Neuwahlen
Digitale Wallfahrtskirche in Trautmannshofen? Der Förderverein prüft Fördermöglichkeiten

04.12.2023 | Stand 04.12.2023, 15:04 Uhr

Immer wieder finden Pilger den Weg in die Wallfahrtskirche Trautmannshofen. Foto: (Archivbild) Heinz-Jürgen Adelkamp

Keine Veränderungen gab es bei den Neuwahlen des Fördervereins Freunde der Wallfahrtskirche Mariä Namen in Trautmannshofen im Rahmen der Jahreshauptversammlung. Vorsitzender Johann Burger wurde, wie alle Vorstandsmitglieder, mit lediglich einer Enthaltung wiedergewählt. Zweiter Vorsitzender bleibt Andreas Inzenhofer, Schriftführerin Karoline Wolfsteiner und Kassiererin Thekla Lehmeier.

Als „geborenes Mitglied“ gehört Pfarrer Gerhard Ehrl dem Vorstand an. Dieser präsentierte die Transkription des Mirakel-Buches aus der Zeit von 1750 und 1820, die im September 2023 von Hans Kotzbauer erstellt wurde. Ehrl trug das Benefizium Nr. 58 vor, in dem es um einen Gehörlosen geht, der am 4. Juni 1754 zur Wiedererlangung des Gehörs nach Trautmannshofen pilgerte.

Kirche benötigt immer wieder Geld

Ehrl betonte, das Buch zeige, wie wichtig die Wallfahrtskirche in der Region sei. Viele Besucher würden jährlich die Kirche besuchen, auch über den Jakobsweg. Auch Burger erklärte, der Förderverein sei nach wie vor wichtig, die Kirche benötige immer wieder Geld. Das vergangene Jahr sei ruhig verlaufen, so der Vereinsvorsitzende.

Am 14.Januar gibt es allerdings wieder ein Konzert mit mehreren Chören und Musikgruppen. Der Verein mit aktuell 67 Mitgliedern finanziert sich im Wesentlichen aus den Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Pfarrer Ehrl stellte ebenso die Bedeutung des Fördervereins heraus, angesichts der geringeren Kirchensteuereinnahmen und der damit verbundenen zurückgehenden Fördermittel aus Eichstätt.

Ist ein digitaler Kirchenführer eine Option für Trautmannshofen?

Inzenhofer stellte – auch anhand drei funktionierender Beispiele – die Idee eines digitalen Kirchenführers vor. Dieser böte die Möglichkeit einer Interaktion mit dem Pfarrer und beispielsweise der Übertragung des Krippenspiels. Der stellvertretende Vorsitzende sprach von Vor- als auch Nachteilen. Letztere bestünden aus einem hohen personellen und redaktionellem Aufwand. Zu Entstehungskosten von rund 4000 Euro kämen jährlich Unterhaltskosten dazu.

Die Anwesenden waren sich einig, das die Trautmannshofener das nicht alleine stemmen könnten. Möglich sei ein Verbund mit Habsberg, Freystadt und Mariahilf in Neumarkt. Burger nannte den Vortrag interessant, warum solle man die moderne Technik nicht nutzen? Inzenhofen wurde beauftragt, sich hinsichtlich Zuschussmöglichkeiten zu informieren.