleben umsetzen können.

Der Leiter der Schulabteilung der Regierung der Oberpfalz, Abteilungsdirektor Thomas Unger, verwies darauf, dass der Wettbewerb auf beeindruckende Art und Weise zeige, was in den jungen Menschen im Landkreis Cham steckt, und er zeigte sich vom Engagement aller Teilnehmer begeistert. Der Wettbewerb sei Beweis für die gelingende Zusammenarbeit von Schule und Handwerk.

Die Mittelschule biete frühzeitig theoretische und praktische Erfahrungen im beruflichen Umfeld an. Berufsorientierung sei das profilbildende Element der Schule. Hierzu leiste der Wettbewerb einen essenziellen Beitrag. Die Teilnahme am Wettbewerb sei eine einzigartige Gelegenheit, kreative Ideen zu entfalten. Die Schüler erwürben dadurch echte Alltagskompetenz. „Die Synergie zwischen Schule und Betrieben stärkt die lokale Wirtschaft nachhaltig“, erklärte Unger mit dem Hinweis, dass die Fachkräfte nicht abwanderten, sondern in der Region blieben. „Der Wettbewerb ist eine Investition in die wirtschaftliche Zukunft des Landkreises Cham“, sagte er.

Er ging auch auf den Wandel und die neuen Herausforderungen, aber auch auf die Chancen und Innovationen ein. Hier gelte es, auch die fortschreitende Digitalisierung und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Handwerk nicht außer Acht zu lassen. KI könne vieles, aber die Ideen kämen vom Menschen und müssten handwerklich umgesetzt werden. „Unsere Wirtschaft braucht mehr denn je gut ausgebildete junge Menschen, die sich nicht mit Mittelmaß zufrieden geben, sondern die ständig dazulernen und immer ihr Bestes geben“, schloss der Redner.

Beste Berufsaussichten

Für die Spender der Sonderpreise sprach Sparkassenchef Franz Wittmann. Er zeigte sich vom handwerklichen Geschick der Schüler beeindruckt und rief dazu auf, die Werkstücke zu präsentieren. Gemeinsam mit stellvertretendem Kreishandwerksmeister Gerhard Blab moderierten die Schüler Lina Pierei und Maria Gitterer die Feierstunde. Blab verwies darauf, dass die Berufsaussichten im Handwerk im Landkreis Cham besser denn je seien. „Ihr werdet im Handwerk gebraucht“, rief er mit Blick auf die vielen Wettbewerbsstücke den jungen Mittelschülern zu.

Nach der Preisverteilung war die Präsentation der Gewinner beim Wettbewerb „Bau deine Idee“ der Höhepunkt. Die Schüler gaben dabei locker einen Einblick, wie sie auf ihre Ideen gekommen waren und erklärten die ganze Bauphase, beginnend vom Materialeinkauf bis zur Fertigstellung.

cft