Diözese Eichstätt
Wie kirchliches Leben aussehen soll: Neumarkter Pfarrverbände starten Umfrage

05.12.2023 | Stand 05.12.2023, 15:31 Uhr

Baulich hat sich bei der Hofkirche in Neumarkt zuletzt viel getan (Archivbild). Jetzt soll sie auch inhaltlich verändert werden – und ist zusammen mit den anderen Neumarkter Pfarreien auf die Mitwirkungen der Gläubigen angewiesen. Foto: Wolfgang Endlein

Die Pfarreien der Diözese Eichstätt müssen in die Zukunft blicken und ein Pastoralkonzept erstellen. Wie einer entsprechenden Pressemitteilung zu entnehmen ist, muss dafür in allen Pastoralräumen des Bistums Eichstätt – auch in Neumarkt – ein Ist-Stand erhoben, die Immobilien bewertet und eine pastorale Prioritätensetzung herbeigeführt werden. Dazu haben die Pfarreien Heilig Kreuz, Hofkirche, Pelchenhofen und St. Johannes nun eine Umfrageaktion gestartet.

Den Beginn machten bereits im Herbst die beiden Pfarreien Pölling und Woffenbach. Nun ziehen auch die Pastoralräume Münsterpfarrei St. Johannes und Hofkirche-Heilig Kreuz-Pelchenhofen nach. Die Fragebögen liegen dort seit dem Wochenende in allen Kirchen aus und können ausgefüllt bis 31.Dezember in Urnen und Rückgabe-Boxen eingeworfen werden. Die Pfarreien fragen darin vor allem nach der kirchlichen Bindung, nach der Beziehung zur Gemeinde, nach persönlichen Vorlieben und Interessen, aber auch nach gewünschten Informationsquellen.

Alle, denen die Weiterentwicklung der katholischen Kirche ein Anliegen ist, sind daher eingeladen, sich zu beteiligen. Ausgangspunkt ist die Frage: „Wie sollen wir unser kirchliches Leben in Zukunft organisieren und wie wollen wir als Kirche vor Ort künftig für die Anliegen der Menschen da sein?“ So lautet es im gemeinsamen Vorwort der Pfarrer Norbert Winner und Stefan Wingen sowie von Dekanatsreferent Christian Schrödl, der die Leitung des Projektes „Stadtkirchenkonzept Neumarkt“ übernommen hat.

Bis Ende 2025 solle nun ein solches Konzept erstellt werden. Außerdem gelte es derzeit schon, „neue Wege des Miteinander auszuprobieren und die Zusammenarbeit zu vertiefen.“ Antriebsgrund sei auch in Neumarkt, dass künftig nicht mehr ausreichend Personal und finanzielle Möglichkeiten zur Verfügung stünden.

„Bevor wir zu planen beginnen“, erklärte Christian Schrödl, „ist es wichtig, dass wir genauer hinschauen, welche Bedürfnisse die Menschen in Neumarkt haben.“ Genügt das übliche Gottesdienstprogramm oder brauche es auch andere Angebote und Anlaufstationen? Das sei eine leitende Frage bei der Veröffentlichung des Fragebogens gewesen.

Auch die Flexibilität der Menschen werde erfragt: Sind die Menschen bereit, für ein bestimmtes Angebot oder ein konkretes Thema auch durch die Stadt zu fahren? Schrödl erhofft sich eine breite Mitwirkung aus der Bevölkerung, über die üblichen Kirchgänger hinaus. Der Fragebogen kann daher auch online unter https://neumarkt.bistum-eichstaett.de/umfrage/ ausgefüllt werden.