Krankheitsüberträger
Landratsamt Kelheim: Asiatische Tigermücke wurde in Abensberg nachgewiesen

28.11.2023 | Stand 28.11.2023, 18:56 Uhr

Die Asiatische Tigermücke ist erstmals offiziell im Landkreis Kelheim nachgewiesen worden. Foto: dpa

Die asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) ist das erste Mal im Landkreis Kelheim nachgewiesen – konkret in Abensberg.

Das teilt das Landratsamt mit. Ein Bürger hatte demnach drei Exemplare an das Landesamt für Gesundheit (LGL) geschickt. Das LGL identifizierte diese schließlich als asiatische Tigermücken.

Diese Mückenart verbreitet sich seit einigen Jahren in Europa und wurde bereits auch in vielen Regionen Bayerns bestätigt. Der Stich der asiatischen Tigermücke ist laut Landratsamt für Mensch und Tier nicht gefährlicher oder schmerzhafter als der Stich durch andere Mückenarten. Die Tigermücke kann allerdings Erkrankungen übertragen, die in Deutschland bislang nur bei Reiserückkehrern festgestellt wurden.

Die effektivsten könne die Verbreitung eingedämmt werden, indem mögliche Brutstätten ausgedünnt werden. Geeignete Maßnahmen würden derzeit erarbeitet, teilt das Landratsamt mit.

Allgemeine Informationen zur Tigermücke veröffentlicht das LGL auf seiner Webseite. Demnach findet die Tigermücke in Bayern zunehmend passende klimatische Bedingungen vor, was deren Ausbreitung begünstigt. Die Mücke hat in etwa die Größe eines 1-Cent-Stückes und ist somit kleiner als die meisten einheimischen Arten. Körper und Beine sind schwarz-weiß geringelt. Sie ist dunkler als einheimische Arten. Eine weiße Linie verläuft auf Kopf und Brust. Die Flügel sind transparent und ohne auffälliges Muster. Sie sticht aggressiv zu, auch tagsüber.