Bundesliga
Die Kraftdreikämpfer des SC Oberölsbach sind auf Finalkurs

09.04.2024 | Stand 09.04.2024, 15:30 Uhr
Hans Stepper

Nach zwei von drei Runden belegen die Kraftdreikämpfer des SC Oberölsbach in der Bundesliga Platz vier. Sie wollen im Mai in eigener Halle sich in der dritten Runde den Einzug in das Bundesliga-Finale sichern. Foto: Hans Stepper

Beim TSV Katzwang 05 ging die zweite von drei Vorrunden der Kraftdreikampf-Bundesliga am zurückliegenden Wochenende über die Bühne. Zu Gast waren wie auch schon zur ersten Runde der AC Bavaria Forchheim und der Sportclub Oberölsbach.

Bester Mann war dieses Mal seitens der Oberpfälzer Ludwig Galetzka. Mit nicht einmal 83 Kilogramm beugte er 275 und drückte nach guten 210 auch noch 217,5 Kilogramm. 225 Kilogramm waren dieses Mal noch ein bisschen zu schwer. Im Kreuzheben lief es dann überraschend gut. Lockeren 215 Kilogramm folgten 230 und auch noch 242,5 Kilogramm. Mit 735 Kilogramm knackte er die 500-Punkte-Marke trotz durchwachsenen Wettkampfs. Wenn Galetzka seine Kniebeuge-Leistungen aus dem Training noch auf die Bühne bringt, wird er in Zukunft ein wichtiger Punkte-Garant für den SCO werden.

Anja Schreiner zeigte blitzsaubere Leistung



Anja Schreiner lieferte trotz wochenlanger Erkältung einen blitzsauberen Wettkampf ab. In der Disziplin Kniebeuge bewältigte sie 135 und 145 Kilogramm sowie glatte drei Zentner im dritten Durchgang. Im Bankdrücken wurde entspannt mit 90 Kilogramm begonnen und noch auf 97,5 beziehungsweise 102,5 Kilogramm gesteigert. Trotz müden Rückens und langen Wettkampfs zog sie sich im Kreuzheben von 115 auf 122,5 Kilogramm und zu guter Letzt auf 130 Kilogramm. Mit gerade einmal 48 Kilogramm Körpergewicht und einem Total von 382,5 Kilogramm machte sie starke 491 Relativpunkte.

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Sofia Walter startete holprig in die erste Disziplin Kniebeuge. 200 Kilogramm wurden vom Kampfgericht zum Unverständnis der SCO-Trainer ungültig gegeben. In der Wiederholung gelang die Last dann reibungslos. 210 Kilogramm im dritten Versuch wollten an dem Tag dann aber nicht mehr gelingen. Im Bankdrücken wird Walter immer mehr zur Bank. Drei astreine Versuche über 110, 117,5 Kilogramm und 122,5 Kilogramm gingen in die Wertung. Das Kreuzheben schloss sie mit guten 150 und 160 Kilogramm ab. Das Gesamtgewicht von 482,5 Kilogramm brachten 477 Relativpunkte für die Mannschaft bei einem Körpergewicht von 73 Kilogramm.

Florian Heissler ging angeschlagen in den Wettkampf



Auch Florian Heissler ging alles andere als gesund in diesen Wettkampf. Mit neun leichten Versuchen hielt er der Mannschaft den Rücken frei. Mit 94 Kilogramm beugte er 240 Kilogramm, drückte 170 und zog noch einmal 240 Kilogramm. 650 Kilogramm im Total ergaben 410 Relativpunkte.

Mit 1469 Relativpunkten gewannen die Kraftdreikämpfer aus der Oberpfalz deutlich gegen die Konkurrenz aus Mittel- und Oberfranken. Forchheim kam auf 1368 Punkte und Katzwang auf 1142 Zähler. In der gesamtdeutschen Tabelle behaupten die „Aischbecker“ den vierten Rang hinter den Mannschaften aus Erfurt, Barth und Würzburg.

Nach zwei Runden steht alles auf Final-Kurs. Dort werden die besten sechs Mannschaften antreten.

Am Samstag, 25. Mai, kann das SCO-Team dann in der heimischen Halle am Barstenweg endgültig das Final-Ticket gelöst. Dort empfängt der SCO als Gastgeber wieder den AC Bavaria Forchheim und den TSV Katzwang.

In zwei Wochen geht es dann schon weiter für die SCO-Kraftsportler. In Randersacker (bei Würzburg) finden die Bayerischen Meisterschaften im Bankdrücken statt.

Tabelle der Kraftdreikampf-Bundesliga nach zwei Runden: 1. Schwerathletik-Verein Erfurt, 3030,67 Punkte; 2. SV Motor Barth, 2999,29; 3. Powerlifting Würzburg, 2967,84; 4. SC Oberölsbach, 2960,24; 5. KSV Essen, 2930,58; 6. VfB Klötze, 2882,48; 7. AC Bavaria Forchheim, 2646,12; 8. Kraftsport Colonia, 2645,45; 9. KSC Mainz, 2585,09; 10. Herrnburger AV, 2508,64; 11. SG Randersacker, 2479,15; 12. TSV Katzwang, 2377,25 Punkte.