Klinikum ist in der Kritik
Aus Solidarität mit den Mitarbeitern: Krankenhauspfarrer plant Schweigemarsch in Neumarkt

08.12.2023 | Stand 08.12.2023, 14:09 Uhr

Klinikseelsorger Wolfgang Butzer hat zuletzt Kritik am Umgang mit dem Personal geübt. Jetzt ruft er zu einem Schweigemarsch am Dienstag in Neumarkt auf. Foto: Teufel (Archiv)

Neumarkts Krankenhauspfarrer Wolfgang Butzer kritisiert das Verhalten der Klinikleitung. Er fordert mehr Solidarität mit dem Personal des Klinikums. Deshalb ruft er am Dienstag ab 17 Uhr alle Bürger zu einem stillen Protest auf.

Unter dem Motto „Kein weiter so der Klinikleitung – Solidarität mit dem Klinikpersonal“ ruft Krankenhauspfarrer Wolfgang Butzer alle Bürger am Dienstag zu einem Schweigemarsch auf. Dafür mögen die Teilnehmer selber Kerzen mitbringen, heißt es in Butzers Pressemeldung.

Lesen Sie auch: Kritik an Klinikum Neumarkt reißt nicht ab: Trotzdem soll Vertrag mit Management verlängert werden

Treffpunkt ist um 17 Uhr auf dem Klinikparkplatz an der Nürnberger Straße gegenüber der St. Anna-Kirche. Von dort aus sollen die Teilnehmer schweigend entlang der Nürnberger Straße stadteinwärts ziehen, vorbei an Klinikum und Landratsamt bis zum Rathaus. „Dort löst sich die Versammlung ohne Schlusskundgebung auf“, teilt Butzer mit. Der Klinikseelsorger möchte nach eigenen Angaben mit dieser Aktion auf das Fehlen der Menschlichkeit, Rücksichtnahme und Wertschätzung der Klinikleitung bei ihren Handlungen und in ihren Entscheidungen im Haus aufmerksam machen.

Lesen Sie auch: Niedergelassene Ärzte kritisieren Klinikleitung – Der Landrat nimmt Stellung

Er wolle „diesen unerträglichen und leidvollen Zustand“ für das Personal auf allen Ebenen und in allen Bereichen des Klinikums öffentlich anmahnen. „Das darf uns als Neumarkter (und als humane Gesellschaft insgesamt) nicht egal sein, weil darunter nicht nur der Ruf unseres Klinikums leidet, sondern auch die Patienten leiden – und das sind früher oder später wir alle“, schreibt Butzer, der den Marsch beim Landratsamt angezeigt hat. Das bestätigt Michael Gottschalk: „Die Anzeige ist eingegangen und wird nun wie üblich geprüft.“ (bn)