Advent im Kreis Kelheim
Glühwein, Schnee und ein rosa Einhorn: So war es auf dem Biburger Weihnachtsmarkt

27.11.2023 | Stand 27.11.2023, 15:00 Uhr
Roswitha Priller

Beim Adventsmarkt herrscht eine heimelige Atmosphäre. Die Stände haben Handwerkskunst aus der Umgebung im Angebot. Fotos: Roswitha Priller

Der adventliche Klostermarkt in Biburg eröffnet den Reigen der kleineren vorweihnachtlichen Märkte in der Region. Bei den Besuchern ist er vor allem wegen des romantischen Ambientes und des ausgewählten Kunsthandwerks aus der Umgebung bekannt und beliebt.

Bereits vergangenen Donnerstag öffnete der Markt seine Tore. Bis zum Sonntagabend fanden viele Besucher den Weg in den stimmungsvoll hergerichteten Klostergarten. „Wir sind Stammgäste in Biburg. Hier ist es einfach schön“, sagen Marlen und Katrin aus Rohr. Den beiden jungen Frauen gefällt das individuelle Angebot des Adventsmarktes und die heimelige Atmosphäre. „Auch die Gastronomie ist hervorragend“, loben beide und erzählen, dass sie auch im Sommer gerne den Biergarten besuchen.

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Am Stand von Katrin Heffler aus Helchenbach suchen sie nach Ohrringen. Heffler hat selbstgemachten Polymer-Clay-Schmuck im Angebot, Adventskränze und weihnachtliche Deko sowie verschiedene Holzartikel mit eingebrannter Schrift. „Ich bin gerne hier beim Adventsmarkt. Der ist so schnuckelig und familiär“, meint Heffler. Auch Hobbyschnitzer Josef Schneider aus Sandersdorf fühlt sich wohl beim adventlichen Klostermarkt. Das gesamte Ambiente gefalle ihm. „Das Publikum ist sehr freundlich und auch kauffreudig“, meint er schmunzelnd. Zudem fände seine aufwändige Schnitzkunst Anerkennung. Mit einem geschnitzten rosafarbenen Einhorn trifft er genau den Geschmack von kleinen Mädchen. Allerdings ist es mit gut 100 Euro auch sehr kostspielig. Als Mathilda aus Train es entdeckt, kann sie sich gar nicht trennen von dem guten Stück.

Weihnachtsmarkt im Landkreis Kelheim: Anstoßen mit leckerem Glühwein



„Es ist aber nicht zum Spielen, sondern nur zum Anschauen gedacht“, erläutert Schneider. Da solle sie doch lieber mit einem seiner kleineren Pferde oder Esel vorliebnehmen.

„Endlich ein Kind mit einem richtigen Wunsch“, könnte da jetzt der Nikolaus sagen. Der zog beim Klostermarkt gemeinsam mit dem Krampus seine Runden und beschenkte die Kinder mit süßer Schokolade. Zuvor fragte er freundlich nach dem Namen und ob es einen Wunsch an das Christkind gäbe. „Die meisten Kinder haben heuer keinen Weihnachtswunsch“, meinte er ein bisschen enttäuscht. Früher sei das durchaus anders gewesen, erinnerte er sich.

Durch seine liebevolle Art schafft er es, auch den ängstlichen Kindern die Scheu vor dem Bischof mit dem wallenden weißen Bart zu nehmen und sie lassen sich gerne mit Schokolade beschenken. Zur musikalischen Untermalung spielt die „Schanzer Wiesn Musi“ auf. Sie haben viele Weihnachtsklassiker im Repertoire und stimmen so die Besucher auf die stade Zeit ein. Christiane, Gabi und Sophie aus Dürnhart haben schöne Weihnachts-Deko gefunden. Für sie ist es selbstverständlich, dass sie den nahe gelegenen Adventsmarkt besuchen. Genauso geht es einer Gruppe von Biburgern, die fröhlich mit dem leckeren heißen Glühwein anstößt. Man trifft sich, um zu ratschen und erste adventliche Atmosphäre zu genießen. Evi und Wolfgang aus Kirchdorf sind ebenfalls treue Fans von Biburg. „Die Stände sind schön. Es gibt ja nur Handwerkskunst aus der Umgebung“, loben beide. Zudem sei das Ambiente sehr stimmungsvoll und alles nicht so überfüllt.

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Heidi Jakob ist mit ihren Handarbeiten aus Neustadt gekommen. Auch bei ihr gibt es schöne weihnachtliche Deko. Die Kollegin am Stand nebendran beweist, dass alles bei ihr handgemacht ist. Sie hat die Nähmaschine aufgebaut und bestickt Textilien nach Wunsch. Die Biburger Ministranten sind ebenfalls vertreten. „Wir wollen unsere Kasse für die Rom-Wallfahrt aufbessern“, sagen sie. Sie haben ein breit gefächertes Angebot von Seifen, Plätzchen, Eierlikör und Weihnachtsschmuck zum Verkauf. Alles ist aus der eigenen Küche oder Hobbywerkstatt. Passend zur Vorweihnachtszeit fallen sogar die ersten Schneeflocken. „Wenn es kalt ist und schneit, schmeckt der Glühwein doppelt so gut“, meint ein Besucher erfreut.