Bürgerversammlung im Dorf
Solarparks verändern die Umgebung von Otterzhofen

15.05.2024 | Stand 16.05.2024, 10:51 Uhr |

Das Thema erneuerbare Energien beschäftigt die Bürger von Otterzhofen in vielfacher Weise. Derzeit entsteht der Solarpark Otterzhofen Süd. Zwei Windkraftanlagen sind vom Dorf aus sichtbar, ein großer Windpark soll in den kommenden Jahren folgen. Foto: Rast

Mit einem Appell an die Einwohner von Otterzhofen, in ihren Reihen wieder einen Ortssprecher zu finden, hat Riedenburgs Bürgermeister Thomas Zehetbauer (CWG) am Dienstagabend die Bürgerversammlung in dem Ortsteil begonnen. Die Dorfgemeinschaft brauche wieder ein „Sprachrohr im Stadtrat“, sagte Zehetbauer.

Das Amt ist bereits seit Januar 2022 unbesetzt. Damals war der frühere Ortssprecher Josef Schöberl aus Protest gegen eine vom Stadtrat einstimmig getroffene Entscheidung, in Otterzhofen kein neues Dorfgemeinschaftshaus zu bauen, zurückgetreten. Den Stadträten waren damals die geschätzten Kosten von 1,4 bis 1,9 Millionen Euro zu hoch gewesen.

Ungeachtet dessen, stehen in Otterzhofen Investitionen am Feuerwehrhaus an, unter anderem muss eine Absauganlage eingebaut werden. Bereits im laufenden Jahr sind dafür 15000 Euro an Planungskosten im Haushalt vorhanden. Für das kommende Jahr weist der Riedenburger Etat Baukosten in Höhe von 100000 Euro für den Anbau und für das Jahr 2026 weitere 75000 Euro aus. „Wir arbeiten eine Maßnahme nach der anderen ab“, erklärte Zehetbauer. Einer der etwa 35 Besucher der Bürgerversammlung, darunter waren einige Stadträte, regte an, den Gemeinschaftsraum im Feuerwehrhaus zu vergrößern. Das sei alles eine Frage der Kosten, antwortete der Bürgermeister. Lob erhielt er aber dafür, dass der Parkplatz vor dem Feuerwehrhaus inzwischen eine Beleuchtung bekommen hat.

Mehrere Solarparks verändern das Umfeld des Dorfes. Die Freiflächen-PV-Anlage Otterzhofen Süd befindet sich noch im Bau, Otterzhofen Ost steckt in der Planung. Hier ist das Genehmigungsverfahren noch in der Anfangsphase, der Aufstellungsbeschluss des Stadtrates sei aber vorhanden, berichtete Natalie Burger vom Hauptamt, die ebenfalls an der Versammlung teilnahm.

Kritik wurde an der nach Überzeugung eines Bürgers zu geringen Präsenz der Rathaus-Mitarbeiter an ihren Riedenburger Schreibtischen laut. Es wurde deshalb gefordert, die noch aus der Zeit der Corona-Pandemie stammende Tendenz zum Homeoffice rückgängig zu machen. Das lehnte Zehetbauer strikt ab: „Das Homeoffice bleibt.“ Denn es sei eine Möglichkeit, in Zeiten zunehmender Personalknappheit Mitarbeiter an die Stadtverwaltung zu binden. Die einzelnen Bereiche der Verwaltung seien zudem fast immer nicht nur telefonisch besetzt. Rathaus-Chef Zehetbauer äußerte sich erleichtert, dass der Mitarbeiterstamm im Rathaus derzeit vollständig ist: „Wir haben ein hervorragend arbeitendes Team, ich bin mehr als zufrieden.“

rat