Kreativer Zigarettenschmuggel
Zöllner aus Furth im Wald stellen über 58.000 illegal transportierte Zigaretten sicher

29.05.2024 | Stand 29.05.2024, 11:00 Uhr

Diverse Schmuggelzigaretten verbargen sich hinter der Schiebetürverkleidung eines Kleintransporters, den die Beamten kontrolliert haben. Foto: Hauptzollamt Regensburg

Insgesamt 58.540 Zigaretten fanden die Zöllner des Hauptzollamt Regensburg mit Dienstsitz in Furth im Wald vor Kurzem bei zwei voneinander unabhängigen Kontrollen auf der A3, Fahrtrichtung Regensburg, in der Nähe von Straubing. Die Kontrollbeamten wurden trotz kreativer Art des Schmuggelns fündig.



Im ersten Fall wurde ein Fahrer aus Rumänien bei der Weiterreise zu seinem Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen gestoppt. Auf Nachfrage gab er an, lediglich sechs Schachteln Zigaretten mitzuführen und zeigte diese auch gleich vor.

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Im Rahmen der anschließenden zollrechtlichen Überprüfung des Fahrzeugs kontrollierten die Zöllner die geladenen Waren. Neben einem Krautfass und einigen kleineren Paletten mit Getränken, transportierte der Rumäne auch Kartons, welche laut Aufschrift Flipstüten beinhalten sollen.

Auf Baustellen weiterverkaufen



Beim Entladen der Kartons fiel den Zollbeamten unterschiedliches Gewicht der augenscheinlich identischen Kartons auf. Bei näherer Inspektion wurden in vier Kartons, jeweils unter einer Reihe Flips-Tüten versteckt, insgesamt 20.000 Zigaretten gefunden.

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Bei näherer Betrachtung des Kleintransporters stießen die Zollbeamten hinter der Seitenverkleidung des Laderaums und der Verkleidung der Schiebetür auf weitere 16.740 Zigaretten. Der 28-jährige Fahrer gab an, die Zigaretten in Rumänien gekauft zu haben, um diese auf Baustellen in Deutschland weiterzuverkaufen.

21 Liter Spirituosen gefunden



Im zweiten Fall wurde ein Ehepaar zollrechtlich kontrolliert. Auf Nachfrage gaben die beiden Bulgaren an, keine Zigaretten mitzuführen. Bei der Begutachtung der transportierten Waren wurde von den Zöllnern ein schräg verladener und mit Spanngurten verzurrter Stapel Spanplatten festgestellt.

Nach Entfernen der Gurte und der oberen fünf Spanplatten, kam zum Vorschein, dass die mittleren Spanplatten innen ausgeschnitten waren. In diesem zusätzlich geschaffenen Hohlraum wurden insgesamt 21.800 Zigaretten mit bulgarischen Steuerzeichen und 21 Liter Spirituosen aufgefunden. Insgesamt stellte die Kontrollbeamten 58.540 Zigaretten und die Spirituosen sicher.

Konsequenzen für Schmuggler



Verfahren: Gegen die drei Schmuggler wurden Strafverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung eingeleitet. Es entstand ein Steuerschaden in Höhe von 11.000 Euro. Für die zu erwartenden Strafen und die Kosten des Verfahrens wurde im Fall des bulgarischen Ehepaares zusätzlich eine Sicherheitsleistung von 2500 Euro festgesetzt.