Integration
Fest der Kultur in Neumarkt begeistert mit musikalischer Reise durch viele Länder Europas

27.11.2023 | Stand 27.11.2023, 15:30 Uhr
Gerhard Leitmann

Albanische Folklore aus dem Kosovo war unter anderem auf der Bühne im Johanneszentrum zu sehen. Foto: Gerhard Leitmann

Mimoza Marku, hauptamtliche Integrationslotsin für den Landkreis Neumarkt, hatte am Sonntagabend zum Fest der Kultur ins Johanneszentrum eingeladen.

Die Besucher ließen sich mitnehmen auf eine musikalische Reise in so verschiedene Länder wie Albanien, die Ukraine, Kosovo und Rumänien. Zur Stärkung gab es Leckereien aus den genannten Ländern für den kleinen Hunger.

Fester Platz in Neumarkts Veranstaltungskalender

Etwa 100 Zuschauer nutzen die Möglichkeit und besuchten das interkulturelle Fest, das heuer zum zweiten Mal stattfand und künftig einen festen Platz im Neumarkter Veranstaltungskalender haben soll. Unterstützt wurde der Abend durch das katholische Dekanat Neumarkt.

In ihrer Begrüßung betonte Marku, die gebürtig aus Albanien kommt, wie wichtig ihr die Hilfe zur Integration sei. Aus ihrer eigenen Lebensgeschichte heraus sehe sie diese Aufgabe als ihre Mission an.

Neumarkt ist eine „Intercultural City“

Auch Rita Großhauser, Integrationsbeauftragte im Neumarkter Stadtrat, und Martin Meier, stellvertretender Landrat, verwiesen in ihren Grußworten darauf, welche Bedeutung die Unterstützung der kulturellen Vielfalt in der Region habe. „Dies komme auch darin zum Ausdruck, dass Neumarkt sich seit Februar 2020 als eine von drei Städten in Deutschland, „Intercultural City“ nennen darf“, sagte Großhauser. Neumarkt habe erkannt, dass Interkultur und Diversität positive Auswirkungen auf viele Lebensbereiche und die Stadtgesellschaft haben können.

Gleich zu Beginn begeisterte die Tanzgruppe Iliria aus dem Kosovo das Publikum mit Tänzen, die man vielleicht aus dem Urlaub oder vom Fernsehen kennt. Gennadiy Sumekov (Italien), die Gebrüder Mühlleitner, Forumi (Albanien), Gracia (Balkan) und das ukrainische Vyschyvan-ka-Ensemble unter der Leitung des Neumarkters Bill Holler folgten und boten einen bunten und fröhlichen Abend.

Lotsinnen helfen bei der Integration in Neumarkt

Das Projekt Integrationslotsinnen für Neumarkt wird vom Malteser Integrationsdienst organisiert und aus Mitteln des Bayerischen Innenminsteriums gefördert. Für Menschen mit Flucht- oder Migrationserfahrung den Weg zur Bildung, zu Arbeit, zu Wohnraum und zu sozialer Teilhabe zu schaffen, sei eine große Herausforderung.

Um diesen Zugang zu erleichtern, entwickeln die Integrationslotsinnen zusammen mit ehrenamtlichen Helfern zahlreiche Angebote und Projekte. Sie unterstützen und qualifizieren Ehrenamtliche, Vernetzen die Akteure und Betroffenen und initiieren, leiten die Projekte im Feld Integration, Flucht und Migration.