Gelungener Konzertabend
In Erinnerung an Franz Hummel

Drei junge Pianisten spielen zu Ehren des vor gut einem Jahr gestorbenen Riedenburger Komponisten

13.11.2023 | Stand 14.11.2023, 9:27 Uhr

Die neu installierte Lichttechnik in der Dreiburgenhalle schuf Konzertatmosphäre: Franz Hummels Witwe Susan Oswell und der Pianist Christoph Preiß. Fotos: Erl

Die Erinnerung an den Komponisten Franz Hummel, der am 20. August 2022 in Regensburg gestorben war, hat die Dreiburgenhalle am Freitagabend mit einem Konzert für ihn und mit seiner Musik in einen anspruchsvollen Konzertsaal verwandelt. Es sollte ein lebendiges Konzert ohne große Reden, aber mit persönlichen Erinnerungen an ihn werden.

Das wünschte sich Bürgermeister Thomas Zehetbauer (CWG) bei der Begrüßung der über 100 Besucher. Riedenburg habe zwei berühmte Musiker und Komponisten hervorgebracht. „Der eine war Burggraf von Riedenburg und Minnesänger, und dann Franz Hummel, der unbestritten zu den großen zeitgenössischen Komponisten gehört“, betonte er.

Das Konzept für dieses Konzert hatte Hummels Witwe Susan Oswell zusammen mit Roland Hercher als Freund und Mäzen des Komponisten entwickelt und die Stadt habe das Projekt gerne nach Kräften unterstützt, versicherte der Bürgermeister. Mit den Hummel-Schülern Yojo Christen, Christoph Preiß und Alexander Maria Wagner setzten gleich drei Ausnahmetalente die Kompositionen von Franz Hummel, ein Werk seiner Witwe Susan Oswell und Stücke von Klassik-Komponisten, die Franz Hummel besonders gerne hörte, in faszinierende Klänge um. Wieder einmal zeigte sich dabei die erstaunlich gute Akustik der Dreiburgenhalle und mit der neu installierten Lichttechnik näherte sich auch das Ambiente einem anspruchsvollen Konzertniveau.

Christoph Preiß war vor vier Jahren von Hummel dazu ausersehen worden, seine 33 Hercher-Variationen einstudieren zu dürfen, die er an diesem Abend als öffentliche Premiere dem Publikum präsentierte. „Es war für mich ein Privileg, die Interpretationen in ihrer Ästhetik mit ihm ausarbeiten zu dürfen und zu wissen, wie tickt dieser Mensch voller Witz, Charme und Ironie hinter diesen Kompositionen“, erinnert sich der 22-jährige Pianist im Gespräch mit unserer Zeitung.

Von seinen Erinnerungen an Hummel erzählte auch der Veranstalter Fabian Helmich in einer kurzen Anekdote vor der Pause. In dieser Kombination von Musik und Erinnerung in den Gesprächen schien es fast, als sei der Geist von Franz Hummel an diesem Abend wieder gegenwärtig. „Dieser Abend ist für mich sehr wertvoll. Seine authentische Stimme über seine Musik zu hören zusammen mit vielen Leuten, die ihm wichtig waren, bedeutet mir sehr viel“, versicherte Susan Oswell später.

Auch Bürgermeister Zehetbauer maß dem Abend eine besondere Bedeutung bei. „Es war ein toller Abend mit drei herausragenden Künstlern, die Werke von Franz Hummel in einer so einmaligen Art wiedergeben. Da sieht man, wie wichtig Franz Hummel für Riedenburg und darüber hinaus war“, betonte er.

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