296 Kinder trainierten Teamarbeit
Kinderfeuerwehrtag des Landkreises Kelheim geht in Langquaid erfolgreich über die Bühne

14.05.2024 | Stand 14.05.2024, 5:00 Uhr |
Josef Eder

Der Wassertransport war nur eine Aufgabe von vielen. Foto: Josef Eder

Der zweite Kinderfeuerwehrtag des Landkreises Kelheim fand am Feuerwehrzentrum des Marktes Langquaid statt. Mit 296 Kindern und 97 Betreuern war die Beteiligung ein Drittel höher als im Vorjahr. Sogar mit vier Gruppen mit 17 Teilnehmern war die am 15. Januar ins Leben gerufene Kinderfeuerwehr (KiFF) Attenhofen vor Ort.

Die Betreuer hatten alle Hände voll zu tun, um den Überblick über das mit Bauzäunen abgesicherte Gelände zu behalten. „Einen Sack voll Flöhe zu hüten ist einfacher“, war oft zu hören. Aber viele der Betreuer waren Lehrerinnen, Erzieherinnen oder Kinderpflegerinnen, die diese Anforderung gewohnt sind.

Die Veranstaltung startet mit Schnitzel und Pommes als Stärkung, bevor es mit Spaß in die Wettkämpfe ging. Für alle Teilnehmer gab es eine kleine Brotzeitbox und Urkunden für die Wehren. Die zahlenmäßig größte Gruppen kamen mit 40 Teilnehmern aus Rohr, gefolgt von der Kreisstadt Kelheim mit 38, Langquaid mit 26 sowie Abensberg mit 25 Teilnehmern.

Kreisbrandrat Nikolaus Höfler eröffnete die Veranstaltung. Fabian Weyerts erklärte in seiner Eigenschaft als Kreisbrandmeister für die Jugend- und Kinderfeuerwehren wichtige Verhaltensregeln und vor allem Sicherheitsfragen.

21 Wehren am Start

Die wichtigsten Personen waren die Mitglieder der 21 (Vorjahr: zwölf) Kinderfeuerwehren aus Abensberg, Attenhofen Bad Abbach, Baiersdorf, Essing, Helchenbach, Holzharlanden, Ihrlerstein, Kelheim, Langquaid, Mauern, Meihern, Mitterfecking, Neustadt a.d. Donau, Offenstetten, Painten, Rohr, Saal a.d. Donau, Schambach, Siegenburg und Thaldorf. Im Landkreis gibt es 24 Kinderfeuerwehren.

Auf sie wartete unter anderem ein Sommerskilauf. Die Kinder waren jeweils zu viert pro Skipaar. Es stand – wie an nahezu allen Stationen – das Teamwork als das Wichtigste im Leben eines Floriansjüngers im Fokus. Aufgereiht auf der Rennstrecke standen die Bobbycars. Erst wenn ein Teilnehmer am Ziel war, durfte – wie bei einem Staffelrennen – der Nächste starten. Im Eifer des Rennverlaufs zogen sich einige Teilnehmer kleine Abschürfungen zu. Ein Pflaster oder ein Eisbeutel halfen.

Bei Temperaturen um die 20 Grad wurde nur an einer Station Löschwasser eingesetzt. In ein schräg aufgestelltes KG-Rohr schütteten die Kinder mit einem Becher Wasser.

Dann hieß es: Schnell von der Quelle zur Mündung eilen und es wieder auffangen. Je mehr Wasser die Teilnehmer innerhalb von 45 Sekunden hindurchbefördern konnten, desto besser war die Bewertung. Die Schnellsten hatten nach einer halben Minute die fünf Liter fassenden Behälter voll.

Zielschieben mit C-Kupplungen stand auch auf dem Programm. Sie wurden auf einer drei Meter langen Bahn geschoben. Hier zeigte sich, wer Geschick und ein zielsicheres Auge hatte. Mit Pusten musste ein Papierbecher zwischen zwei Bäumen befördert werden.

Ein Bierträgerlauf und die Tennisballspinne erforderten Geschicklichkeit, das Flammenhaus wiederum ein zielsicheres Werfen mit Tennisbällen. Einen Ball durch einen B-Schlauch zu befördern sah leichter aus, als es war. Beim Sackhüpfen waren Schnelligkeit und weite Sprünge gefragt.

Langquaids Bürgermeister Herbert Blascheck ließ es sich nicht nehmen, alle Stationen selbst zu testen. Beim Golfballlauf war er auch am Start und half tatkräftig mit.

Gemeinschaft fördern

„Bei all dem geht es darum, als Vierer- bis Fünferteams Punkte zu sammeln“, sagte Weyerts. Der Kindertag verfolge die Ziele, die Gemeinschaft zu fördern und sich gegenseitig kennenzulernen. „Die Erkenntnis soll sein, dass Teamarbeit zum Erfolg führt“, so Weyerts.

Als es hieß, dass es Eis gibt, waren die Kinder noch schneller als bei den Spielen an der Ausgabestelle. „Ich will Kreisbrandrat werden“, sagte ein Mädchen. Ein Bub meinte, Kommandant reiche ihm. Drehleitermaschinist und Atemschutzgeräteträger sowie Fahrer eines großen Löschfahrzeugs waren weitere Wünsche. Aber alle wollten weitermachen, denn die Feuerwehr sei wichtig, war allenthalben zu hören.

Kreisbrandinspektor Karl-Heinz Brunner und Bürgermeister Blascheck betonten bei ihren Schlussreden die Wichtigkeit der Kinderfeuerwehren. Sie seien es, die die Kinder spielerisch heranführten und in die Jugendfeuerwehren überleiteten, bevor die Feuerwehranwärter nach mehreren Ausbildungen in den aktiven Dienst wechseln dürfen.