Neun möblierte Wohnungen
„Nur noch die Ravioli-Dosen mitbringen“: Richtfest für Studentenwohnungen in Neumarkt

19.09.2023 | Stand 19.09.2023, 15:00 Uhr

Vor den künftigen Studentenwohnungen neben der Hochschule in Neumarkt feierten die Beteiligten jetzt Richtfest. Foto: Franz Janka

Neun Wohnungen mit Platz für 36 Studenten entstehen gerade direkt neben der neuen Hochschule in Neumarkt. Nächstes Jahr sollen sie fertig werden. Jetzt war Richtfest für das Projekt in der Kaminfegergasse.

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Wie das Endergebnis des Gebäudes aussehen soll, erläuterte Architekt Peter Mederer vom Architekturbüro Berschneider und Berschneider. Es werden vollmöblierte Wohnungen entstehen, bei denen „die Studenten später nur noch Matratze, Küchengeschirr und die Ravioli-Dosen mitbringen müssen.“ Die Wohnungen bieten jeweils Platz für bis zu vier Studenten, so dass insgesamt 36 Bewohner einziehen können. Dazu gehören auch Lagerräume sowie ein Innenhof mit Fahrradabstellplätzen.

Für den nebenan befindlichen Reitstadel wird eine Unterbringungsmöglichkeit für die Flügel und Gerätschaften erstellt. Es wird wie Oberbürgermeister Thomas Thumann unterstrich, baulich nicht nur guter Standard umgesetzt, sondern auch nachhaltig und energetisch sinnvoll gebaut. Daher kommt wieder Holz für die Gebäude zum Einsatz, das für ein angenehmes Wohnklima sorgt. Auf den Dächern werden PV-Anlagen installiert und es wird eine zentrale Wärmeversorgung über Pellets sowohl für die Hochschule als auch für das studentische Wohnen geben. Insgesamt entstehen hier fast 600 Quadratmeter neue Wohnflächen.

Laut Thumann sollen sowohl das Hochschulgebäude als auch die Wohnungen im nächsten Jahr fertig werden. Er dankte allen am Bau beteiligten Firmen, dem Architekturbüro Berschneider und Berschneider, Matthias Uhlworm für den Richtspruch sowie den Mitarbeitern der Stadt für das engagierte Arbeiten an diesem Projekt.

Viertel im Aufschwung

Zuvor hatte OB Thumann daran erinnert, dass gerade in diesem Areal der Altstadt sehr viel passiert ist und noch umgesetzt wird. Zum einen errichtet die Stadt das Hochschulgebäude für die TH Nürnberg und den dortigen Studiengang „Management in der Ökobranche“. Der Freistaat habe nebenan in mehreren Stationen das Schloss bzw. das dortige Amtsgerichtsgebäude saniert und die Hofkirche wurde ebenfalls saniert. Zudem wird dort ein Pfarrheim neu angebaut.

Auch im weiteren Umfeld sei sehr viel geschehen, etwa in der Klostergasse mit dem Seniorenwohnen auf dem ehemaligen Hackner-Areal, dem Wohn- und Geschäftsgebäude im Bereich Gerichtsgasse/Klostergasse und dem laufenden Neubau an der Ecke Kastengasse/Klostergasse.

Dies zeige, dass dieses Viertel einen enormen Aufschwung nehmen wird. Gerade für die Hochschule sei es eine zukunftsorientierte Entscheidung der Stadt gewesen, zu den bereits im Stadtbesitz befindlichen Gebäuden in der Kaminfegergasse in seiner Amtszeit nach und nach die anderen Gebäude zu erwerben. Nur so war überhaupt die Chance gegeben, gleich ein ganzes zusammenhängendes Areal mit neun Wohnungen vor allem für Studenten zu errichten.