Freundschaftsbesuch
Mit Bier und Kartoffelsalat nach St. Gilles: Bayerischer Festabend in Abensbergs Partnerstadt

13.11.2023 | Stand 13.11.2023, 11:00 Uhr
Peter Hübl

Bürgermeister Eddy Valadier (am Rednerpult) eröffnete den Festabend mit einer Ansprache auf Deutsch. Foto: Peter Hübl

Eine Reise in die Partnerstadt erfordert von den Teilnehmern schon eine gute Kondition. Schließlich stand ja ein „Bayrischer Festabend“ auf dem Programm!

Dafür galt es, mehrere Kleinbusse mit allen Utensilien (ein Fass Bier zum Anstechen, Kartoffelsalat, einen Durchlaufkühler und weiteres Zubehör) sowie Gastgeschenke sicher die fast 1200 Kilometer nach Saint Gilles zu bringen. 350 Liter Bier waren schon vorher mit einer Spedition transportiert worden.

Auf die Reise gingen dann Bürgermeister Bernhard Resch mit Familie, die Stadträte Christian Obermeier, Manfred Rauscher und Dietmar Schweiger, Partnerschaftsreferent Peter Hübl und Claudine Klein als guter „Sprachgeist“. Mit dabei auch noch zahlreiche Angehörige und Freunde.

Der Samstag begann mit einer Einladung bei Berthe, der früheren 2. Bürgermeisterin. Nach einer kurzen Erholungspause ging es am Nachmittag in die große Halle neben der Arena, wo schon Tische für die rund 360 Gäste und die 25 Abensberger festlich gedeckt waren.

Toll auch die Dekoration mit deutschen und französischen Fähnchen und Plakaten. Hier wurde das „Bierfest“ vorbereitet. Mittlerweile gibt es in St. Gilles eine fleißige Helfertruppe sowie ein Partnerschafts-Komitee, so dass sich der Arbeitsaufwand für die Abensberger in Grenzen hielt.

Gegen 20 Uhr wurde der Abend eröffnet – als Überraschung zogen die „Haislratzn“ mit zünftiger Blasmusik in den Saal. Es folgte eine Reihe von Ansprachen: Eddy Valadier – auf Deutsch! – Berthe Perez und Bernhard Resch. Nach den Nationalhymnen, der Hymne der Provence sowie der Bayern-Hymne zapfte schließlich Bürgermeister Valadier gekonnt das erste Fass an.

Die Gillamoosköniginnen Amelie und Seraphina, stilecht in Dirndln, eroberten mit ihrem herzlichen und aufgeschlossenen Wesen schnell die Herzen der Franzosen. Die beiden jungen Damen waren selbst im Auto nach St. Gilles gefahren.

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Für den vier Meter hohen Freundschaftsbaum hatten die Abensberger zwei neue Wappentafeln mitgebracht, die noch mit Motiven aus St. Gilles ergänzt werden. Manfred Rauscher stand fast den ganzen Abend am Zapfhahn, den zweiten bedienten Freunde aus St. Gilles. Die Stimmung war großartig, die Tanzfläche immer voll. Erst gegen zwei Uhr in der Früh löste sich langsam die Gesellschaft auf.

Der Sonntag begann mit einem Gottesdienst, anschließend gab es eine Führung in der Abteikirche und der Krypta, wo man am Grab des hl. Ägidius betete und sang.

In den nächsten Tagen wartete ein abwechslungsreiches Programmangebot, Stierkampf in der Arena – in der Provence verläuft dieser unblutig –, Fahrten nach Les Baux mit seinem Santon-Museum, zu den Carrières de Lumières und nach Nimes. Und immer wieder Einladungen sowie ein wunderbarer Abend mit Pfarrer Jean-Marie und vielen Pfarrangehörigen und Freunden in einer Festhalle.

Dieser Besuch in St. Gilles war ein weiterer Beweis für die herzliche Freundschaft zwischen den beiden Partnerstädten und ihren Menschen.