Miniphänomenta
Bei einem Projekt an der Theo-Betz-Schule in Neumarkt wurden Kinder zu Forschern

01.12.2023 | Stand 01.12.2023, 5:00 Uhr

Doreen Dambacher (v.l.) und Sonja Schmidt ließen sich mit Herrmann Brandl, Schulreferent Andre Madeisky und Schulleiter Wolfgang Wittmann ein Projekt von einem Schüler in Neumarkt zeigen. Foto: Teufel

Zwei Wochen lang war die Miniphänomenta des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft an der Theo-Betz-Grundschule zu Gast. Dieser Parcours bietet 46 naturwissenschaftlich-technische Experimenten zum Anfassen. Schüler konnten die Stationen selbstständig ausprobieren, naturwissenschaftliche Phänomene und technische Zusammenhänge entdecken.

„Mint-Fächer erwecken bei vielen Kindern nicht viel Freude“, sagte Schulleiter Wolfgang Wittmann. Ziel der Miniphänomenta sei es, die Begeisterung der Schüler für diese Fächer zu wecken.

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Hinter dem Projekt stehen das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft und als Hauptförderer die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm. „Wir wollen dazu beitragen, dass Kinder bereits in jungen Jahren mit Technik in Berührung kommen“, begründete Herrmann Brandl, Geschäftsführer von bayme vbm, das Engagement des Verbandes.

Die Kosten des Projekts belaufen sich auf knapp 25000 Euro pro Schule. Die Lehrer halten sich bei diesem Projekt „ganz bewusst im Hintergrund“, erklärte Lehrerin Sonja Schmidt. „Die Kinder sollen eigenständig forschen, experimentieren und lernen.“ Doreen Dambacher, Projektleiterin der Miniphänomenta vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft, sagte: „Lehrer werden bei diesem Projekt zu Lernbegleitern.“

Schüler haben Spaß am Forschen

Der Forscherdrang und die Neugier auf die naturwissenschaftlichen Phänomene stehen bei diesem Projekt im Vordergrund. „Es ist verblüffend zu beobachten, wie schnell die Schüler herausfinden, wie einzelne Stationen funktionieren“, sagte Schmidt.

Schulleiter Wittmann ergänzte, es freue ihn zu sehen, dass die Kinder so viel Spaß daran haben. „Die Kinder spielen mit den einzelnen Stationen herum und haben oft nach wenigen Augenblicken herausgefunden, wie die Stationen funktionieren.“

Die Miniphänomenta sei an der Universität in Flensburg enwickelt worden und reise seit 16 Jahren durch Schulen in ganz Bayern, sagte Dambacher. „Das Projekt ist sehr beliebt bei Schülern und bei den Kindern.“ Besonders wichtig für den Erfolg des Projekts seien zwei Faktoren: Zum Einen die Fortbildung der Lehrer und zum Anderen der Faktor Zeit.



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In Vorbereitung auf das Projekt habe Schmidt im März 2022 eine Fortbildung belegt, erklärte sie. Mindestens eine Lehrkraft müsse diese besuchen, um sich für die Miniphänomenta zu bewerben, erklärte Wittmann.

Nachbau der Stationen wichtig

Die Miniphänomenta ist immer nur zwei Wochen lang in einer Schule, ehe sie weiterzieht. Daher appellierten nicht nur der Schulleiter, sondern alle geladenen Gäste an die Eltern, die Stationen selbstständig mit den Kindern nachzubauen. Am Donnerstag waren die Eltern eingeladen, die Stationen selbst zu erforschen.

Im Landkreis seien bereits 25 Stationen nachgebaut worden, erklärte Schulamtsdirektor Christoph Weigert. Ziel sei es, ein Netzwerk an Stationen im Landkreis aufzubauen, die die Schulen untereinander tauschen können.