Kaminkehrer
Oliver Heiden ist seit 1. März Bezirksschornsteinfeger in Parsberg und Lupburg

03.04.2024 | Stand 03.04.2024, 15:00 Uhr
Vera Gabler

Bezirksschornsteinfeger Oliver Heiden ist seit Anfang März auf den Dächern in Parsberg und Lupburg unterwegs. Foto: Vera Gabler

Seit 1. März ist Oliver Heiden als bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger für die Verwaltung in Parsberg und Lupburg zuständig. Als Nachfolger von Markus Simon übernimmt er im Auftrag der Regierung der Oberpfalz die öffentlich-rechtlichen Arbeiten, wie zum Beispiel die Durchführung der Feuerstättenschau und die Abnahme von Feuerstätten, aber auch freie Arbeiten wie das Kaminkehren und Messen von Heizungen.

„Außerdem stehe ich gerne bei Fragen zum Thema Energieeinsparung als kompetenter Ansprechpartner vor Ort zur Seite“, so der 35-Jährige im Gespräch mit unserem Medienhaus.

Sein Vorgänger hat den Kehrbezirk Riedenburg übernommen. Ein Wechsel, so erklärt Heiden, sei nicht unüblich, zumal die Bezirke alle sieben Jahre ausgeschrieben werden. Er selbst wohnt in Regensburg und war zuletzt in Neutraubling auf den Dächern unterwegs.

Bauingenieur studiert

Zu dem Beruf „Kaminkehrer“ bin ich durch Zufall gekommen, beginnt Heiden seinen beruflichen Werdegang. Nach seinem Abitur 2009 in Regensburg begann er das Studium im Bereich Bauingenieurwesen, was ihn aber nicht wirklich ausfüllte, erinnert er sich.

Durch Zufall lernte er nicht nur den Kaminkehrermeister Günter Lex kennen, sondern nutzte auch die Gelegenheit, nach einem Praktikum eine Ausbildung zum Kaminkehrer zu absolvieren.

„Ich war einer der besten Drei in der Oberpfalz bei der Gesellenprüfung und auch vier Jahre später habe ich meinen Meister als ‚sehr gut‘ abgeschlossen“, ergänzt er mit dem Hinweis, dass er noch keinen Tag bereut habe, diesen Weg eingeschlagen zu haben.

Auch wenn man oft mit viel Ruß nach Hause komme, so sehe er auch sehr viel Sinn in seiner Arbeit. Nicht nur, dass er Menschen Glück bringt, Heiden lacht als er sich daran erinnert, wie eine Frau einen Autostau verursachte, weil sie unbedingt an dem goldenen Knopf seiner Arbeitsjacke drehen wollte. Auch bringe es Glück, wenn man ihm den Ruß von der Schulter klopfe, ergänzt er schmunzelnd.

In der Realität aber sorgt er in gewisser Weise für den Umweltschutz und so gehe es heutzutage nicht mehr nur darum, den Kamin zu reinigen und alle drei Jahre eine Feuerstättenschau in den Häuser durchzuführen. „Ich bin auch Energieberater und ich gebe gerne auch Informationen zu Fördermöglichkeiten weiter, wenn es zum Beispiel darum geht, auf einen anderen Brennstoff zu wechseln oder das Haus zu dämmen.“

Neue Arbeitsfelder

Aktuell gelte es auch für einen Kaminkehrer, sich neue Felder zu erschließen. So gehört auch das Reinigen und Überprüfen von Lüftungsanlagen zur Erhaltung der Raumlufthygiene zu seinen Aufgaben, ebenso die Kontrolle auf Einhaltung der Brandschutzvorschriften.

Was nun sein neues Arbeitsfeld in Parsberg und Lupburg betrifft, so habe er in den ersten Wochen schon viele nette Leute kennen lernen dürfen. „Ich freue mich auf eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit“, schrieb er auch in seinem Infobrief an jeden Hauseigentümer in den Gemeinden Parsberg und Lupburg.