Golden Score bremst aus
Judoka Kevin Abeltshauser schrammt bei der Polizei-Europameisterschaft knapp am großen Wurf vorbei

17.06.2024 | Stand 17.06.2024, 13:15 Uhr |

Medaillen: Patrick Weisser (Bronze, bis 66 kg), Kevin Abeltshauser (Bronze, bis 73 kg) und Maximilian Heyder (Silber, bis 60 kg) v. l.) freuten sich im Einzel über Edelmetall. Foto: Daniel Herbst

Mit der Option auf zwei Medaillen trat Kevin Abeltshauser für Team Deutschland bei der Polizei-Europameisterschaft in Sofia (Bulgarien) an.

Vor einem Monat triumphierte der 22-jährige Polizist in Ausbildung bei den deutschen Polizei-Meisterschaften als Mitglied des bayerischen Teams im Einzel der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm und mit der Mannschaft holte er die Bronzemedaille. Bei den Polizei-Europameisterschaften blieb ihm der Sprung aufs oberste europäische Siegerpodest verwehrt. Nach spannenden Kämpfen durfte sich Abeltshauser mit Bronzemedaille im Einzel schmücken. Mit dem Team ging es eine Stufe höher zu Silber.

In beiden Wettbewerben fehlte für den Bundesliga-Judoka des TSV Abensberg jeweils nicht viel, um sich noch einen Schritt weiter nach oben zu kämpfen. „Ich habe mich mit einigen international erfahrenen Kämpfern auseinandergesetzt. Die Verläufe der einzelnen Fights haben mit gezeigt, dass ich auf diesem Niveau absolut mithalten kann“, so Abeltshauser. Im Einzel meisterte die Aufgaben gegen Andreas Trudenberger (Österreich) und Declan Börne (Großbritannien).

Im Halbfinale entfachte ein packendes Duell mit Reda Seddouki (Frankreich). Der 25-Jährige gewann 2019 den Polizei-EM-Titel in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm triumphierte bereits bei drei Worldcup-Turnieren.

Eine Strafwertung in der Verlängerung kostete Abeltshauser aber das Finale. Das bittere Aus in der Vorschlussrunde hatte der Abensberger schnell verkraftet: Im Kampf um Bronze setzte er seinen Gegner Ivaylo Popov (Bulgarien) sofort unter Druck und durfte sich nach wenigen Sekunden über den Gewinn der Bronzemedaille freuen. Teamkollege Patrick Weisser vom TSV Abensberg sicherte sich in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm ebenfalls Platz drei.

Mit Polizeiteam Deutschland setzte sich Abeltshauser im Viertelfinale gegen Bulgarien erneut mit einem erfolgreichen Worldtour-Judoka auseinander. „Leider ging der Fight nach gutem Start verloren“, so Abeltshauser. Team Deutschland setzte sich dennoch mit 3:2 durch. Im Halbfinale machten die Kollegen Vivian Herrmann, Tom Droste und Lea Schmid hatten gegen Tschechien (3:0) vorzeitig den Finaleinzug perfekt gemacht.

Im Goldkampf gegen Rumänien trat Abeltshauser beim Stand von 1:2 gegen Lucian Bors-Dumitrescu, der ebenfalls für Bundesligist TSV Abensberg kämpft, auf die Matte. Nach fünf Minuten im Golden Score unterlag Abeltshauser aufgrund einer Strafwertung. „Schade, das war extrem knapp. Es gab etliche gute Ansätze, die ich nicht verwertet habe.“ Letztlich haben wir uns aber über Silber gefreut. “

Abeltshauser ist im Förderprogramm Spitzensport bei der bayerischen Polizei und war über das Deutsche Polizeisportkuratorium bei den europäischen Titelkämpfen vertreten.

ro