Gegen optische Eintönigkeit
Fünf Gebäude im Kreis Kelheim bei Architektur-Leistungsschau im Fokus

Architektouren am 29./30. Juni

18.06.2024 | Stand 22.06.2024, 17:07 Uhr |

Psychotherapie im alten Bahnhof Abensberg: Das Projekt wurde laut Harnest 2023 fertiggestellt und bereits im Buch „Best of interior 23“ (Callwey-Verlag) veröffentlicht. Auf Empfehlung des Rats für Formgebung wurde es auch für den Iconic Awar 2024 eingereicht. Die Jurierung läuft gerade. Fotos: Franz Friedl/Projekt der Architektouren

Egal ob Wohnhaus, Büro oder Industriebau – die weißen Kästen mit schwarzen Dächern und schwarzen Fenster- und Türrahmen werden mehr. Optische Eintönigkeit macht sich breit in den Orten. Doch das muss nicht sein.

„Mit gutem Beispiel vorangehen“ – dieses Motto steht im Mittelpunkt der jährlich stattfindenden Architektouren, schreibt Bayerns Bauminister Christian Bernreiter im Vorwort. Die Architektouren sind eine alljährliche Leistungsschau der Bayerischen Architektenkammer und zeigt, „dass Architektur mehr ist als Bauwerke zu errichten“. Sie sei „ein physischer Ausdruck unserer Werte und kann ein Wegweiser in die Zukunft sein“, so die Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer, Lydia Haack. Das ließen besonders die mit dem Prädikat „KlimaKulturKompetenz“ erkennen. Jeweils fünf Nachhaltigkeitskriterien wurden für die Auszeichnung abgefragt und gründlich überprüft: Energieeffizienz, Klimaanpassung, Flächensparen, Barrierefreiheit, Nachhaltigkeit.

Lesen Sie auch: Nachfrage und Menge stimmten – Spargel aus Abensberg und Umgebung konnte seinen Preis halten

216 Türen stehen Interessierten am letzten Juni-Wochenende in ganz Bayern offen, fünf davon im Landkreis Kelheim – alle fünf haben das „KKK“-Prädikat erhalten.

Das sind die teilnehmenden Projekte:

• Abensberg: Psychotherapie im alten Bahnhof; Praxis für Psychotherapie in der ehemaligen Wartehalle des stillgelegten Bahnhofs in Abensberg: Bauherren: Beatrix Eder und Fritz Zeilbeck, Abensberg; Innenarchitektur: Harnestplanung Architektur Innenarchitektur Licht, Christine Harnest, Abensberg:; Mitarbeit Michaela Süßmilch; Nutzfläche: 100 Quadratmeter; Besichtigung: Bahnhofstraße 16, Sonntag, 30. Juni 12 bis 14 Uhr

• Bad Abbach: Neubau Pfarrheim; Ergänzung und Neuordnung. Ein Gebäude für die Gemeinschaft. Eine neue Mitte: Bauherrin: Kath. Pfarrkirchenstiftung St. Nikolaus; Architektur: Feil Architekten, Michael Feil, Georg Müller, Regensburg: Mitarbeit Markus Baierlipp; Nutzfläche: 424 Quadratmeter; Besichtigung: Römerstraße 9, Samstag, 29. Juni 14 und 15 Uhr

• Essing: Erweiterung des Kindergartens: Bauherr: Markt Essing; Architektur. Raith Architekten Kelheim, Norbert Raith; Mitarbeit: Jonathan Schmidt, Gordana Kalajdzic, Nutzfläche: 300 Quadratmeter; Besichtigung: Schulstraße 4, Samstag, 29. Juni, 15 bis 16.30 Uhr

• Mainburg: Haus der Begegnung - IKIB, Kirche und Neubau schaffen einen Ort der Begegnung für alle Generationen; Bauherrin: Evangelische Kirchengemeinde Mainburg; Architektur: Deppisch Architekten, Michael Deppisch, Freising; Mitarbeit: Andreas Gernert; Landschaftsarchitektur: Leuker Landschaftsarchitektur, Helmut Leucker, Freising; Nutzfläche 200 Quadratmeter; Besichtigung: Mitterweg 23, Sonntag, 30. Juni 11 bis 12 Uhr

• Mainburg: Hallertauer Mittelschule, Sanierung und Erweiterung: Bauherr: Schulverband Hallertauer Mittelschule, Architektur: Raith Architekten, Norbert Raith Kelheim, Mitarbeit: Jonathan Schmidt, Nutzfläche 4350 Quadratmeter, Besichtigung: Ebrantshauser Straße 68, Samstag, 29. Juni,12 bis 14 Uhr.