Kaum Resonanz
Kundgebung gegen Rechtsextremismus lässt Kelheimer kalt

18.05.2024 | Stand 18.05.2024, 6:05 Uhr

Die Organisatoren der Kundgebung gegen Rechts hätten sich mehr Teilnehmer gewünscht. Foto: David Santl

Eine Jugendkundgebung gegen Rechts in der Kelheimer Innenstadt stieß kaum auf Beteiligung. Die Vorsitzende des Kreisjugendrings Kirsten Reiter übte scharfe Kritik an der AfD.



Der Kreisjugendring Kelheim wollte gut drei Wochen vor der Europawahl ein Zeichen in der Innenstadt setzen: gegen immer stärker werdende rechte Umtriebe – für Vielfalt und Demokratie. Der Einladung zur „Jugendkundgebung gegen Rechts“ des Kreisjugendrings folgte am Freitag außer den Organisatoren allerdings fast niemand. Über die Gründe konnte die Vorsitzende Kirsten Reiter nur spekulieren.

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Die Stimmung wollte sie sich davon nicht vermiesen lassen. „Es gibt im Landkreis Kelheim genug Jugendliche, die sich nicht von rechten Parolen leiten lassen“, ist sie sich sicher. Das betonte sie auch auf der Bühne. „Wer da ist, zeigt, dass wir bunt sind und bunt bleiben wollen.“ Außerdem übte sie scharfe Kritik an der AfD. Diese wolle keine demokratische Vielfalt und eine Jugend ohne freien Willen, sagte Reiter.

Die Jugendliche Hannah Meißner, die als Sängerin auftrat, erinnerte zudem daran, dass im Jahr 1933 auf dem selben Platz zahllose Menschen dem Nazi-Regime zugejubelt hätten. Auch der evangelische Pfarrer Julian Scheuerer sowie Lucia Gruber vom Bündnis „Bunter Landkreis Kelheim“ warnten vor den Gefahren des Rechtsradikalismus und gaben ein Plädoyer für Vielfalt und Demokratie ab.

sd