Ayurveda-Erlebniskochtag
Tee statt Kaffee zum Frühstück: Geheimnisse eines uralten Wissens für die gesunde Küche

26.02.2024 | Stand 26.02.2024, 19:00 Uhr
Renate Beck

Gewürze spielen in der ayurvedischen Ernährung eine wichtige Rolle. Eva Pröpster zeigt, wie man ganze Gewürze im Ghee, dem Buterschmalz, „springen" lässt. Fotos: Renate Beck

Die Küche des Ayurveda soll das „Verdauungsfeuer“ entfachen, die Hobbyköche lernten in Essing, wie das geht.

Unsere Zunge schmeckt sechs Geschmacksrichtungen: süß, sauer, salzig, scharf, bitter und herb.

„Beim ayurvedischen Essen werden alle Geschmacksrichtungen angesprochen und das Verdauungsfeuer entfacht“, weiß Eva Pröpster. Die erfahrene Ayurveda-Köchin führte jüngst die Teilnehmer eines Erlebniskochtag in diese „köstliche Küche des Ayurveda und deren Geheimnisse“ ein.

Im theoretischen Teil ging sie neben der Merkmalen der ayurvedischen Ernährung auch auf die verschiedenen Gewürze und die drei Dosha-Typen Vata, Pitta und Kapha ein.

Ayurveda sei ein „uraltes tiefes Wissen, das uns zurück zur Natur und uns selber führt.“

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Das gemeinsam genossene typisch ayurvedische Frühstück, der warme Porridge mit Mandelmilch, Datteln, ausgereiften Früchten, Nüssen, Salz und Gewürzen wie Nelke und Kardamon zeigte sich als wahrer Muntermacher zum Start in den Tag.

Keinen Morgenkaffee



Der Kaffee zum Frühstück ist allerdings gestrichen. „Den sollte man erst gegen Mittag trinken.“ Vorher verhindere er den natürlichen Entgiftungs- und Reinigungsprozess. Also begleiteten Tee und ein mindestens zehn Minuten abgekochtes Wasser, die empfohlenen vier Stunden Pause zwischen dem warmen Getreidebrei und dem vielseitig einsetzbaren Abendvariationen am Buffet.

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Für dieses Buffet wurde allerlei saisonales Gemüse geschnippelt und Ghee in den Pfannen erhitzt. Nach Anleitung der Kursleiterin ließen die wissbegierigen Teilnehmer zunächst einmal die Gewürze darin „springen“. Wie sie erklärte, wird in dieser geklärten Butter die Saat aufgespalten, die dadurch eine größere Heilkraft entfalten kann.

Schon bald erfüllten köstliche Gerüche den Raum. Zahlreiche Hände bereiteten das abschließende Buffet mit Sellerie-Apfelsuppe, indischem Naanbrot, Sonnnenblumenaufstrich, Rote-Bete in Kokoscreme, Apfel-Dattel-Chutney, Blumenkohl-Kartoffelcurry, Quinoa und Joghurtdip.

Die Hobbyköche zeigten sich begeistert von den wohlschmeckenden Kochergebnissen, mit denen sie laut Ayurvedalehre die Balance für Körper, Geist und Seele erhalten können. „Im Ayurveda werden die Köche als Alchimisten der Lebensenergie bezeichnet“, weiß Eva Pröpster.

Eine dieser Alchimistinnen war die 17-jährige Valerie. Sie fände es gut, wenn die ayurvedische Küche mit ihren frischen Lebensmitteln mehr in jüngere Altersgruppen reingebracht würde.

Neue Ideen zum Kochen

Nicht nur Helmut, „Jahrgang 48“ würde dies begrüßen. Er freute sich wie die anderen langjährigen Hobbyköche über die neuen Ideen, Tipps und Tricks rund um eine typgerechte Ernährungsweise.

Je nach persönlichen Vorlieben wollen sie die Rezepte zuhause nachkochen und auch weitere ausprobieren. Eva Pröpster versicherte: „Und das ist nicht mal kompliziert.“