Stadtratssitzung
Hochwasser in Velburg: Bürgermeister Christian Schmid zieht positive Einsatzbilanz

15.06.2024 | Stand 15.06.2024, 11:00 Uhr |
Wolfgang Schön

Auch die Ortsfeuerwehren, wie hier beim Weiler Richthof nahe Velburg, waren beim Starkregenereignis Anfang Juni in die Hilfsmaßnahmen mit eingebunden. Foto: Stadt Velburg

In Velburg hat das Starkregenereignisse Anfang des Monats auch die Einsatzkräfte im Bereich der Stadtgemeinde Velburg erheblich gefordert. Darüber berichtete Bürgermeister Christian Schmid gleich zu Beginn der Stadtratssitzung am vergangenen Donnerstagabend.

Dabei machte der Bürgermeister deutlich, wie wichtig das ehrenamtliche Engagement und der gemeinschaftliche Zusammenhalt ist, wenn es darum geht in Notsituationen, bei denen das Hab und Gut der Allgemeinheit und noch viel mehr privater Eigentümer betroffen ist, zu bestehen und die Folgen zu beheben.

Lesen Sie auch: Dach mit Bagger aufgebrochen: Brand in Parsberg beschäftigte die Feuerwehr stundenlang

Dass dies im Zusammenwirken aller Blaulichtverbände, Mitarbeitern der Stadt und vieler spontan tätig werdender freiwilliger Helfer vorbildlich gelang, veranlasste den Bürgermeister dann auch, allen Beteiligten Dank und Anerkennung auszusprechen. „Hier wurde in teils sehr schwierigen und auch nicht ungefährlichen Situationen großartiges geleistet“, sagte Schmid, der als ausgebildeter Feuerwehrler selbst mit anpackte.

170 Einsatzkräfte packen mit an

30 Einsätze mussten allein im Gemeindebereich – innerhalb einer Zeitspanne von 18 Uhr bis spät in die Nacht – abgearbeitet werden. Dabei waren mehr als 170 Einsatzkräfte aus den zehn Feuerwehren des Gemeindebereiches alarmiert. Ungemein wertvolle spontane Hilfe gab es laut Schmid auch von landwirtschaftlichen Lohnunternehmen, die mit Großgeräten anrückten, Wasser abpumpten und dieses wegfuhren. Nur so konnten beispielsweise im Wiesenacker-Prönsdorfer Bereich oder auch am Richterhof größere Schäden abgewendet werden.

Mehr als nur bewährt haben sich für Schmid die Vorbeugemaßnahmen zum Katastrophenschutzkonzeptes. So hätten sich die in einer Gemeinschaftsaktion in hoher Stückzahl abgefüllten und griffbereit eingelagerten Sandsäcke als ganz wertvolles Hilfsmittel, bewährt, um den Wassermassen Einhalt zu gebieten. Genauso hilfreich waren die technischen Anschaffungen beim städtischen Bauhof, der Kläranlage und weiterer Feuerwehreinrichtungen.

Neues Warnsystem hat sich in Velburg bewährt

Auch die Neuausrichtung der Alarmierung mit digitalen Meldern und Sirenen, inklusive der Ausweitung der Sirenen auf größere Ortschaften im gemeindlichen Gewässerbereich, habe sich bewährt. Hier gehe es nicht nur um die Alarmierung der Feuerwehreinsatzkräfte, sondern vor allem um den Katastrophenfall bei einem durchaus möglichen Ausfall von Strom und Mobilfunk, umso die Bevölkerung schlicht und ergreifend warnen und erreichen zu können. Dies sei eine der Lehren, die man als Kommune aus den dramatischen Ereignis im Ahrtal gezogen habe.

Bewährt habe sich auch das stetige Üben, welches von den Einsatzkräften immer wieder unternommen werden. „Die vielfältigen Einsatzszenarien am 1. Juni hätten bestätigt, die Zusammenarbeit untereinander funktioniert – Dank dieser regelmäßigen Üben und dem hohen Engagement, welches hier gegeben ist“, lobte Schmid. In diesem Zusammenhang freute sich der Bürgermeister auch darüber, dass die vielen freiwilligen Helfer in ihren Pausen mit Essen und Getränken versorgt werden konnten, das großenteils spontan gespendet wurde.

Die Aufräumarbeiten, insbesondere welche zusätzlich vom Bauhof durchzuführen sind, werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen, kündigte Bürgermeister Schmid an. Deshalb habe man bereits unkompliziert einen Sondertopf für die Jagdgenossenschaften eingerichtet, da viele öffentliche Wege hergerichtet werden müssen.