Benefiz
Ein eigener Prangertag wird in Sulzbach als vorgezogenes Fronleichnamsfest gefeiert

15.05.2024 | Stand 15.05.2024, 16:38 Uhr
Peter Luft

Die Blaskapelle Donaustauf mit Kapellmeister Benjamin Czech Fotos: Peter Luft

Als Benefizveranstaltung organisierten die Sulzbacher Vereine auf dem Sportgelände das 45. Vatertagsfest. Bei herrlichem Wetter war es ein gelungenes Familienfest für einen guten Zweck. Der Erlös geht an den Sulzbacher Seniorenkreis sowie die Rengschburger Herzen.

Federführend hatte die Regie für diese Jubiläumsausgabe der Sportverein Sulzbach mit Vorsitzendem Martin Liebl. Am Fest Christi Himmelfahrt wurde im Scheuchenbergdorf zugleich der Sulzbacher Prangertag als Fronleichnamsfest gefeiert. Mit den Vereinen zelebrierte der Donaustaufer Pfarrer Erich Renner schon um 8 Uhr den Festgottesdienst in der Wehrkirche St. Martin. Nach der Prozession formierte sich unter Vorantritt der Blaskapelle Donaustauf mit Kapellmeister Benjamin Czech ein Festzug zum Sportplatz. Zum Auftakt spielten die Musiker die „Schmankerlpolka“. Zu Spezialitäten vom Grill musste man beim Feuerwehrchef Dietmar Reisinger Schlange stehen. Dominik Fritsch versorgte mit Popcorn und Zuckerwatte. Die beiden Bürgermeister Jürgen Sommer und Christian Blüml probierten sich durchs Kuchenbuffet. Erstmals stand zum Kinderprogramm unter Aufsicht von Fabian Ferstl, Dominik Sojer, Lukas Janker und Maximilian Metzger ein XXL-Fußball-Dart-Spiel als besondere Attraktion auf dem Bolzplatz. Die nächsten Events beim SV sind von 29. bis 31. Juli die Fußballschule und am 3. August der Dorfkirta der „Sulzbacher Freunde.

Zur Historie der Feier: Die Kirchengemeinde Sulzbach hatte einst den Pfarrer Eduard Sattler als Seelsorger. Der im Egerland geborene Priester segnete 1967 den neuen Sportplatz und bat den damaligen Bürgermeister Xaver Elsner, zum Fest Christi Himmelfahrt einen Flurumgang mit vier Altären in Sulzbach ins Leben zu rufen, was dann auch geschah. „Zum Gedeihen der Feldfrüchte und für Gottes Segen für unsere Arbeit, ist damals die Flurprozession bis zum Bergmüller am Dachsberg hinauf gegangen“, berichtet der 91-jährige Austragsbauer Johann Janker. Es entstand daraus der eigene Prangertag als vorgezogenes Fronleichnamsfest in Sulzbach. „Damals hat noch das Stuhlgeld in der Kirche eine Mark gekostet. Nach der Prozession ist beim Bäckerwirt und beim Dirnberger mit den Vereinen eingekehrt worden“, erzählt Janker. Der richtige Fronleichnamstag, von Papst Urban vor genau 760 Jahren 1264 eingeführt, wird am zweiten Sonntag nach Pfingsten gefeiert. „Er hieß einst auch Kranzltag. Die Idee, den Sulzbacher Prangertag als Vatertag-Benefiztag zu veranstalten, kam vor 45 Jahren von den Schützen“, weiß der 85-jährige Ehrenschützenmeister Franz Taffner.

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