Titos Brille
„Kelheim liest ein Buch“: Adriana Altaras’ energiegeladene Lesung im Donau-Gymnasium

23.02.2024 | Stand 23.02.2024, 14:47 Uhr

Adriana Altaras stieg zu Beginn der Lesung in der Mensa des Donau-Gymnasiums erst einmal auf den Tisch, um ihre Zuhörer besser sehen zu können. Foto: Beate Weigert

Autoren, die in Schulen behandelt werden, sind oft schon tot. Am Freitag stieg eine ganz lebendige Vertreterin der Zunft im Kelheimer Donau-Gymnasium erst einmal auf den Tisch, um ihre Zuhörer über die ersten Reihen hinaus sehen zu können.

Die Rede ist von Adriana Altaras. Deren Buch „Titos Brille“ gerade zwei Städten, in Kelheim und Regensburg, gelesen wird. „Das ist eine Ehre“, findet die 63-Jährige. Sie freute sich auf eineinhalb Stunden mit den Elftklässlern des DGK und der sechsten Klasse der Eduard-Staudt-Schule. Man dürfe Jugendliche nicht unterschätzen, sie hätten viel zu sagen, so Altaras.

Nach ihrer quicklebendigen Lesung sprach die Berlinerin, die in Kroatien geboren und jüdischen Glaubens ist, mit den Schülern über traditionelle Feste und „Kulturclash“. Zudem animierte sie die Jugendlichen über ihr eigenes Leben in Ich-Perspektive zu schreiben.

Tags zuvor war die Autorin in der FOS/BOS in Regensburg zu Gast gewesen. Dort hatten sie die Schüler mit selbst gemalten Plakaten und Slampoetry empfangen. Das machte sie baff. Auch die Thaldorfer Schüler hatten sich künstlerisch mit dem Buch auseinandergesetzt. Ihr Bild bekam Altaras nicht zu Gesicht. Dafür werden es die Kelheimer ab 1. März in der Ausstellung zu „Kelheim liest ein Buch“ sehen können.

Am Freitagabend, 23. Februar, 19 Uhr, liest Adriana Altaras noch ein zweites Mal. Im Deutschen Hof in Kelheim.