MZ-Tipp zur Vogelbeobachtung
Bei Familie Haubentaucher geht es im Elterntaxi zum Mittagessen

22.06.2024 | Stand 22.06.2024, 6:00 Uhr |

Her mit dem Essen! Schwimmende Fütterung bei Familie Haubentaucher Foto: John Mihopulos

Eine elegante Erscheinung ist der Haubentaucher auf Altwässern und anderen stillen oder träge fließenden Gewässern. Träge zu sein können sich die Tiere aber derzeit nicht leisten – es gilt, hungrige Schnäbel zu stopfen!

Fisch ohne Chips steht bei Familie Haubentaucher auf dem Speiseplan – wie fast jeden Tag, denn Fischchen und anderes kleines Wassergetier sind die Nahrung der anmutigen Vögel, die man bei uns zum Beispiel auf Donau-Armen und -Altwässern beobachten kann. Und zwar bis zum Spätsommer im Familienverbund. In dem sich die Kükenschar anfangs ganz schön abmühen muss: Wie an einer Feder aufgezogen fangen die Kleinen das Paddeln an, um nicht den Anschluss an Mama oder Papa zu verlieren. In den ersten Tagen nach Verlassen des Nests, das im Schilf oder an anderen versteckten Plätzen im Uferbereich angelegt wird, machen sich‘s die lieben Kleinen aber auch gerne mal bequem: Wer Platz findet, drängelt sich auf dem Rücken der Eltern und nutzt ihn als Wassertaxi. „Berühmt“ sind die Haubentaucher auch für ihre Balz im Frühjahr: Mit fast spiegelbildlichen Bewegungen richten sie sich im Wasser auf, drehen den Kopf hin und her und schütteln sich.

John Mihopulos ist begeisterter Fotograf und Naturbeobachter. Für uns öffnet er zwei Mal im Monat seine Foto-Schatztruhe und gibt Tipps zur Vogelbeobachtung.