Blasmusik
Musikfest im Centrum: Postbauer-Heng präsentierte hochkarätige Konzerte

10.07.2023 | Stand 14.09.2023, 21:39 Uhr |
Josef Wittmann

Die Musiker aus St. Ulrich-Ramersdorf hatten ein Alphorn nach Postbauer-Heng mitgebracht. Foto: Josef Wittmann

Das große Musikfest im Centrum vor dem Rathaus war eine Premiere. Der Markt hatte im Jahr 2021 als einzige bayerische Kommune den Titel „Landmusikort Bayern“ vom Deutschen Musikrat der Bundesregierung zugesprochen bekommen. Eine Auszeichnung, die dazu verpflichtet, das musikalische Leben der Marktgemeinde zu pflegen.

So entstand der Wunsch nach einem großen Musikfest mit den örtlichen Musikkapellen und Bands des ganzen Ortes. Der Bauhof verwandelte kurzerhand das Centrum in eine Feiermeile, die Gastronomen des Marktes sorgten für Getränke und leckere Speisen und das Unternehmen Poraver sponsorte die Veranstaltung. Viele Besucher spendeten am Rande des Festes gerne für neue Kinder-Ukulelen, damit die Musik im Markt auf jeden Fall eine Zukunft hat.

Eine Linde als Gastgeschenk

Aus Oberösterreich reisten sogar die fast 50 Musikanten des Musikvereins St. Ulrich und der Trachtenmusikkapelle Kleinraming samt einem großen Alphorn an. Denn so wie Postbauer und Heng in den 70ern zusammengeschlossen wurden, besteht auch seine österreichische Partnergemeinde aus den Orten St. Ulrich und Kleinraming.

In einem zweiten Fahrzeug begleiteten Bürgermeisterin Annemarie Wolfsjäger und viele andere Bürgerinnen und Bürger der Partnerstadt ihre Musiker. Im Gepäck hatten sie eine über zwei Meter große Linde geschmückt mit Friedenstauben. Es sei schon das zweite Baumgeschenk der Österreicher, verriet die Bürgermeisterin. Der erste Baum, eine Eiche, war mit dem Klima am Naturbad nicht zurecht gekommen. Die neue Linde ist nun nicht nur bienenfreundlich, sondern auch trockenresistent und windbeständig. Horst Kratzer will dafür einen guten Platz bei der Erich-Kästner-Schule suchen.

Resonanz leidet unter Hitze

Nach der Eröffnung des Festes, zu dem auch Musikliebhaber und Landrat Willibald Gailler, Bezirksheimatpfleger Tobias Appl und der Freystädter Bürgermeister Alexander Dorr vom Nordbayerischen Musikbund kamen, heizte bei über 30 Grad erst einmal die Blaskapelle Eppelein ein. Mit sinkenden Temperaturen füllten sich nach und nach die Bierbänke und am Abend zeigte die „Blue Note Big Band“ mit Jazz und Popmelodien, was sie kann. Als die Sonne ging, kam „Philharmenka". Die sieben Musiker des Staatstheaters Nürnberg spielen böhmische Blasmusik auf höchstem Niveau.

Am Sonntag gestaltete der Kinderchor von St. Elisabeth den ökumenischen Musikgottesdienst, bevor die Marktkapelle Postbauer-Heng zum Weißwurst-Frühstück aufspielte. Den Schlussakkord setzte die „Remember-Oldie-Band“ mit der Musik der Beat- und Love-Generation.